Stress beim Füttern? Nein danke!

Stress beim Füttern? Nein danke!

gemeinsame Pferdefütterung aus einem Trog kann Stress & somit hastiges Schlingen verursachen

Auch Pferde leiden unter Stress. Und nicht nur Turniere oder Transporte lösen beim Pferd solche Situationen aus. Vor allem wird die Pferdefütterung häufig zum Dauerstress und ist nicht nur der Auslöser für Verhaltensstörungen und Gewichtabnahme: Auch Krankheiten wie Magengeschwüre und Kotwasser werden oft durch Futterstress hervorgerufen.

Zu einseitige Pferdefütterung

Stress bei der Pferdefütterung hat in der Regel verschiedene Ursachen. Gerade bei der Boxenhaltung sind neben Futterneid und Unruhe während der Fütterungszeit hauptsächlich zu lange Pausen zwischen den Futtergaben sowie eine einseitige Pferdefütterung mit Kraftfutter die häufigsten Ursachen für Futterstress.

Das Shetlandpony verteidigt

Pferde sind Flucht- und Herdentiere und insbesondere Dauerfresser, die für eine gute Verdauung darauf angewiesen sind, über 16-20 Stunden täglich regelmäßig kleine Futtermengen zu sich zu nehmen. Zudem stellt sich beim Pferd ein Sättigungsgefühl erst ein, wenn das Futter über einen längeren Zeitraum gekaut und eingespeichelt wird. Auch für einen intakten Stoffwechsel ist die Pferdefütterung mit einem vielseitigen, energiearmen und rohfassereichen Futtermittel sehr sinnvoll.

Separate Fressbereiche im Offenstall

Um Stress bei der Pferdefütterung zu vermeiden, ist deshalb nicht nur die regelmäßige Fütterung mit Raufutter wie Heu und Stroh - aber auch Gras! - ratsam. Auch eine Fütterung mit einem Heunetz verlängert ebenso wie ein Futterautomat die Fresszeit und vermeidet so geschickt Neid, Unruhe und Stress während der Fütterungszeit. Die Mengen und Zeiten sind dabei variabel regulierbar und werden entweder über einen Zentralcomputer gesteuert oder einzeln programmiert.

Viele Futterstellen vermeiden Futterneid

Bei der Haltung im Offenstall oder Aktivstall ist dagegen gerade für alte oder rangniedrige Tiere eine Pferdefütterung in Futterständern, Futterboxen oder von der Anlage getrennten Paddocks sehr sinnvoll. Auch durch Rund- oder Eckraufen sowie ein in Bodennähe angebrachtes Heunetz, an denen mehrere Pferde gleichzeitig fressen können, kann Futterneid und Stress vermieden werden. Bei loser Raufuttergabe auf dem Paddockboden hat sich bewährt immer einen Haufen mehr als die Gesamtzahl der Pferde zu verteilen.

Deutlich erkennbar: die Rangordnung bei der Pferdefütterung

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