Reitsport vor dem TV-Aus?

Der Reitsport in Deutschland muss um seine Zukunft im öffentlich-rechtlichen Fernsehen bangen. Sollte es der Deutschen Reiterlichen Vereinigung nicht gelingen, ein schlüssiges Regelwerk im Kampf gegen Doping zu entwickeln, wollen ARD und ZDF keine Reitsport-Events mehr übertragen. Das berichtet sid. "Das Fernsehen steigt aus, wenn die Akzeptanz bei den Zuschauern verloren geht. Wir sind im Reiten an einem Punkt, wo alles kippen kann", sagte Axel Balkausky. Der Sportkoordinator der ARD hatte schon vor drei Wochen einen TV-Ausstieg angesprochen. Die Gefahr sei noch nicht gebannt. "Bis heute weiß keiner, wohin Christian Ahlmann das Capsaicin bei seinem Pferd geschmiert hat. Warum kann mir das keiner sagen?", sagte der ARD-Vertreter. Balkausky warnte vor Parallelen zum Radsport. "Wenn auf die Medikationsfälle von Olympia nicht klar reagiert wird, fragt sich der Zuschauer, warum die öffentlich-rechtlichen Programme übertragen." Die Doping-Regeln müssten für Reiter und Zuschauer verständlicher werden. "Wir können uns einen Ausstieg der TV-Partner nicht erlauben", stellte Turnier-Veranstalter Volker Wulff klar. 

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