Spannendes Springturnier in den Frankfurter Festhallen

Spannendes Springturnier in den Frankfurter Festhallen

Vom 15.-18. 12. 2011 waren die Spitzensportler aus allen Herrenländern beim Internationalen Festhallen Reitturnier in Frankfurt vertreten um gemeinsam um bei den internationalen Springprüfungen mit zu mischen.  Rund 43.000 Besucher strömten an den vier Wettkampftagen in die Hallen und verfolgten mit Emotion und Spannung den Sport. Am Sonntag kamen allein rund 6000 Pferdesportfans jeden Alters in die Arena und bereiteten zwei besonderen Pferden einen herzlichen Abschied:  Lars Niebergs inzwischen 17 Jahre alte Hannoveraner Stute Lucie wird künftig vom Sport auf Zucht „umschulen“ und ging in Frankfurt ihren letzten Großen Preis an. Noch bevor der begann, sauste der 1994 geborene KWPN-Wallach in eine letzte Ehrenrunde. Mario Stevens bietet seinem Top-Pferd nun einen komfortablen Ruhestand in vertrauter Umgebung. Mit dem Wallach nahm bereits Rolf-Göran Bengtsson (Schweden) erfolgreich an den Olympischen Spielen in Athen und an den Europameisterschaften in San Patrignano teil und verkaufte das Pferd an Mario Stevens, der u.a. das MASTERS LEAGUE Finale 2009 mit Mac Kinley gewann.

Christian Ahlmann auf dem neunjährigen Lucky Lord

Christian Ahlmann gewinnt den internationalen Auftakt

Christian Ahlmann kam, sah und siegte. Der Weltcupsieger aus dem westfälischen Marl trat im Bankhaus Metzler Cup, einem klassischen Fehler/Zeit-Springen zum Auftakt des internationalen Programms an und machte alles richtig. Mit dem neun Jahre alten Lux-Sohn Lucky Lord wollte der Westfale eigentlich eine lockere Runde im Parcours drehen, erfuhr dann, dass die Auftaktprüfung mit sage und schreibe 23.000 Euro dotiert ist, mithin also auch noch Weltranglistenpunkte liefert und „orientierte“ sich „um“.

Also nicht ganz so locker und lässig, aber flott und effizient in fehlerfreien 47,42 Sekunden beendete er den Parcours und gewann. Hinter ihm reihte sich auf dem Internationalen Festhallen Reitturnier der Niederländer Gert-Jan Bruggink mit dem Oldenburger Cash Junior ein und Dritter wurde Italiener Emanuele Gaudiano mit Dassino.

Christian Ahlmann mit Codex One in ihrem Siegesritt

Weltcupsieger holt sich MASTERS LEAGUE Sieg in Frankfurt

Am Sonntag lieferte der 38 Jahre alte Ahlmann dann einen fehlerfreien Ritt mit dem neun jährigen Hannoveraner Codex One in 35.08 sec und gewann. „Ich hätte nicht gedacht, dass Codex One beim dritten Turnier nach seiner Pause schon wieder so mitmachen kann“, freute sich Ahlmann, der am 17. Dezember seinen Geburtstag feiern konnte.

Zweiter wurde der 26jährige Jörg Oppermann mit dem Holsteiner Hengst Che Guevara mit einer Zeit von 35.44 Sekunden. Oppermann wird bis Februar eine Pause einlegen um sich für eine junge Nationenpreis-Equipe in Wellington/Florida vorzubereiten.

Dritte wurde Titelverteidigerin Janne Friederike Meyer mit dem mächtigen Holsteiner Holiday by Solitour. „Ich bin unheimlich stolz auf ihn, denn er ist ja nicht gerade ein typisches Hallenpferd, aber wie er das in den letzten zwei Tagen hier gemacht hat, hat mich wirklich gefreut“, schwärmte die Mannschafts-Europameisterin, die in buchstäblich letzter Sekunde am Samstagabend die Qualifikation zum Großen Preis sichergestellt hatte. Schlüssiger Kommentar dazu: „Ich kann eigentlich ganz gut unter Druck reiten“.

(Bildquellen: Ahlmann, Lucky Lord: www.sportfotos-lafrentz.de; Ahlmann, Codex One: Karl-Heinz Frieler)