Infos zu Batak Pony (Bali)

Bali- und Batak-Pony 

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Äußere Merkmale

Das Bali-Pony ist eine primitive Rasse und stellt sich als ziemlich unveredelter Nachfahre mongolischer und chinesischer Pferde dar. Auf Bali gezüchtet kommen oft Falben mit Aalstrich vor. Die mausgrauen Pferde weisen häufig dunkle Punkte und gelegentlich eine Stehmähne auf und haben eine gute Schulter, einen tiefen Rumpf und eine schräge, kurze Kruppe.

Das Batak-Pony oder auch manchmal Deli-Pony genannt, ist die wohl edelste Rasse Indonesiens und ähnelt vom Äußeren dem Manipuri. Deutliche Einflüsse hat zudem ein arabischer Typ. Das Exterieur ist äußerst ansprechend und von guten Proportionen. Der harmonische Körperbau wird von einem edlen Kopf mit langem, eher feinem, Haar geprägt. Die Gliedmaßen sind trocken, schlank mit hochangesetzten Sprunggelenken. Die Schienbeine sind lang. Das Pony kommt in verschiedensten Fellfarben vor, keine kann aber als die am häufigsten vorkommende bezeichnet werden. Das Batak-Pony wird zwischen 122-135cm groß.

Herkunft der Reitponys 

/fm/pferdede01.a.142.de/pf_upload/Pferd_Zaumzeug_arm_einsam_traurig_14799786_kl.jpgSowohl Batak-Pony als auch Bali-Pony haben ihren Ursprung in Indonesien. Während das Bali-Pony zu den primitiven Ponyrassen gehört und dem Mongolischen Wildpferd ähnelt, bildet das Batak-Pony die Grundlage der indonesischen Pferdezucht. Es ist vor allem auf der Hauptinsel Sumatra zu finden. Sein Name stammt von einem Kopfjägerstamm der Batak aus dem Hügelland der Insel. Zur Veredelung der Zucht wurden arabische Hengste mit ausgewählten Stuten gekreuzt. Durch diese selektive Zucht besitzen die Pferde eine gewisse Eleganz. Die indonesische Regierung förderte die Zucht der Ponys, nachdem sie erkannten, welch wirtschaftliche Bedeutung gut einzusetzende Pferde besitzen. Die Zucht geschah auf Sumatra in Staatsgestüten und die Nachzucht verteilte sich auf andere kleinere Inseln. Oft wurden die Pferde für Rituale eingesetzt. So wurden sie unter anderem als Opferpferde genutzt und anschließend gegessen. Diese Pferde wurden zuvor als heilig angesehen und galten als unverwundbar und unverkäuflich. Ist das zu opfernde Pferd alt geworden, wurde es durch ein jüngeres ersetzt. Die heiligen Pferde genossen ein sorgenloses Leben, sie durften frei umherlaufen und überall grasen. Neben dem Batak-Pony gibt es noch einen weiteren Ponytyp, er wurde im Norden Sumatras entdeckt und heißt Gayoe. Er ist wesentlich kräftiger gebaut und besitzt erheblich weniger Einflüsse der Araber-Kreuzung

Charakter und Einsatzbereich

Die relativ hübsche und temperamentvolle Batak-Rasse besitzt große Leistungsfähigkeiten. Das Arbeitspony ist lebhaft und flink, aber auch freundlich und fromm. Zudem ist es billig zu haben und einfach zu behandeln, daher wird es oft als Reitpony eingesetzt.

Das Bali-Pony ist zudem ausdauernd, sehr hart und dratig. Es ist obendrein kräftig und wenig, was ein gutes Trag- und Lasttier auszeichnet. Außerdem ist das Bali-Pony duch seine Robustheit und Genügsamkeit ein billiges Arbeitspferd.