Regelmäßige Zahnkontrolle für ein gesundes Pferd

Pferde_Zahn_Zähne_Kontrolle_Gebiss_MaulDie Kontrolle ist notwendig, denn nur ein gesundes Gebiss sorgt für gute Kondition, Verdauung, gesundes Fell und eine top Ausstrahlung. Bei einem normalen Gebiss reicht die (halb)jährliche Visite, bei Auffälligkeiten oder einem abweichenden Gebiss ist eine halbjährliche Inspektion anzuraten, ebenfalls bei jungen und alten Pferden.

Pferdezahnarzt zu Besuch

Sind jedoch schmerzende Unregelmäßigkeiten entstanden, muss der Tierarzt oder Zahndentalpraktiker nachhelfen. Zähne, Kiefergelenk und Kaumuskulatur tastet er von außen ab, um in normaler Gelenksposition potenzielle Schmerzen zu lokalisieren. Meist wird dann mit einem Maulgatter (auch als Maulsperre bekannt) in die Mundhöhle geschaut, um anschließend scharfe Kanten, Haken und Wellen abzuschleifen, Zahnstein zu behandeln und um Milchzähne zu lösen, die nicht von selbst herausgefallen sind. Fehlstellungen, störende Zähne, die keinen Gegenzahn haben, nur in Teilen vorkommen oder Zunge und Mundhöhle verletzten, werden je nach Methode abgeknipst, gemeißelt, gefräst oder abgesägt. Um Pferden den Stress zu ersparen, kann der Tierarzt sie für den Moment sedieren.

Mit der Maulsperre kann der Tierarzt Haken gut abschleifen

Werden die Zähne aber zu glatt gefeilt oder unzureichend behandelt, schaden Sie dem Pferdemaul: Das Futter wird nicht mehr ausreichend vermahlen oder bleibt in den Zwischenräumen hängen und ruft Karies hervor. Bei Kauflächenkaries greifen Futterreste den Zahnschmelz der Kunden an, bei Zahnhalskaries nimmt man an, dass bestimmte Futtermittel die Ursache sind. Auf zu viel säure- oder zuckerhaltiges Futter sollte daher geachtet und Leckerli teils durch Äpfel, Möhren und Brot ersetzt werden.

Zahnschmerzen können beim Reiten zu Widersetzlichkeit führen


Zahnprobleme erkennen

Denn ein kleines Problem an den Zähnen kann bereits negative Folgen für die Nahrungsaufnahme, Verdauung haben. Folgende Symptome können ein Anzeichen für Zahnprobleme sein: Futterverweigerung, abnormale Kaubewegung, verändertes Trinkverhalten, stumpfes Fell, Konditions- und Gewichtsverlust, veränderter Kot, oder sogar eine Kolik. Beim Reiten äußern sich Schmerzen im Gebiss oft durch plötzliche Anlehnungsschwierigkeiten und Rittigkeitsprobleme zum Beispiel beim Stellen und Biegen, die Pferde verwerfen sich, schlagen mit dem Kopf, sperren oder steigen bis hin zum kompletter Widerstand.