Von Gras zu Heu - die Herstellung des grünen Raufutters

Von Gras zu Heu - die Herstellung des grünen Raufutters

Idyllisch trocknen die Heuberge

Heu ist getrocknetes Gras und ist lange haltbar (1,5 Jahre). Nach Gras ist es das beste natürliche Futter für das Pferd und traditionell als Winterfütterung hergenommen. Heu wird auf speziell angelegten Mahdweiden angebaut, wo meist nur wenige Grassorten vorkommen, dafür aber mit hohem Proteingehalt. Wiesenheu von etablierten Dauerweiden setzt sich aus einer Vielzahl verschiedener Grassorten zusammen und im Idealfall auch aus vielen Kräutern und Wildpflanzen, die einen relativ geringen Proteingehalt aufweisen, der sich positiv auf die Pferdegesundheit auswirkt.

Wichtig ist der Trocknungsprozess

Grüne, frisch geschnittene StängelGenerell darf frisch geerntetes Heu erst nach der „Schwitzfase“ (8-12 Wochen) verfüttert werden, wenn Aromastoffe und Verdaulichkeit zunehmen, die Oxidation das Grün etwas bleichen lässt und die Gifte des Hahnenfußes abgebaut sind. Andernfalls drohen dem Pferd Magen-Darm-Beschwerden und Hufrehe. Vor und während des Trocknungsprozesses sind Wetterprognosen sehr hilfreich. Je länger das Heu zum Trocknen auf der Wiese liegt, desto mehr verändert sich der Nährwert und somit die Qualität. Denn regnet es während der Trocknungszeit vielfach, verblasst das frische Grün und wertvolle lösliche Stoffe wie Mineralien, Zucker und Proteine werden herausgewaschen und auch Vitamingehalte wie z.B. Karotin sinken. Färbt sich das Heu braun bis schwarz, war es zu hohen Temperaturen während der „Schwitzfase“ ausgesetzt und besitzt nur noch wenige Nährstoffe und eine geringe Eiweißverdaulichkeit.

In der Winterfütterung ersetzt Heu das frische Gras des Sommers

Viele Einflüsse formen die Qualität

Der Nährstoffgehalt des Raufutters ist abhängig von vielen Faktoren. Zum einen spielen die Lage der Wiesen und deren Böden eine Rolle, die botanische Zusammensetzung, die Düngung, die Witterungsverhältnisse und der Nährstoffgehalt zum Zeitpunkt des Schnittes, zum anderen aber auch der Schnittzeitpunkt selber, die Erntetechnik, Trocknungsdauer und nicht zu vergessen die Lagerung.

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