Infos zu Dales Pony

Dales-Pony

Dales-Ponys sind größer als ihre Verwandten, die Fellponys

Äußere Merkmale

Es ist ein Vertreter der größten und schwersten englischen Ursprungsrassen. Dales-Ponys sind dem verwandten Fell-Pony sehr ähnlich, jedoch sind diese kleiner und nicht so kräftig gebaut. Der ponyhafte Kopf deutet heute nicht mehr auf den Clydesdale-Vorfahren hin. Er ist eher klein und hübsch mit den großen, sanften Augen, den kleinen, aufrechtstehenden Ohren und dem aufmerksamen Ausdruck. Die Schultern sind kräftig, tief und schräg und ziemlich weit hinten liegend, sodass sie zu der hohen Knieaktion der Ponys gut beitragen. Das kurze, muskulöse Gebäude geht in eine ebenso kompakte, starke Hinterhand über, die mit Knie und Sprunggelenk für gerade und leichtfüßige Bewegungsaktionen mit viel Schub sorgt. Die stämmigen kurzen Beine sind trocken mit geraden Röhren und breiten Gelenken. Die breiten Hufen des Ponys sind dunkel, gut geformt und außergewöhnlich hart. Der Kötenbehang ist seidig fein, Mähne und Schweif lang und üppig. Am häufigsten gibt es (Glanz)Rappen und Dunkelbraune, regional als „Heckberry“ bekannt. Doch es gibt auch Braune und sehr wenige Schimmel. Weiße Abzeichen außer einem kleinen Stern auf der Stirn, weißen Ballen oder Krone sind unerwünscht, da weiße Fesseln oder sogar weiße Hufe auf Clydesdales hinweisen. Das Dales-Pony kann ein Stockmaß von 143cm – 148cm erreichen.

Ein hübsches Köpfchen Herkunft der Ponys

Genetisch wie geografisch haben Fell- und Dales-Pony einige Gemeinsamkeiten. Sie sind keltischen Ursprungs und kommen aus den Tälern Nordenglands, aus der Region North-Yorkshire, Durham und Northcumberland. Das Dales-Pony lebte östlich der Penninkette, das Fell-Pony westlich. Beide wurden Jahrhunderte lang als Zug- und Lasttiere in Berg und Tal eingesetzt und dienten als Reitpferde für alle möglichen Arbeiten. Im 17. und 18. Jahrhundert waren sie Packpferde um Blei aus den Erzminen des Moorlandes zu den Häfen am Tyne zu transportieren. Des Weiteren halfen die Ponys beim Kohlebergbau und in Landwirtschaft in hügeligem Gelände. Mit Welsh-Cob und Cyldesdale wurden Zuchtversuche zur Verbesserung der Eignungen betrieben. Comet, ein 1851 geborener Welsh-Cob-Hengst, wurde so erfolgreich mit Dales-Stuten gekreuzt, dass heutzutage jedes Dales-Pony auf ihn zurückzuführen ist. Er kam nach Westmorland um an Trabrennen teilzunehmen und lief in nur 33min 16km mit 63,5kg Last. Durch die Industrialisierung wurde das Pony überflüssig und starb Anfang der 50er Jahre beinahe aus. Trekking-Ritte wurden beliebter, was die Rasse schließlich rettete, denn noch heute schaukeln die Ponys Touristen durch die heimischen Täler.

Dales-Ponys sind sehr kräftigCharakter und Einsatzbereich

Das Dales-Pony ist sensibel, freundlich und ruhig im Umgang und sehr genügsam: Auch bei schlimmsten Wetter kann es problemlos auf den Weide stehen. Die Ponys sind nicht besonders schnell aber gute Springer und sehr stark, sodass sie auch durch unwegsames Gelände Erwachsene trittsicher und einsatzfreudig tragen und somit ein ideales Trekkingpony abgeben. Moderne, veredelte Ponys sind sehr gut als Familien- und Fahrpferde anzusehen und durch das Kreuzen
mit Vollblütern entstehen gute Hunter, Spring- und Militarypferde.

(Bildquelle mittleres Foto: fehnstall)