Rottaler

 
Rottaler

Herkunft Deutschland, Hauptzuchtgebiet Bayern
Stockmaß   um 160 cm
Charakter Leistungsbereit mit gutem Charakter und Temperament, leichtfuttrig, fruchtbar, langlebig, gesund und hart
Verwendung Vorzügliches Reit-, Fahr- und Freizeitpferd mit schwungvollen, raumgreifenden, elastischen Bewegungen. Springt auch gern Beschreibung Gefälliger, großliniger, mittelschwerer Warmblüter. Kräftiges, korrektes Fundament. Vor allem Braune.

Die Pferdezucht im niederbayerischen Rottal kann auf eine tausendjährige Geschichte zurückblicken. Grundstock der Zucht bilden die nach der Schlacht am Rott (909) und auf dem Lechfeld (955) zurückgelassenen ungarischen Pferde, die mit dem bodenständigen Landschlag gekreuzt wurden. Bereits im 11. Jh. war der ?Rottaler Fuchs" ein gängiges, kräftiges Reitpferd. Mit der Aufstellung von Hengsten durch Klöster und später durch die landesherrlichen Hofstallungen im 19. Jh. begann die planmäßige Förderung der Zucht. Der Aufschwung begann, als die königlich bayerische Gestütsverwaltung 1840 die ersten Beschäler - Hengste engl. Abstammung - im Rottal aufstellte, denen um 1880 Oldenburger folgten. 1906 wurde der Rottaler Pferdezuchtverein gegründet und ein Zuchtbuch angelegt. Linienbegründer des neuzeitlichen Rottalers wurde durch seine durchschlagende Vererbungskraft der im Rottal gezogene Hengst Edelweiß, Schwb., geh. 1913, v. Edelwolfl - Antonette 167, gut gebaut und wohlgeformt mit vorzüglichen Gängen. Auf der Höhe der Zucht stehend brachten die Jahre nach 1945 für die Rasse einschneidende Veränderungen, die zum Bayerischen Warmblut und zur Schließung des Stutbuches führten. Der 1988 gegründeten IG Rottaler Warmblut ist es zu danken, daß das Stutbuch 1995 wieder eröffnet wurde.