Infos zu Lipizzaner

Lipizzaner

Lipizzaner

Äußere Merkmale

Das Pferd der Habsburger Monarchie kommt fast ausschließlich als Schimmel vor, was ihm die Bezeichnung des Kaiserschimmels einbrachte. Sind die Fohlen nach der Geburt noch dunkel, hellt sich das Fell mit sechs bis zehn Jahren komplett auf und wird weiß. Selten taucht der Lipizzaner auch als Fuchs, Rappen, Brauner oder Falbe auf. Die Bewegungen des Barockpferdes sind graziös und ausdrucksvoll. Sein Gang ist federnd mit hoher Knieaktion. Der hoch aufgesetzte Hals trägt eine ausgeprägte Mähne mit feinem Haar, das weniger üppig ausfällt. Mit einem Stockmaß zwischen 1,55 und 1,65 m wirkt der Lipizzaner sehr athletisch und elegant.

Herkunft des Barockpferdes

Die Rasse der Lipizzaner entstand aufgrund einer Initiative von Ehrherzog Karl II um 1580. In der Stadt Lipica, der damaligen Zuchtstätte der Habsburger Monarchie, wurden in die regionale Pferderasse spanisches, neapolitanisches und arabisches Blut eingekreuzt und somit die Entstehung des Pferdes „Karster Rasse Lipizzaner Zucht“ eingeleitet. Seit über 300 Jahren hat sich diese Rasse kaum verändert und ist somit die älteste Kulturrasse der Welt.

Lipizzaner Herde


Gezüchtet für den kaiserlichen Hof, dienten Barockpferde als Reit- und Paradepferde sowie zum Ziehen von Kutschen und auf Karussells. 1915 musste eine kriegsbedingte Evakuierung des Gestüts stattfinden, der Pferdebestand wurde aufgeteilt. Seitdem gibt es unterschiedliche Ausrichtungen der Zucht, zum einen auf den Reitsport zum anderen auf den Fahrsport. Lipizzaner erfahren eine Ausbildung an der Spanischen Hofreitschule in Wien, die parallel als Zuchtprüfung gilt. Bis heute hat sich die Zucht der weißen Edelpferde in ganz Europa verbreitet.

Ein Apfelschimmel im Galopp im Schnee

Dabei erfolgt die Namensgebung beim Dressurpferd nach einem bestimmten Schema: Als ersten Namen bekommt er den Namen der Stammlinie des Vaters, den zweiten Namen erhält das Fohlen von der Mutter. So lassen sich die Stammbäume auf lange Zeit zurückverfolgen.

Charakter und Einsatzbereich

Aufgrund eines rauen und gebirgigen Klimas der ursprünglichen Zuchtstätte entwickelte sich ein langlebiges, gesundes, zähes und widerstandsfähiges Pferd, welches über eine hohe Ausdauer verfügt.

Dank einer Jahrhunderte langen Ausbildung zur klassischen Reitkunst an der Spanischen Reithofschule in Wien und einer strengen Selektion auf positive Merkmale der Rasse zeigt das Barockpferd viele positive Eigenschaften auf.

Dazu zählen Freundlichkeit, Ausgeglichenheit, Ruhe, Eifer, Lernfähigkeit, Leistungswilligkeit, Mut und Gutmütigkeit. Die Einsatzschwerpunkte des Lipizzaners liegen heute in der Dressur und im Fahrsport.
Auf dem Nationalgestüt grasen die Zuchtstuten in der Sonne