Rechtsgebiet Pferdekauf - Gefahren für Reiter, Pferdehalter und Stallbesitzer

Tatsächlich ist das sogenannte Pferderecht kein eigenes Rechtsgebiet, doch hier umfasst ist die Thematik rund um Kauf, Reiten, Haltung, Tiermedizin. Diese Auswahl ist sehr komplex und berührt zahlreiche Teilgebiete des  Rechts. 

Tatsächlich ist das sogenannte Pferderecht lein eigenes Rechtsgebiet, doch hier umfasst ist die Thematik rund um Kauf, Reiten, Haltung, Tiermedizin. Diese Auswahl ist sehr komplex und berührt zahlreiche Teilgebiete des  Rechts.


Hier eine kleine wissenswerte Aufstellung:

Wer sich entschließt ein Pferd zu kaufen, sollte bedenken, dass der Privatkäufer die sogenannte Sachmängelgewährleistung vertraglich ausschließen kann. Ein Händler dagegen kann die Gewährleistung nicht ausschließen. Das bedeutet, hatte das Pferd bei der Übergabe einen Mangel, kann der Käufer bei einem Privatkauf unter Umständen nicht mehr vom Kauf zurücktreten. Wurde das Pferd hingegen bei einem Händler gekauft, muss der Käufer dem  Händler eine angemessene Frist zur Nacherfüllung geben. Erst wenn diese Frist abgelaufen ist ohne dass der Mangel beseitigt wurde, kann der Käufer seinen Kauf beim Pferdehändler durch Rücktritt rückgängig machen. Aber Achtung! Um sich der Gewährleistung zu entziehen, schieben viele Händler immer wieder Privatleute vor.

Anzuraten ist stets einen Pferdekaufvertrag von einem Rechtsanwalt prüfen zu lassen. Auch sollte der Kauf zusammen mit einem Fachkundigen getätigt werden, der die Geeignetheit des zu erwerbenden Pferdes überprüfen soll. Leider kommt es immer wieder vor, dass das Pferd zum Zeitpunkt des Kaufes lammfromm erscheint, dann aber sein Wesen ändert und Widersetzlichkeiten zeigt, wenn es beim neuen Eigentümer angekommen ist. Aus diesem Grund ist immer anzuraten nicht nur eine Ankaufsuntersuchung, sondern auch eine Blutprobe machen zu lassen um möglichweise ein Doping des Pferdes nachzuweisen. 

Reiter sollten eine Unfallversicherung und Haftpflichtversicherung  für ihr Pferd abschließen. Reitlehrer sind gut beraten eine spezielle Reitlehrerhaftpflichtversicherung zu haben. Mit einer sogenannten Schadenobhutversicherung sollten Betreiber eines Reitanlage vorsorgen, wenn sich das Pferd durch die Reitanlage verletzt.  Diese greift dann, wenn Pferde eingestellt worden sind und durch die Anlage oder durch Angestellte bzw. Tieraufseher verletzt werden.
Auch auf der Weide kann es zu Unfällen kommen


Zwei Beispiele hierfür:

Einer Auszubildenden wird das Longieren eines Problemhengstes überlassen. Dieser bockt so unglücklich, dass er sich das Genick bricht. Obwohl der Reitstallinhaber eine solche Aufgabe einem unerfahrenen Azubi nicht hätte übertragen sollen, kommt für den Schaden voll und ganz die Obhutschadenversicherung auf.

Beim Führen eines eingestellten fremden Pferdes kommt es zur Kollision mit einem Fahrzeug. Der Stallbetreiber hat keine Schadenobhutversicherung. Das Pferd stirbt. In diesem Fall muss dieser für den Schaden alleine aufkommen.

Auch häufig kommt es zu Verletzungen bei Pferden auf der Weide. Hier muss nachgewiesen werden, dass der Schaden des Pferdes durch das andere Pferd verursacht worden ist. Dies kann in vielen Fällen problematisch werden, wenn keine Zeugen vorhanden sind. Dennoch können zumindest aus der Art der Verletzung Rückschlüsse gezogen werden, dass diese zum Beispiel durch Huftritte entstanden sind. Verletzt sich dagegen ein Pferd in einer Herde ist die Beweislage weitaus schwieriger. Welcher der weidenden Pferde den Hufschlag letztlich ausgeführt hat, kann nicht festgestellt werden. In diesem Fall haften alle anderen Pferdehalter als Gesamtschuldner. 

Dies ist nur eine kleine Auswahl der möglichen Gefahren für Reiter, Pferdehalter und Stallbesitzer. Weitere Informationen findest du hier:www.kanzlei-duex.com