Infos zu Kladruber

Kladruber

Der Kladruber wirkt edel und kräftig

Äußere Merkmale

Der Kladruber ist eine im Barocktyp stehende Warmblutrasse und ähnelt in Aussehen und Charakter dem Lipizzaner.

Auf italienische und spanische Pferderassen zurückgehend, zeichnet er sich vor allem durch ein edles Aussehen und einen Ramskopf mit großen, vorstehenden Augen aus. Der Hals ist hoch aufgerichtet und kräftig, der Rücken lang mit einem flachen Widerrist und einer geraden, kräftigen Kruppe.

Das kräftige Kladruber Pferd erreicht eine Größe von 162 bis 171 cm und wird ausschließlich als Schimmel oder Rappe gezüchtet. Besonders eindrucksvoll sind sein taktvoller Gang mit einer natürlichen Kadenz und die hohe Aktion der Vorderbeine im Trab.

Herkunft des Kladruber

Bereits im 16.Jahrhundert wurde der Altkladruber gezüchtet. Den Namen erhielt die Rasse vom 1579 gegründeten Hofgestüt Kladruby nad Labem in Tschechien, welches die Aufgabe hatte Pferde für zeremonielle Anlässe des Wiener Hofes zu züchten.

Das modernisieren des Typs rettete die Rasse

Entsprechend ausgesucht war die Zucht. Neben einem majestätischen Äußeren wurde der Kladruber ausschließlich als Schimmel für das Hofzeremoniell und als Rappe für das kirchliche Zeremoniell gezüchtet. Nach dem Ende der k.u.k-Monarchie fand die Beliebtheit des Kladruber dann ein jähes Ende. Besonders nach dem zweiten Weltkrieg war ihr Bestand gefährdet, da man jetzt Pferden den Vorzug gab, die für landwirtschaftliche Arbeiten besser geeignet waren. Erst die Einkreuzung von Friesen, Arabern und Lipizzanern und die Entstehung des modernen Typs konnte die Rasse dann wieder stabilisieren. 

Typisch für die Pferderasse: der Ramskopf

Charakter und Einsatzbereich

Mit seinem gutmütigen, nervenstarken und ruhigen Wesen verfügt der Kladruber über einen ausgezeichneten Charakter und eignet sich nicht nur als Familien- und Freizeitpferd. Auch heute noch findet er durch seinen Lernwillen und seine fleißige Art vor allem als Kutschpferd bei Adelszeremonien und im internationalen Turniersport Verwendung.

Edel im Galopp über die Weide

Durch seine gute Rittigkeit und seines stattlichen Auftretens erfreut sich das Kladruber Pferd aber auch bei Barockreitern und Dressurreitern immer größerer Beliebtheit, die mit ihnen Lektionen bis zur hohen Schule reiten.