Wer im Sattel sitzt, hat meist auch Unterricht. Dann ist ein guter Reitlehrer – oder eine Reitlehrerin – Gold wert. Und natürlich solltest Du offen mit ihr oder ihm sprechen können. Trotzdem solltest Du bei einigen Bemerkungen vorsichtig sein. Zehn Sätze, die Reitlehrer nicht hören möchten – mit Augenzwinkern…
Egal, ob Freizeit, Springen oder S-Niveau in der Dressur: Wer reitet, nimmt meist auch Unterricht. Doch: Den passenden Reitlehrer finden – das ist manchmal gar nicht so leicht. Denn selbst eine Reitlehrerin mit bestem Ruf und großen Erfolgen garantiert nicht, dass jeder Reitschüler bei ihr etwas lernt. Schließlich will nicht jeder Reitschüler ein Champion werden.
Um den richtigen Reitlehrer zu finden, gilt: Vertrauen ist wichtig, die Chemie muss stimmen. Und eine gute Kommunikation gehört auch dazu.
Haben wir den Reitlehrer unseres Herzens gefunden, können wir die Reitstunden genießen. Und hoffen, dass er oder sie auch bleibt. Eine gute Beziehung hilft da natürlich. Und für die gilt es, einige Bemerkungs-Fettnäpfchen zu umschiffen. Zehn Sätze, die Du besser nicht sagen solltest:
1. Mein letzter Reitlehrer fand mich toll
Wenn Du einen verwirrten Reitlehrer haben möchtest, dann ist dieser Satz perfekt. Denn damit bringst Du ihn garantiert ins Grübeln. Schließlich sorgt er dafür, dass er sich direkt einige Fragen stellt. Zum Beispiel: Wenn Dein letzter Reitlehrer Dich toll fand – warum ist er dann nicht mehr Dein Coach?
Möchtest Du Deinem Reitlehrer damit sagen, dass Du nur mit Lob reiten kannst, dann solltest du dir vielleicht seine Arbeitsplatzbeschreibung noch einmal durchlesen. Reitlehrer sollen ihren Schülern nicht die ganze Zeit sagen, dass sie toll sind. Sie sollen sie fördern – und dazu gehört auch, auf Fehler hinzuweisen. Wenn Du das nicht willst, hol Dir lieber Fans. Die geben Dir den Applaus, den Du möchtest.
2. Ich muss absagen – es soll regnen
Dieser Satz wird Deine Reitlehrerin garantiert freuen. Und bestimmt hat sie Verständnis dafür, dass Du nicht nass werden möchtest. Sie steht schließlich nur im Regen neben Dir auf dem Platz und gibt auch bei schlechtem Wetter ihr Bestes…

3. Ihr Tipp hat nicht funktioniert, aber meine Freundin wusste Rat…
Natürlich ist es gut und richtig, dass Du Dir immer mal wieder eine zweite oder auch dritte Meinung anhörst. Vor allem, wenn es um Probleme beim Reiten geht. Und tatsächlich kann Deine Freundin auch eine tolle Idee haben, die Dich und Dein Pferd weiterbringt. Nur: Das solltest Du vielleicht ein bisschen netter formulieren – zumindest, wenn Du den Reitlehrer behalten möchtest. Du willst doch auch nicht hören, dass Deine Tipps für den Müll sind – oder?
4. Im Internet steht aber…
Wenn Du Deinen Reitlehrer über kurz oder lang vergraulen möchtest, dann ist diese Bemerkung ein guter Anfang. Denn Sätze, die so beginnen, sorgen nicht nur bei Reitlehrern in den meisten Fällen für eine gewisse „Abwehrreaktion“. Und die Antwort: „Dann nimm‘ doch im Internet Unterricht“. Das stellt sich bestimmt gerne auch bei Winterkälte oder Sommerhitze an den Reitplatz und gibt dir jederzeit individuelle Tipps, die Du genau dann brauchst…
5. Und in zwei Jahren möchte ich in Aachen reiten…
Okay, Reiter, die feste Ziele im Blick haben, sind meist hochmotiviert. Und wenn Du bereits erfolgreich auf Vier-Sterne-Turnieren reitest, ist dies möglicherweise eine faire Erwartung. Wenn Du aber gerade erst beim Hausturnier beim E-Springen eine goldene Schleife bekommen hast, solltest Du vielleicht doch die Erwartungen an Dich und Dein Pferd etwas realistischer einschätzen. Deine Reitlehrerin wird es auf jeden Fall…

6. Mein Pferd ist heute etwas wild, können Sie es reiten?
Bitte wundere Dich nicht, wenn Dein Reitlehrer Dir auf diese Frage mit einem kurzen „Nein“ antwortet. Denn er soll Dir Unterricht geben – und keine Wildpferde bändigen. Und auch nicht Dein Pferd bereiten.
Wenn er sich zwischendurch mal auf Dein Pferd setzt, um Dir etwas zu zeigen, dann ist das wunderbar. Aber nichts, was Du ab sofort für immer erwarten kannst. Möchtest Du, dass nicht nur Du, sondern auch Dein Pferd bei ihm Unterricht nimmt? Dann buche ihn zusätzlich als Bereiter – und bezahl entsprechend.
7. Ich komme später, wir machen dann eben länger…
Ähm – nein! Deine Reitlehrerin ist nicht für Dein Zeitmanagement zuständig. Grundsätzlich gilt: Du hast eine bestimmte Zeit gebucht und sie steht dann bereit, um Dich zu unterrichten. Wenn Du es nicht schaffst, ist es Dein Problem und nicht ihres. Natürlich sind unerwartete Notfälle möglich. Und es gibt Reitlehrerinnen mit viel Verständnis. Sie reagieren dann auch, wenn möglich, flexibel. Aber das ist keine Pflicht, sondern ein Entgegenkommen…
8. Das fühlt sich komisch an, also muss es falsch sein!
Natürlich kannst Du Dich auf deine Gefühle verlassen. Nur Dein Reitlehrer muss Deinen Gefühlen nicht unbedingt Recht geben. Denn: Wenn Du jahre- oder sogar jahrzehntelang auf eine bestimmte Weise geritten bist, wird es sich immer seltsam anfühlen, wenn Du etwas änderst. Oder hast Du den Reitlehrer gebucht, damit er Dir sagt, dass alles genau so machen sollst wie immer?

9. Monatsende? Oh. Ich zahle nächste Woche, das ist doch okay…
Nein. Es ist nicht in Ordnung. Außer, Du zahlst immer erst nach Monatsende. Ansonsten gilt: Wenn Du schon lange bei Deiner Reitlehrerin Unterricht nimmst und es jetzt zum ersten Mal passiert – dann wird sie vielleicht Verständnis haben. Wenn Du das aber bereits nach dem ersten Monat machst, kann es sein, dass Du Dir schon bald eine neue Reitlehrerin suchen musst.
10. Reitlehrer, räum‘ noch die Stangen weg!
Mit diesem Satz schaffst Du in den meisten Fällen vor allem eins: Deinen Reitlehrer zu verärgern. Vor allem, wenn Du dabei richtig schön fordernd klingst, während Du noch „hoch zu Ross“ sitzt. Denn: Dein Reitlehrer ist nicht dafür da, Dir hinterher zu räumen. Egal, ob Bodenarbeiten oder Parcours – er sagt, was er braucht und wie es aufgebaut werden soll. Und sicher wird er auch beim Aufbau mithelfen. Aber eben mithelfen. Das heißt: Du musst auch Stangen und Co. wegräumen. Und dafür dann auch vom hohen Ross steigen…









Jeder Satz past, beim Traening spricht nkur der Reitlehrer