Pilgern mit Pferd auf den Jakobswegen

Zeit anders wahrnehmen, Natur neu entdecken,
die Sinne schärfen

Pilgern zu Pferd? Was soll das denn? Und dann auch noch den Jacobsweg….Santiago de Compostela ist doch viel zu weit weg!
Ja, aber nicht der Jacobsweg. Der Jacobsweg befindet sich zum Teil in Deutschland und kann etappenweise gegangen, aber auch geritten werden.

Wenn Sie jetzt das Bild eines naßgeschwitzten Reiters, der sein Pferd in schnellem Galopp über Reitwege treibt, vor Augen haben und Ihnen dieses Bild gefällt, weil es mit Anstrengung, Leistung und Erfolg zu tun hat, dann lesen Sie einfach nicht weiter oder lassen sich auf eine neue Erfahrung ein. Denn es geht beim hier beschriebenen Pilgern darum, wieder die Zeit für sich zu entdecken und wieder bewusst das Drumherum wahrzunehmen.

Pilgern steht für körperliche Bewegung als Ausgleich zum Alltagstrott, für Entdecken und Genießen, Entspannen und Regenerieren.

Beim Pilgern mit Pferd geht es nicht darum als Ponyexpress so schnell wie möglich so weit wie möglich zu kommen. Die Motivation als Pferdepilgerer unterwegs zu sein ist frei vom Zwang, schnell anzukommen, ist frei davon, den Erfolg an den zurückgelegten Kilometern zu messen, ja ist frei davon, sich überhaupt ein Ziel zu setzen. Das kann außerordentlich schwer sein.

Immer mehr Menschen fragen sich in den letzten Jahren, ob unsere heutige Art des Lebens nach dem Motto „höher, schneller, weiter“ nicht einen zu hohen Preis fordert. Ist unsere Lebensqualität danach zu bemessen, wie viel Dinge wir besitzen? Müssen wir wirklich immer höheren Ansprüchen genügen – sogar in unserer Freizeit?

Beim Pilgern mit Pferd sollen Sie die Muße erhalten, um ohne Hektik und alltägliche Ablenkung auf alten Pilgerpfaden eine Reise zu und mit sich selbst zu erleben.

Wir möchten jedem die Möglichkeit geben, wenigstens für kurze Zeit, seinem persönlichen Stress zu entfliehen und sich auf den Weg zur Ruhe und innerer Zufriedenheit zu  begeben. Das Pferd dient dabei als Medium und Katalysator; wer einmal erlebt hat, wie viel Ruhe ein entspanntes Pferd ausstrahlt, wird verstehen, was damit gemeint ist.

Pilgern mit Pferd bedeutet, dass wir in kleinen Gruppen von drei bis fünf Personen mit den Pferden unterwegs sind.
Somit bleibt für jeden genug Raum sein eigenes Tempo zu finden und seine eigenen Erfahrungen und Eindrücke zu verarbeiten.
Pilgern soll für uns, zurück zur Natur und zurück zu uns selbst bedeuten, aber auch Zeit für Stille und Zeit zum Ausruhen und Erholen.
Deswegen werden am Tag auch nur kurze Etappen zurückgelegt. Dabei muss man auch nicht unbedingt ein Reiter sein um Pilgern mit Pferd zu erleben. Da nur Schritt geritten wird, und auch die Reiter viele Strecken zu Fuß gehen, ist es ohne weiteres möglich die Strecke komplett zu laufen und sein Pferd als Packpferd dabei zu haben. Denn da wir ohne Tross unterwegs sind, tragen die Pferde unser gesamtes Gepäck.
Die Nächte verbringen wir in gemütlichen Gasthöfen und wenn möglich auch in Klöstern, wo wir kulinarisch verwöhnt werden.

Auf den Pilgerritten müssen sich die Teilnehmer um nichts kümmern. Die einzige Aufgabe besteht darin, die Seele baumeln zu lassen und sich dem Tempo der Pferde anzupassen

Pilgern mit Pferd kann als eine Option gesehen werden, der Hektik und dem Stress des Alltags zu entfliehen und neue Kraft und Energie aufzutanken.
Dadurch wird es Teil einer Idee, die als „Entschleunigung“ bekannt wurde.

Unsere Reise führt über alte Pilgerwege wie der Jakobsweg, die Bonifatiusroute oder der Eselsweg, welche schon viele Menschen vor uns gegangen sind, um ihrer Seele eine Auszeit zu gönnen und den Geist zu erholen.

Wie das persönliche Zeitempfinden die Lebensqualität beeinflussen kann, wissen erfahrene Pilger nur zu gut: Wer allein das Ziel vor Augen hat, mag zwar schnell ankommen, aber wenig Genuss empfinden. Wer sich auf die Begegnungen mit Mensch und Natur, Kultur und Geschichte am Rande des Weges einlässt,
wird Zeit anders wahrnehmen – auch wenn er vielleicht länger unterwegs ist.

Zeit neu zu entdecken ist eine der Erfahrungen, die Sie beim Pilgern zu Pferd erwartet. Die Auszeit aus dem Alltag wird aber noch andere Überraschungen bereithalten.

Die Wanderschaft durch Städte und Dörfer, über Wiesen und Feldwege schärft die Sinne.

Schon nach wenigen Stunden nimmt das Auge die Farben der Natur differenzierter wahr und die Ohren „erhören“ wie vielen Lebewesen ein Wald Raum bietet.
Dann wird Pilgern zu der „Reise nach innen“.


Nähere Infos unter : www.circlek.de
oder 0172-6913829