Infos zu Bardigiano

Bardigiano Pony

Zusammen mit Avelignesen auf der Bergalm

Äußere Merkmale

Obwohl das mittelgroße Pony im schweren, italienischen Gebirgspferdetyp steht, hat es ein harmonisches Exterieur und deutliche Exmoor-Ähnlichkeiten. Der typische Ponykopf ist klein, niemals grob und kleine, bewegliche und immer gespitzte Ohren zieren ihn. Die großen Nüstern und langen Nasengänge, in denen die Luft vor dem Inhalieren erwärmt wird, weisen auf das Abstammen von Primitivrassen hin. Mit dem kräftigen Brustkorb, der viel Platz für große Lugen lässt, genügend Tiefe des kompakten und kurzen Rumpfes und den relativ steilen Schultern, fällt die starke Vorhand auf. Als Reitpferd nicht ideal, aber für leichte Zugarbeiten optimal, sind die relativ steilen Schulten und der gut ausgeprägte Widerrist. Wie geschaffen für Packsättel ist der lange Rücken, der mit einer guten, runden Kruppe abschließt, an der ein dicker schwerer Schweif ansetzt. Die kurzen Beine sind sehr muskulös mit gut geformten Gelenken, wobei die Unterschenkel der Hinterhand besonders gut entwickelt sind und klare Sprunggelenke zeigen. Außer Schecken kommen alle Farben vor, meist Dunkelbraune mit wenig Abzeichen. Das Stockmaß misst 122cm-133cm bzw. 135m-145cm. 

Äußerlich hat der Bardigiano viel vom Exmoor-Pony

Herkunft des Bardigiano

Die Gebirgsrasse aus der nördlichen Appeninregion Italiens ist außerhalb seines Zuchtgebietes relativ unbekannt aber sehr attraktiv, da es auf belgische Pferde zurückgehen soll, die durch Völkerwanderungen nach Bardi (Norditalien) kamen. Außerdem hat der Bardigiano eine ausgeprägte Verwandtschaft zum Avelignese und dem schweren italienischen Gebirgspferd aufgrund der geografischen Lage. Dennoch ist der arabische Einfluss der Ahnen am hübschen Kopf, dem spitz zulaufendem Maul und andeutendem Hechtmaul deutlich. Noch mehr Gemeinsamkeit hat es jedoch mit dem nordspanischen Asturcon durch die ähnlichen Lebensräume und dem Exmoor-Pony, das als älteste bodenständige Ponyrasse Großbritanniens zählt. Diese drei Rassen lassen darauf schließen, dass sie vom keltischen Pony abstammen, wobei Asturcon und Bardigiano isolierte Stämme darstellen, somit noch heute in ihrer Urform existieren.

Das Bardigiano Pony hat die Stärke und Kraft von Kaltblütern

Charakter und Einsatzbereich

Das Bardigiano ist ein sehr starkes, aber auch hartes Pony. Es ist ausdauernd, willig, flink und ausgesprochen trittsicher und für jeden Einsatz im steilen, unwegsamen Gelände in großen Höhenlagen geeignet. Bedeutend dabei ist der genügsame, anspruchslose Charakter. Das Gangwerk ist ebenbürtig mit dem des Haflingers bzw. Avelignese und der Bardigiano glänzt daher auch als Freizeitpartner, Trekkingpony oder Arbeitspferd vor dem leichten Zug.