Brumby - Pferdemarkt - 0 Anzeigen

Brumby

Brumbys stammen von freigelassenen Hauspferden ab

Äußere Merkmale

„Brumby“ ist die australische Bezeichnung für „Wildpferd“ und kommt entweder von dem Pionier und Pferdezüchter James Brumby oder von dem Wort „baroomby“ der Eingeborenen von Queensland, was so viel wie „wild“ bedeutet. Andere spekulieren, der Name käme von „Baramba“, dem Namen der Bahnstation und eines Flusses in Queensland. Fest steht, dass Brumbys verwilderte Hauspferde im Landesinneren Australiens sind und vom Exterieur her sehr unterschiedlich sein können. Nur beste Wildpferde haben ein gutes Gebäude, die meisten sind aber degeneriert und unschön, haben kuhhessige Beinstellung und allgemeine Schwächen. Die Beine sind jedoch bei fast allen schlank und stark und haben harte Hufe, die selbst auf hartem Boden widerstandsfähig sind. Da das Brumby von unterschiedlichen Rassen abstammt, variiert die Größe extrem, sodass sie zwischen 135cm und 168cm groß werden.

Eine wilde Bumbyherde

Herkunft des Wildpferdes

1788 wurden die ersten Pferde von Südafrika nach Australien geholt und danach fanden ständige Importe von Arabern und Englischen Vollblütern statt, sodass die Rasse Waler entstand. Hauptsächlich wurde der Waler in Neusüdwales gezüchtet und ist der Vorfahre des Australischen Stock Horse und des Brumbys. Nach dem großen Goldrausch von 1851 wurden viele zahme Pferde freigelassen. Das australische Klima vertrugen die Pferde sehr gut, sodass sie sich schnell vermehrten. Das Leben in der Wildnis forderte die natürliche Selektion, bei der nur die anpassungsfähigsten und instinktreichsten Tiere überlebten und sich paarten, was zu Inzucht und Qualitätsverschlechterung führte. Nach dem zweiten Weltkrieg wurden erneut viele Pferde freigelassen, sodass sie eine Gefahr für die Landwirtschaft darstellten und von den Australiern gehasst wurden. Man fing an sie mit Gewehren, Fallen und versteckten Ferchen auf ihren täglichen Routen zu vernichten und Anfang der 60er Jahre setzte man selbst Motorräder, Jeeps und Hubschrauber zur Jagd ein. Nur wenige Wildpferde blieben übrig. Noch heute leben sie wild im Busch aber eine Lösung für die zu große Anzahl ist nicht in Sicht, da im Gegensatz zum amerikanischen Mustang in Australien kein Bedarf an einem Brumby als Reitpferd besteht. Denn ein gefangenes Brumby ist sehr schwer einzureiten um es zu einem verlässlichen Partner zu machen.

Charakter und Einsatzbereich

Das Brumby hat durch den Überlebenskampf in der Wildnis einen sehr ausgeprägten Instinkt und ist sehr intelligent und flink. Außerdem sind die Pferde sehr agil, zäh und ausdauernd. Aufgrund ihres wilden Charakters eignen sich nur wenige als Reitpferde.