Infos zu Islandpferd

Islandpferd

Islandpferde

Äußere Merkmale

Islandpferde verfügen über ein dichtes und langes Winterfell und üppiges Langhaar, was sie dem rauen Klima ihres Ursprungsortes Island zu verdanken haben. Dieses markante Fell ist in allen möglichen Farbausprägungen vertreten, insgesamt in 400 verschiedenen Farb- und Mustervarianten. Der meist kräftig gebaute Körper von dem Isländer Pony erreicht eine Größe zwischen 1,30 m und 1,45 m. Zusätzlich erkennt man das Isländer an seinem besonderen Gang. Neben den üblichen Gangarten beherrscht das Islandpferd zusätzlich die ihm angeborenen Gangarten Tölt und Pass, was ihm die Bezeichnung als Gangpferd eingebracht hat.

Islandpferd Kopf Islandpferd

Herkunft des Islandponys

Einer Legende nach hat Erik der Wikinger zwischen 870 und 930 einige Pferde nach Island gebracht. Aus der Kombination nordischer Ponys und mitteleuropäischer Pferderassen entwickelte sich dann das Islandpferd, auch Islandpony oder Isländer Pony genannt. Bedingt durch Islands Klimaverhältnisse entstand ein robustes, wetterhartes und spätreifes Pferd. Mit vier Jahren werden Islandpferde erst eingeritten, sie werden aber sehr alt und sind bis ins hohe Alter von 30 bis 35 Jahren noch zu reiten. In seiner Heimat lebt das Islandpony halbwild in großen Herdenverbänden und ist daher sehr selbstständig. Stuten können ohne menschliche Hilfe problemlos Fohlen zur Welt bringen. Für die Zucht werden nur reingezogene, aus Island stammende Pferde verwendet. Verlässt ein Isländer Pony die Insel, darf es nie wieder zurückkehren. Damit zählt die Rasse der Isländer zu den reinsten Rassen weltweit. Nach Island ist Deutschland das größte Zucht- und Exportland für Islandponys.

Ein Isländer auf einem Tölt-Turnier

(Bildquelle: Daniel Waßmuth)

Charakter und Einsatzbereich

Gewöhnt an die harte Natur Islands sind Eigenschaften wie Stärke, Kraft, Ausdauer und Selbstständigkeit mit dem Wesen der Islandpferde verbunden. Lange wurde das Gangpferd als Lasttier eingesetzt und eignet sich heute besonders als Reitpferd für Erwachsene. Durch das Leben in der Herde entwickelte der Isländer ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein und ein intaktes Sozialverhalten sowie Zuverlässigkeit und ist mit diesen Eigenschaften ein angenehmes Freizeitpferd für die ganze Familie, besonders im Geländebereich und Wanderreiten. Im Turniersport entstanden eigene Meisterschaften für Islandpferde, die Disziplinen wie Tölt- und Passrennen beinhalten.