Wurmkur für Fohlen und Jungpferde empfehlenswert

Wurmkur für Fohlen und Jungpferde empfehlenswert

Stute säugt ihr Fohlen

Infektion mit Magen-Darm-Parasiten durch die Mutter

Normalerweise erfolgt die erste Wurmkur bei Pferden in den Monaten April und Mai, die zweite folgt anschließend im Juni oder Juli. Doch wie ist das eigentlich bei Fohlen und Jungpferden? Nach elf Monaten Tragezeit gebären Stuten ihre kleinen Fohlen. Kommt das Fohlen auf die Welt, wird es zunächst mit der Muttermilch ernährt. Diese erste Muttermilch, die Kolostralmilch, enthält die für das Fohlen überlebenswichtigen Antikörper gegen die wichtigsten Krankheitserreger und hilft, das Immunsystem aufzubauen und zu stärken. Zusätzlich ist eine optimal zugeschnittene Entwurmungs-Strategie notwendig, denn neben der der Milch nimmt das Fohlen auch Kot der Mutter mit wichtigen Darmbakterien auf, die für das Verdauungssystem eine wichtige Rolle spielen. Allerdings können sowohl im Kot als auch in der Muttermilch selbst Magen-Darm-Parasiten wie zum Beispiel Zwergfadenwürmer enthalten sein, die beim Fohlen zu hohem Flüssigkeitsverlust durch Durchfall und sogar zu Wachstumsstörungen führen. Daher beginnt der Fohlenschutz bereits bei der Stute: diese sollte sich etwa vier Wochen vor dem Geburtstermin einer gründlichen Wurmkur unterziehen. Es empfiehlt sich der Wirkstoff Ivermectin in Kombination mit einem Breitband-Antiparasitikum. Grundsätzlich ist es so, dass gerade Fohlen besonders anfällig für das gesamte Spektrum an Magen-Darm-Parasiten sind. Einige von ihnen, wie etwa der Spulwurm, können sehr gefährlich werden, da sie ab einer gewissen Körperlänge neben Durchfall auch zu Verstopfung, begleitet von lebensbedrohlichen Koliken, führen. Kräuter wie Pfefferminze als alternative Wurmkur

Frühzeitige Entwurmung bei Fohlen angebracht

Im Alter von zwei Wochen ist die erste Wurmkur bei Fohlen empfehlenswert, danach alle vier bis acht Wochen. Bei der Erstentwurmung wird wieder Ivermectin angeraten, da dieser Wirkstoff besonders wirksam gegen Zwergfadenwürmer und Spulwürmer ist. Die Dosierung sollte immer unbedingt auf das Körpergewicht abgestimmt sein, denn Wurmkuren bestehen aus chemischen Wirkstoffen, die Darm und Leber der Pferde belasten. Besucht das Fohlen gemeinsam mit seiner Herde die Weide, ist eine Wurmkur mit einem Breitband-Antiparasitikum sinnvoll. Im kommenden Winter und darauffolgenden Sommer sind Wurmkuren im Abstand von etwa acht Wochen angemessen. In den letzten Jahren hat die Homöopathie auch für Pferde mehr und mehr an Bedeutung gewonnen, daher kann der Pferdebesitzer durchaus überlegen, homöopathische Alternativen der Entwurmung durch Kräuter oder Propolis in Betracht zu ziehen. Bei Fragen gibt der entsprechend geschulte Tierarzt gerne weiter Auskunft. Besonders kritisch bei der Aufzucht von Jungpferden wird die Zeit des Absetzens von der Muttermilch betrachtet, da dies enormen Stress für das Fohlen bedeutet. Daher ist gerade dann besondere Aufmerksamkeit geboten, um eine ernsthafte Infektion des Fohlens mit Parasiten möglichst zu vermeiden. Eine Wurmkur jeweils vier Wochen vor und vier Wochen nach dem Absetzen hat sich hierbei für die Fohlen bewährt. Fohlen und Stute zusammen auf der Weide