Infos zu Traber

Traber

Äußere Merkmale

Als ausschließlich auf Rennleistung gezüchtete Pferderasse verfügt der Traber über ein uneinheitliches Exterieur und tritt in verschiedenen Pferdetypen (Cobtyp, Vollbluttyp, Warmbluttyp) auf. Kennzeichnend für alle Traber sind der trockene, mittelgroße Kopf, der schmale, tiefe Rumpf und das hervorragende Trabvermögen. Der Rücken von dem Trabrennpferd ist weich und oft mangelhaft geschlossen, die Kruppe gut bemuskelt und abfallend mit einem tiefen Schweifansatz. Charakteristisch für das Warmblut sind auch die stabilen Beine mit harten Hufen, die eine zehenweite Stellung vorne und Kuhhessigkeit hinten aufweisen sowie die gelegentliche Veranlagung zum Tölt und Pass. Das Rennpferd erreicht eine Größe von 1,45 bis 1,70m, alle Grundfarben sind vertreten.

Herkunft der Traber

Bei dem Traber unterscheidet man Zuchtlinien aus Amerika, Deutschland, Frankreich und Russland, ihre Zuchtgeschichte ist deshalb nicht einheitlich. Als ältestes Trabrennpferd der Welt gilt der Orlow-Traber, der seit dem 18. Jahrhundert in Russland gezüchtet wird. Zuchtziel war hier ein Pferd, welches nicht nur über eine gute Trabveranlagung, sondern auch über genügend Ausdauer und Härte verfügte, um als schnelles Rennpferd bei Wagenrennen eingesetzt zu werden. Einen besonderen Einfluss auf die Traberzucht hatte vor allem das American Standardbred, welches seit dem 19.Jahrhundert als vielseitiges Rennpferd für Trab- und Passrennen in den USA gezüchtet wird. Dieser auf Basis von besonders gangveranlagte Pferderassen wie den Narranganset Pacer und dem Englischen Vollblut gezüchtete Traber war wegen seiner Schnelligkeit sehr beliebt, so dass er heute die Grundlage für viele Traberrassen der Welt bildet. Auch in Deutschland existiert seit 1850 eine Traberzucht, die wegen ihrer besonderen Gangveranlagung heute auch als Töltende Traber gezüchtet werden.

Charakter und Eignung

Das Trabrennpferd gilt als besonders nervenstark, ausgeglichen, menschenbezogen und zeigt eine bemerkenswerte Leistungsbereitschaft.  Ursprünglich wegen seiner Ausdauer und seiner hervorragenden Trabveranlagung vor allem als schnelles Rennpferd für Trabrennen eingesetzt, findet er heute in vielen Disziplinen des Reitsports Verwendung. Wegen seiner unaufwändigen Grundgangarten, seinem ruhigen Wesen und seiner Härte wird der Traber vor allem als Wander- und Distanzpferd sowie beim Freizeitreiten eingesetzt. Sein bemerkenswertes Springvermögen und sein Ehrgeiz machen den Traber darüber hinaus zu einem guten Springpferd.