Infos zu Murgese

Der Murgese gilt als leistungsbereit, ausdauernd, robust, anpassungsfähig und trittsicher

Äußere Merkmale

Der im Wirtschaftstyp stehende Murgese ähnelt in seinem Äußeren dem Araber, Berber und Lusitano, von dem er auch abstammt. Der Kopf von dem kompakten Barockpferd ist gerade bis leicht ramsnasig und sitzt auf einem muskulösen und gut aufgesetzten Hals. Die Schulter ist lang und schräg, der Rücken kurz und gerade und die Kruppe breit und abgeschlagen. Charakteristisch für die Rasse Murgese ist auch das üppige Langhaar, der kompakte Rumpf mit stabilen Beinen und starken, gesunden Hufen und der kandenzierte Trab. Der Murghese erreicht eine Größe von 1,55 bis 1,68m. Häufigste Farbe von dem Warmblut ist Rappe, selten kommen aber auch Mohrenkopfschimmel vor. 

Häufigste Farbe von dem Warmblut ist Rappe, selten kommen aber auch Mohrenkopfschimmel vorHerkunft von dem Murgese

Das Barockpferd hat seinen Ursprung in Italien. Sein Name leitet sich von seinem Zuchtgebiet, der Murgia in der Provinz Bari in Apulien ab, wo der Murgese bis heute nur gezüchtet werden darf.  Seine Geschichte lässt sich bis ins 12. Jahrhundert zu den Kriegspferden von Friedrich II von Staufen zurückverfolgen. Dieser gründete in Bari 3 Gestüte, in denen er Rappen der Rasse Berber züchten ließ.

Wurden die Neapolitaner in der Zeit der Renaissance als Schulpferde sehr geschätzt, übergab man ihre Zucht im späten 19. Jahrhundert in die Hände der Landwirtschaft. Ursprünglich existierten wahrscheinlich 2 Schläge von dem Murghese - ein leichtes Saumtier und ein schwereres Arbeitspferd. Beide Pferdetypen galten durch die Umzüchtung zum Arbeitspferd um 1900 als fast ausgestorben.

Erst 1926 entschloss sich das italienische Landwirtschaftsministerium, die Rasse neu zu beleben und führte auf dem Gestüt Foggia eine strenge Selektion zur Verbesserung der Pferderasse ein. Anfang der 70er Jahre erhielt das Warmblut durch das persönliche Engagement von Mauro Aurigi  neuen Aufschwung und das Barockpferd fand jetzt vor allem im Reittourismus und als Arbeitspferd beim Holzrücken Verwendung. Heute hat der Sitz des Zuchtverbandes für Murgese und Esel von Martina Franca seinen Sitz in Martina Franca. Eine Besonderheit gibt es vor allem bei Namensgebung – der Anfangsbuchstabe der Pferdenamen richtet sich nach dem Geburtsjahr.

Eine Besonderheit gibt es vor allem bei Namensgebung – der Anfangsbuchstabe der Pferdenamen richtet sich nach dem GeburtsjahrCharakter und Einsatzbereich

Der Murgese gilt als leistungsbereit, ausdauernd, robust, anpassungsfähig und trittsicher  und zeigt mit Eigenschaften wie Leistungsbereitschaft, Ausgeglichenheit und Genügsamkeit einen ausgezeichneten Charakter. Durch ihren kompakten Körperbau und ihre herausragenden Grundgangarten wird die Rasse heute vor allem als Barockpferd eingesetzt. Aber auch beim Freizeitreiten, als Kutschpferd und als Dressurpferd findet er heute Verwendung – ebenso bei der Working Equitation, im Reittourismus und als Arbeitspferd! 

 ( Bildquelle: Kristiane De Tullio - Parco Piano )