Infos zu Fjordpferd (Norweger)

Fjordpferd

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Äußere Merkmale des Norwegers

Das Norwegische Fjordpferd erinnert in bestimmten Merkmalen an alte osteuropäische Pferderassen. Der verhältnismäßig kleine Kopf mit einer breiten Stirn und klaren Augen mündet in einen kräftigen Hals. Das schwere Kleinpferd verfügt über starke Schultern und eine breite Brust. Der äußerst tragfähige Rücken wird von kurzen muskulösen Beinen getragen. Mit einem Stockmaß von 138 bis 148 cm wird der Vierbeiner auch als Fjordpony bezeichnet. In allen Falb-Farben vertreten besitzt der Norweger eine zweifarbige Mähne, die oft zur Stehmähne geschnitten ist. Dabei stehen die schwarzen Haare innen etwas höher als die seitlichen hellen Haare und bilden einen dunklen Längsstreifen in der Mähne. Dieser sogenannte Aalstrich verläuft meist vom Kopf bis zum Schweif. Auch an den Köten kann eine zebrastreifenähnliche Färbung auftreten.

Fjordpferde haben klare, ruhige KnopfaugenHerkunft des Fjordpferdes

Das Fjordpferd stammt aus den Küstengebieten Norwegens und wird daher auch Norweger, Fjordinger oder auch Fjordpony genannt und gilt als Pferd der Wikinger. Seine Zuchtgeschichte ist eng mit der von dem Nordlandpony verwandt, allerdings wird diese Rasse bis heute ohne Einkreuzungsversuche gezüchtet. Organisiert gezüchtet wurden die Vierbeiner seit etwa 1820 im Zuge des Wachstums der Landwirtschaft in Skandinavien. Um das Kleinpferd größer und stärker zu züchten, setzte man anfangs auf heimische Kaltblüter. Da mit Einzucht dieser Pferde wesentliche Rasseeigenschaften des Norwegers verloren gingen, erfolgte nach der Rassebereinigung die Reinzucht, die seit 1907 besteht. Es werden keine fremden Rassen zur Veredlung mehr eingesetzt. Die fortschreitende Technologie sorgte seit 1960 für ein Schrumpfen des Fjordpferde-Bestandes. Trotzdem herrscht in Skandinavien die Haltung der Fjordpferde als Nutztiere in der Landwirtschaft vor. Weniger Beachtung findet das Nationalsymbol der Norweger ebenso wie sein Verwandter das Nordlandpony im Reitsport.

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Charakter und Einsatzbereich

Der norwegische Vierbeiner gilt ebenso wie sein Verwandter das Nordlandpony als robust, anspruchslos und langlebig. Früher wurde der leistungsstarke Allrounder für alle möglichen Arbeiten eingesetzt: So diente es in der Landwirtschaft zum Pflügen und auch als Kutschpferd kam es zum Einsatz. Norwegische Gebirgstruppen nutzten den verlässlichen Norweger als Packtier, denn trotz seiner geringen Größe verfügt der Vierbeiner über enorme Kräfte. Heute werden die gelehrigen und ausgeglichenen Ponys von Distanz- und Wanderreitern  geritten. Auch in der Therapie und als Lehrpferde für Kinder sowie als Reitpferd für schwere Erwachsene werden die intelligenten Fjordpferde gerne verwendet.