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7 Fakten: Darum ist Löwenzahn auch für Dein Pferd so gesund

Anke Rottmann by Anke Rottmann
25. Mai 2026
Pferd frisst Löwenzahn.

Foto: pixabay.com/MW (Symbolfoto)

Kinder lieben ihn – als Pusteblume! Und auch Pferdebesitzer schwören auf die gesunde Kraft der Pflanze. pferde.de verrät sieben Dinge, die Du über Löwenzahn wissen musst.

Er zählt zu den ältesten Heilpflanzen: Schon im Mittelalter wurde Löwenzahn zum Beispiel gegen Gelbsucht genutzt. Seinen Namen verdankt er übrigens seinem Aussehen: Seine Blätter erinnern nämlich an die Zähne eines Löwen.

Der Vorteil der Heilpflanze: Sie wächst fast überall – auch auf den Weiden. Hobbygärtner ärgern sich oft darüber, für sie ist Löwenzahn lästiges Unkraut. Unsere Pferde dagegen freuen sich über den gesunden Snack, den sie ganz nebenbei futtern können. Aber auch außerhalb der Saison kann Löwenzahn unseren Partner auf vier Hufen helfen. Hier die wichtigsten Fakten zum Heilkraut.

1. Der gesunde Power-Mix

Wusstest Du, dass im Löwenzahn mehr Vitamin A steckt als in Möhren? Und dazu jede Menge weitere gesunde Powerstoffe: auch die Vitamine B, C und D, Kalium, Magnesium und Kalzium sind enthalten. Dazu kommen noch wertvolle Bitterstoffe und Flavonoide.

Pusteblume und Pferd
Foto: Pixabay/Nikki Luijpers

2. Pusht die Verdauung

Vor allem die Bitterstoffe im Löwenzahn machen ihn in Sachen Verdauung so wertvoll. Sie fördern nämlich die Sekretion der Magen-Darm-Säfte und pushen die Gallenproduktion – das unterstützt die Verdauung des Pferdes. Übrigens: Auch wir Menschen können Löwenzahn dafür nutzen. Ein Löwenzahnsalat zum Beispiel soll helfen, dass wir „schweres“ Essen besser verdauen können.

3. Hilft bei der Entgiftung

Die Nieren haben vor allem einen Job: Sie sollen den Körper entgiften. Diese Giftstoffe werden dann über den Urin ausgeschieden. Und hier hilft Löwenzahn. Durch seinen hohen Gehalt an Kalium wirkt er harntreibend – und aktiviert dadurch die Nieren. Dabei wird auch der Stoffwechsel angeregt, damit er seine Abbauprodukte schneller abtransportiert.

Übrigens: Durch diese entschlackende Wirkung kann Löwenzahn als Kur auch bei angelaufenen Beinen genutzt werden.

Pferde auf Wiese mit Löwenzahn
Foto: Pixaybay/Assy (Symbolbild)

4. Löwenzahn unterstützt den Fellwechsel

Im Frühling oder Herbst kannst Du Löwenzahn auch während des Fellwechsels nutzen. Denn sein gesunder Mix stärkt zum Beispiel das Immunsystem. Tipp: Wenn Du Extra-Nährstoffe fürs neue Fell füttern möchtest, solltest Du das fürs Sommerfell von Ende Juli bis November machen, fürs Winterfell von Januar bis Mai.

5. Löwenzahn richtig füttern

Die Fütterungsempfehlung liegt bei einem Großpferd zwischen 20 bis 40 Gramm am Tag. Bei Ponys und Kleinpferden reicht die Hälfte. Im Sommer futtert Dein Pferd vermutlich Löwenzahn frisch von der Weide. Ansonsten hast Du zwei Möglichkeiten für die Fütterung. Du kannst getrockneten Löwenzahn zum Futter geben. Oder Du kochst einen Tee. Dafür kannst Du einen Teelöffel getrocknete Pflanzenteile mit kochendem Wasser übergießen, zehn Minuten ziehen lassen und dann abseihen. Denn Tee abkühlen lassen und dann so servieren oder übers Futter geben.

Löwenzahn hilft Pferden beim Fellwechsel.
Foto: pixabay.de/Pixel2013 (Symbolbild)

6. Die Pflanze richtig trocknen

Du möchtest Dir einen eigenen Löwenzahn-Vorrat anlegen? Kein Problem. Du kannst die Heilpflanze ganz unkompliziert selbst trocknen. Dafür sammelst Du am besten möglichst junge Pflanzen mit ihren Wurzeln. Tipp: Die Wurzeln kannst Du auch noch im Herbst sammeln.

Trenne danach die Blätter und Blüten von der Wurzel und säubere die Pflanzenteile vorsichtig mit einer Bürste oder einem trockenen Tuch. Die Pflanzteile locker zusammenbinden und an einem schattigen Platz zum Trocknen aufhängen. Die Wurzeln zum Trocknen in Scheiben schneiden und zum Beispiel auf eine Schnur fädeln.

Wenn du den Löwenzahn schneller nutzen möchtest: Die Pflanzteile aufs Backblech legen und im Backofen bei Umluft trocknen lassen. Während des Trocknens solltest Du die Ofentür einen Spalt offenlassen, so kann Feuchtigkeit entweichen. Trocken sind die Blätter, wenn sie leicht zerbröseln, sobald Du sie anfasst.

7. Vorsicht bei Rehe-Pferden

Vor allem im Sommer enthält Löwenzahn viel Inulin. Deshalb solltest Du ihn nicht an Pferden mit Hufrehe füttern. Und: Da Löwenzahn entwässernd wirkt, wird Dein Pferd mehr Durst haben. Achte deshalb darauf, dass immer ausreichend Wasser zur Verfügung steht.

Wenn Du Turniere reitest: nach den Anti-Doping- und Medikamentenkontrollregeln der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) kann bei Löwenzahnkur eine empfohlene Karenzzeit bis zum Einsatz vor einem Turnier bestehen. Am besten klärst Du mit deinem Tierarzt ab, ob und bis wann Du Löwenzahn nutzen kannst.

Tags: Kräuter für PferdeLöwenzahnPferdegesundheit

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