Pferderassen: Lipizzaner

Fast jeder kennt die schneeweißen Lipizzaner, die an der Wiener Hofreitschule ausgebildet werden. Die meisten Lipizzaner sind Schimmel, aber es gibt auch Braune und Rappen. Der Name Lipizzaner geht auf das Stammgestüt Lippiza zurück, das heute zu Slowenien gehört. Diese gelehrigen Pferde repräsentieren den barocken Schulpferdetyp. Das Stockmaß der Tiere beträgt 150 bis 160 cm. Der Hals ist hoch aufgesetzt, die Rückenpartie ist lang, die Kruppe aber kurz und gerade. Auffallend ist die überhöhte Knieaktion und der typische Ramskopf. Ein arabisches Profil ist ausdrücklich nicht erwünscht. Lipizzaner gelten als sehr sensibel und menschenbezogen. Wenn einmal eine Vertrauensbasis zu einem Menschen geschaffen wurde, sind es hundertprozentige Verlasspferde. Lipizzaner sind vielseitig einsetzbar. Sie eignen sich aber in erster Linie für die Dressur und den Fahrsport. In der Lipizzaner-Zucht gibt es sechs Stammväter: den 1765 geborenen Spanier Pluto, den neapolitanischen Rapphengst Conversano (1767), den spanisch-neapolitanischen Falben Favory (1819), den braune Neapolitaner Neapolitano (1790), den Vollblutaraber-Schimmel Siglavy (1810) und Maestoso (1819) mit seiner neapolitanisch-spanischen Abstammung. Der Lipizzaner Zuchtverband Deutschland wurde im Jahre 1979 gegründet. Ziel des Verbandes ist die Pflege und Erhaltung dieser seltenen Edelpferdrasse in seiner klassischen Form. Mehr Infos unter: www.lipizzanerzuchtverband.de (22.10.2009/wem)

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