Der Lusitano zählt zu dem Typ des Barockpferdes und weist eine abgerundete Quadratform auf. Das mit 1,55 bis 1,65 m nur mittelgroße Pferd erkennt man an seinem meist konvexen Profil. Der Portugieser hat einen edlen Kopf mit deutlichem Ramsprofil und einen geraden und kräftigen Rücken. Am häufigsten ist der Lusitano als Schimmel vertreten, aber auch Braune, Füchse und Pallominos kommen vor. Besonders begehrt sind Rappen, Cremellos und Falben, weil diese Farben bei der portugiesischen Pferderasse sehr selten sind.
Das Portugiesische Pferd zählt zu den ältesten Pferderassen Westeuropas und geht auf das heute fast ausgestorbene Sorraia Pferd zurück. Älteste Zeugnisse der Vorfahren dieser Rasse sind Höhlenmalereien aus der Zeit von 17.000 bis 13.000 v. Chr. Den Namen hat der Lusitano von der früheren Bezeichnung des Herkunftslandes Portugal, welches in der Antike den Namen Lusitania trug. Der Lusitano weist eine hohe Ähnlichkeit zum Andalusier auf und gilt in der Reinzucht als iberischer Vollblüter Portugals. Oft findet man für diese Rasse auch die Bezeichnung Puro Sangue Lusitano (PSL). Hauptziel der Zucht war ursprünglich die Arbeitseignung des Pferdes, das bei der Rinderarbeit eingesetzt wurde. Auch beim berittenen Stierkampf war das portugiesische Pferd nicht wegzudenken.
Der Puro Sangue Lusitano gilt als gelehrig, menschenbezogen, rittig, zuverlässig und vielseitig, aber auch als anspruchsvoll. Das Allroundpferd zeigt auch Veranlagung zur Hohen Schule und verzeichnet im Sportreiten speziell in der Dressur und im Vielseitigkeitssport Erfolge. Das portugiesische Pferd ist schnell, wendig und mutig und wird dank dieser Eigenschaften im berittenen Stierkampf eingesetzt. Durch seine Nervenstärke und sein Gehorsam eignet sich der Lusitano auch als Freizeitpferd, das unmittelbar auf Hilfen des Reiters reagiert und so einen fortgeschrittenen Reiter verlangt. Durch einen bequemen Sitz auf dem Lusitano ist dieser besonders bei Reitern mit Rückenproblemen sehr beliebt.