Infos zu Oldenburger

Oldenburger stehen im kräftigen Sportpferde - Typ

Oldenburger

Äußere Merkmale

Der Oldenburger gehört zu den kräftigeren Sportpferdetypen und zeichnet sich durch seine langen und starkknochigen Beine aus. Der Schweif ist hoch angesetzt, der Hals lang und kräftig. Das großrahmige Oldenburger Pferd mit dem bemuskelten Rumpf erreicht eine Größe zwischen 1,65 und 1,79 m. Rappen, Braune, Füchse und Schimmel sind die möglichen Farbgebungen des Oldenburgers. Alle drei Gangarten fallen dem Oldenburger Pferd leicht und sind raumgreifend sowie taktmäßig.

Herkunft dieses Reitpferdes

Bereits im 17. Jahrhundert wurde der Alt-Oldenburger gezüchtet. Den Namen erhielt die Pferderasse von ihrem Hauptzuchtgebiet Oldenburg in Norddeutschland. Über die Jahrhunderte entwickelte sich das anfangs kräftige Zug- und Arbeitspferd zu einem eleganten Kutschpferd. Europaweite Bedeutung erlangte die Oldenburgerzucht durch den Pferdekenner und Förderer Graf Anton Günther von Oldenburg. Wichtige Wegbereiter für die Zucht waren die erste staatliche verordnete Hengstkörung 1820, die Einführung eines Stammregisters 1861 und die Gründung zweier Pferdezuchtverbände durch das Pferdezuchtgesetz im Jahre 1897.

Früher wurden Oldenburger hauptsächlich als Kutschpferde verwendet

1923 schlossen sich diese Verbände zum bis heute existierenden Verband der Züchter des Oldenburger Pferdes e.V. zusammen. In den 50er und 60er Jahren kam die Wende der Zucht hin zum modernen Reitpferd und Sportpferd mit der Einkreuzung von Vollblütern, Hannoveranern und Holsteinern. Auch Hengste französischer Herkunft wurden zur Veredlung herangezogen. Heute stellt die Zucht der Oldenburger einen der größten deutschen Pferdezuchtverbände.

Spektakuläre Gänge zeigt der Oldenburger in der Dressur

Charakter und Einsatzbereich

Mit Mut, Vernunft und Gutmütigkeit zeigt der Oldenburger einen ausgezeichneten Charakter. Wurde das Sportpferd mit dem gekrönten O früher ausschließlich als Kutschpferd eingesetzt, so stellt es heute ein ausgezeichnetes Spring- und Dressurpferd dar und ist führend in allen Disziplinen des Reitsports. Erfolgsfaktoren des deutschen Reitpferdes sind seine Leistungsbereitschaft und sein Leistungsvermögen, seine Rittigkeit sowie die moderne Typausprägung. Oldenburger sind oft an der Spitze von Meisterschaften des Reitsports anzutreffen.