Spannung pur bei der Deutschen Meisterschaft Reining

Oliver Wehnes lässt die Konkurrenz hinter sich

Auf dem CHIO-Gelände wurde bereits zum vierten Mal in Folge die Deutsche Meisterschaft Reining im Rahmen der Q11 – International DQHA Championship am 1. Oktober 2011 ausgetragen. Der Deutsche Meister Reining 2010 Nico Hörmann konnte diese Klasse in Show 1 souverän für sich entscheiden und ließ auf einen Siegerritt am folgenden Tag hoffen. Die Albert-Vahle-Halle war bis zum letzten Platz besetzt und die Reiter wurden von allen Seiten angefeuert. DM Reining_WehnesAls erster Starter legte Oliver Wehnes (Foto li.) aus dem rheinland-pfälzischen Kandel mit seinem Hengst „Lil Ruf Bandit“ ordentlich vor und setzte die Konkurrenz unter Druck. Die bestand aus starken Reitern wie Titelverteidiger Nico Hörmann, Oliver Stein, die Ernst-Brüder Emanuel und Elias oder DM Zweiter von 2010 Alexander Ripper. Alle zeigten spektakuläre Ritte mit beeindruckenden Stopps und boten dem Publikum Reiningsport vom Feinsten. Doch den amerikanischen Richtern entgingen auch die kleinsten Patzer nicht.

Erfolgreicher Einstieg bei den Senioren

So konnte auch Markus Süchting mit seinem neunjährigen Hengst „Am I Gray" den Führenden nicht toppen, brachte die Halle aber mit gelungenen Wechseln und rasanten Spins trotzdem zum Toben und erntete begeisterte Pfiffe. DM Reining_SüchtingSeit Jahren startet der junge Trainer vom Gestüt Eckershausen schon bei den Deutschen Meisterschaften. „Am I Gray stammt aus unserer eigenen Zucht und ich reite ihn schon seit Jahren. Letztes Jahr bin ich mit ihm noch bei den Jungen Reitern gestartet und dieses Jahr das erste Mal bei den Senioren. Ich bin absolut begeistert von meinem Pferd. Er hat richtig toll mitgearbeitet und sich super angefühlt!“ schwärmt der sympathische Reiner. „Bereits vier Mal wurde ich in den letzten Jahren Vize-Meister. Für das nächste Jahr bin ich jetzt richtig motiviert, endlich die Goldmedaille zu holen!“(Foto: re.)

Nico Hörmann kann seinen Titel nicht verteidigen

Danach richteten sich alle Augen auf Nico Hörmann mit „Smart Spookster“ der mit gelungenen Manövern das Publikum beeindruckte, aber nicht fehlerfrei blieb und bei den Stopps einige Fehler machte. Am Ende reichte es nur zu einem siebten Platz. Als kleinen Trost konnte sich der ehemalige Deutsche Meister dennoch über die Leistung von Championatspferd „Lil Ruf Bandit“ freuen, den er vier Jahre lang betreute. Erst wenige Wochen vor dem Turnier wurde der mittlerweile achtjährige Quarter Horse Hengst, im Besitz von Regiona Reuther, Oliver Wehnes anvertraut. Der Trainer ist ein echtes Allround-Talent und bildet Pferde und Reiter von Halter über Pleasure bis hin zu Reining aus. Auch mit dem Powerpferd „Lil Ruf Bandit“ zeigte der einen beeindruckenden Ritt: „Die Pattern hatten es in sich und direkt am Anfang der Prüfung musste ich mit Lil Ruf Bandit in die Vollen gehen, da war von uns beiden absolute Konzentration gefordert“, so Oliver Wehnes. Die Bronzemedaille sicherte sich Mona Doerr mit „Gatling Gun“, dem einzigen Paint Horse unter all den American Quarter Horses, welcher im Besitz von Steffen Breug ist. Auch DQHA Präsident Hans-Jürgen Förster zeigte sich hochzufrieden mit der Organisation, dem Ablauf und der tollen Stimmung in der Halle, die durch eine passende musikalische Umrahmung und perfekt abgestimmten Outfits noch ergänzt wurde.

American Quarter Horses auf dem Vormarsch

American Quarter Horses dominierten nicht nur die Q11 als größtes Western-Reitturnier dieser Rasse in Europa, auch bei der rasseoffenen Deutschen Meisterschaft im Reining waren sie unschlagbar. Alle Champion- und Vize-Championtitel gingen ausnahmslos an die Reiter der  vielseitigen und lernwilligen Quarter Horses.