Qualitatives Heu erkennen

Qualitatives Heu erkennen

Das Heu des späten ersten Schnittes ist für den Pferdemagen das Beste

Je größer die Pflanze, desto größer ist auch der Rohfaseranteil, der für die Festigkeit und Stabilität der Stängel sorgt. Daher ist das Heu des späten ersten Schnittes, das Mitte der Blüte geerntet wird, das Beste für Pferde. Die Rohfaserstruktur ist ideal für die Kautätigkeit und für die Gärung im Dickdarm, die pflanzlichen Bestandteile, bzw. energie- und eiweißhaltigen Nährstoffe sind nicht mehr ganz so reichhaltig. Heu vom zweiten Schnitt (Öhmd) sollte aufgrund seines geringen Rohfaseranteils nur als später Schnitt verwendet werden. Generell muss eine Nachschwitzphase (Nachreifung) von 4-12 Wochen vor dem Füttern eingehalten werden. Besonders der 2. Schnitt sollte erst nach ausreichend langer Trocknungszeit verfüttert und mit Stroh vorgelegt werden. Außerdem muss man hier vermehrt auf Schimmelbildung achten.

Weitverbreitet bei Heu: die Bodentrocknung

Da frisches Heu „schwitzt“ und sich entzünden kann, sind Stallbetreiber per Gesetz und durch Feuerversicherung verpflichtet, die Temperatur in regelmäßigen Abständen zu überprüfen. Anders kann es im Brandfall als fahrlässige Brandstiftung gelten.

Gutes Heu erkennt man an der frischen grünen Farbe und dem aromatischen Duft, der durch den Kräuter- und Kleeanteil entsteht. Riecht es brandig, gab es eine Überhitzung während der Trocknung. Ideal ist ein Heu, das sich beim Anfassen rau anfühlt, relativ blattarm und stängelreich ist, da hier mit einem geringeren Eiweiß- und hohem Rohfaser- und Strukturanteil zu rechnen ist. Bei einem Knicktest sollten außerdem fast alle Halme durchbrechen. Zu Weiches ist meist zu blattreich und birgt zu viel Eiweiß und nicht genügend Rohfaser. Sperriges, zu stängeliges Heu ist zu spät gemäht und kann unter Umständen Blinddarmverstopfungen hervorrufen durch die schlechtere Verdaulichkeit. 

Gutes Heu riecht frisch und aromatisch und hat nicht zu weiche Stängel

Augen auf beim Heutest

Sehr brandig, muffig-dumpf oder sogar faul riechendes Heu sollte man nicht verfüttern. Ebenso wenig sehr staubiges, verschmutztes oder gar schimmeliges Raufutter, da neben der Kolikgefahr auch eine Schädigung der Atemwege oder Leber- und Fruchtbarkeitsstörungen die Folge sein können.

Sind die Heuballen außen etwas braun, ist dies nicht weiter schlimm, da Cholorophyll (Blattgrün) nicht lichtstabil ist, was die Halme verblassen lässt. Vor allem bei Heustauballergikern hat sich vorheriges „Waschen“ bewährt. Mittlerweile gibt es aber Methoden, das Heu durch Bedampfungen mit über 100 Grad von Staub, Sporen, Bakterien und Milben zu befreien. Das Raufutter wird zugleich schmackhafter und selbst chronisch an den Atemwegen erkrankte Tiere erfahren durch bedampftes Heu erhebliche Linderung.

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