Rheinisch -Westfälisches Kaltblut

 
Rheinisch -Westfälisches Kaltblut

Herkunft Deutschland, Hauptzuchtgebiet Westfalen
Stockmaß   158 bis 165 cm
Charakter Leichtfuttrig, guter Charakter, gutes Temperament, arbeitswillig mit raumgreifenden Gängen
Verwendung Arbeitspferd für Land- und Forstwirtschaft sowie Gewerbe Beschreibung Harmonisches Pferd mit schönem Gesicht und ausdrucksvollem Auge; kräftiger, gut aufgesetzter Hals, mittelschwerer Körper, schräge, muskulöse Schulter. Runde, leicht gespaltete, gut bemuskelte Kruppe. Korrektes, trockenes Fundament mit harten Hufen. Kräftiges Langhaar, Doppelmähne und Behang. Braune, Füchse, Rapp-, Braun- und Fuchsschimmel. Mitte des 19.Jh. wurden in der Provinz Westfalen zur Zucht eines Kaltblutpferdes zunächst Clydesdales und Suffolks eingesetzt, bis 1881 die ersten ,Belgier" ins Land kamen. Engagierte Züchter und das 1904 gegründete Westfälische Pferdestammbuch trieben die Zucht voran, indem sie Kaltblutstuten aus dem Rheinland und Belgien einführten. Dies führte bis zum 2. Weltkrieg zum ?westfälischen Typ". Neben dem Rheinländischen Kaltblut erlangte das ?Rheinisch-Westfälische" Kaltblut mehr und mehr Bedeutung. Wichtige Linienbegründer waren die Hengste Albin d'Hor, geb. 1916, ein tiefrumpfiger, mittelgroßer Braunschimmel, und Christal de Baele, geb. 1921, ein mittelschwerer, heller Schimmel mit großen weißen Flecken. Von den Veränderungen nach 1945 blieb auch die Kaltblutzucht in Westfalen nicht verschont. Bedeutend für die letzten Jahrzehnte war der trockene, wendige braune Hengst Tonus, geb. 1972, der über seinen Großvater Torol das Blut der nach 1945 aufgestellten Schwedenardenner führte. Wenn auch die Zahl der Hengste und Stuten heute keinem Vergleich mit der vor 1945 standhalten kann, braucht ihre Klasse den Vergleich nicht zu scheuen.