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Immunsystem stärken vom Pferd – mit diesen 7 Kräutern

Anke Rottmann by Anke Rottmann
12. Oktober 2025
Zwei Pferde stehen im Herst auf der Weide.

Foto: pixabay.com/Rick Trembley (Symbolfoto)

Du willst im Herbst das Immunsystem Deines Pferdes stärken? pferde.de nennt sieben Kräuter, die Deinem Partner auf vier Hufen jetzt gut tun.

Zur Stärkung des Immunsystem Deines Pferd gibt es viele Hausmittel, auf die Du zurück greifen kannst. Zum Beispiel auf Kräuter. Sie unterstützen die Pferdegesundheit sanft und natürlich. Nur: Welche Kräuter helfen wie? Hier kommt der Überblick. 

Insgesamt gilt: Du kannst die Pferdekräuter dem Futter beimengen oder über die Heuration streuen. Natürlich kannst Du Deinem Pferd auch einen Kräuter-Tee kochen.

Tipp: So bereitest Du Deinem Pferd als Hausmittel Kräutertee zu
Gieße 3 bis 6 EL der eder Kräutermischung mit heißem, nicht kochenden Wasser auf. Lasse den Tee 10 bis 15 Minuten ziehen. Nach dem Abseihen kannst Du Deinem Pferd den Kräutertee lauwarm „servieren“.

1. Brennnessel für die Abwehrkräfte vom Pferd

Die Pflanze gehört nicht zu unseren Lieblingen – schließlich brennt nach einer ungewollten Berührung unsere Haut. Dabei hat das Kraut viel mehr positive Eigenschaften! Und die sind bereits lange bekannt: Schon in der Antike wurden Brennnesseln genutzt – als Aphrodisiakum. Und der griechische Arzt Dioskurides empfahl das Trinken von Wein mit Brennnesselsamen. Im Mittelalter halfen dann Bäder in frischer Brennnessel gegen Rheuma.

Für Pferde ist vor allem ihr hoher Vitamin C-Gehalt interessant, damit übertrumpft die Brennessel sogar Zitrusfrüchte. Vitamin C stärkt das Immunsystem Deines Pferdes. Dazu steckt in dem Kraut auch Eisen, in Verbindung mit Vitamin C unterstützt das die Bildung roter Blutkörperchen.

Dazu hemmen Brennnesseln Entzündungen, wirken harntreibend und bringen die Nieren in Schwung. So regen sie die Entgiftungsorgane an und bereiten sie auf den Futterwechsel im Herbst vor.

2. Fenchel hilft dem Pferdemagen

Sie war bereits Heilpflanze des Jahres – kein Wunder, schließlich bringt Fenchel ein wahres Gesund-Paket mit. In der Pflanze stecken Vitamin C, Provitamin A, Vitamin B1, Vitamin B12, Vitamin B9, Vitamin E, Vitamin K, Kalium, Eisen, Kalzium, Magnesium und Ballaststoffen. In den Fenchelsamen sind dazu die ätherischen Öle Anethol und Fenchon.

Fenchelsamen
Foto: pixabay.com/Flomo001 (Symblfoto)

Vor allem im Herbst tut Fenchel den Pferden gut. Denn die Futterumstellung ist anstrengend. Fenchel entspannt die Bauchmuskulatur, wirkt blähungstreibend und fördert die Aktivität von Magen und Darm, so bleibt die Verdauung aktiv.

Und auch wenn im Herbst die Hustenzeit beginnt, helfen Fenchelsamen: Ihre ätherischen Öle verflüssigen das Sekret in den Bronchien und erleichtern das Abhusten. Dazu lockert Fenchel die Bronchialmuskeln.

Wichtig
Wichtig: Du solltest Deinem Pferd nicht mehr als 10 Gramm Fenchel täglich füttern. Bei Ponys und Kleinpferde reicht die Hälfte davon.

3. Hagebutte hemmt Entzündungen bei Pferden

Der Herbstklassiker darf in dieser Liste der Pferdekräuter natürlich nicht fehlen. Hagebutten sind nämlich ein richtig gesunder Herbst-Snack. In den roten Früchtchen steckt etwa die 10- bis 20-fache Menge Vitamin C einer Zitrone.

Hagebutten haben viele Vorteile für Pferde.
Foto: unsplash.com/Tobias Oetiker (Symbolfoto)

Daneben enthalten sie weitere wertvolle Vitamine wie Vitamin A, B,E und K. Diese Powerstoffe wirken entzündungshemmend und stärken das Immunsystem. Dazu unterstützen Hagebutten Dein Pferd bei der Futterumstellung: Sie helfen bei Durchfall, Verstopfung – und wirken aktiv gegen Darmparasiten.

4. Mariendistel regeneriert die Leber

Die Pflanze ist schon lange für ihre heilende Wirkung bekannt. Ihre positive Wirkung auf die Leber hat der Mariendistel sogar den Beinamen „Leberkraut“ eingebracht. Der Inhaltsstoff Silymarin hilft der Leber bei der Regeneration und unterstützt sie bei der Neubildung von gesunden Leberzellen.

In Kombination mit Artischocke oder Löwenzahn wird auch die Produktion von Gallenflüssigkeit beim Pferd angeregt. Damit unterstützt Mariendistel Pferde auch bei der Futterumstellung im Herbst.

Mariendistel
Foto: pixabay.com/Wolfgang Krzemien (Symbolfoto)

5. Schafgarbe regt den Appetit an

Schon in der Antike wurde Schafgarbe als Heilpflanze geschätzt. Für Pferde sind vor allem ihre Bitterstoffe interessant. Sie wirken leicht krampflösend, antientzündlich und regen Appetit und Verdauung an.

Dazu kann Schafgarbe vorbeugend gegen Mauke eingesetzt werden. Ihre Inhaltsstoffe kurbeln nämlich auch den Stoffwechsel im Beinbereich an. Das kann verhindern, dass die Haut an den Beinen dünner als üblich wird. So können auch Bakterien nicht so leicht in die Pferdehaut eindringen und dann zu Mauke führen.

Schafgarbe unterstützt im Frühling die Verdauung vom Pferd.
Foto: pixabay.com/Willfried Wende (Symbolfoto)

6. Süßholzwurzel löste Krämpfe

Ihren Namen verdankt die Pflanze ihrem süßen Geschmack. In ihr stecken rund 400 verschiedene Stoffe. Besonders interessant sind die Triterpensaponine (hauptsächlich Glycyrrhizin): Sie hemmen Entzündungen und schützen die Magenschleimhaut. Dazu enthält die Süßholzwurzel Cumarin, der beruhigend und krampflösend wirkt.

Was die Süßholzwurzel zu einem guten Hausmittel zur Stärkung des Immunsystems beim Pferd macht? Durch ihren hohen Anteil an Saponinen, Flavonoiden und ätherischen Ölen kann sie die Atemwege Deines Pferdes stärken, schont den Magen und regt die Verdauung an.

7. Spitzwegerich lindert Schmerzen

Auch der Spitzwegerich war schon einmal Arzneipflanze des Jahres. Der Grund: In ihm steckt zum Beispiel Vitamin C, B-Vitamine, diverse Mineralstoffe wie Kieselsäure, Zink und Kalium. Dazu enthält der Spitzwegerich Schleimstoffe, Bitterstoffe (Iridoide) und Gerbstoffe.

Durch diese Inhaltsstoffe hat das Kraut eine schleimlösende Wirkung und beruhigt die Atemwege des Pferdes. Dazu hemmen seine Gerbstoffe Entzündungen, lindern Schmerzen und wirken blutstillend. Und: Spitzwegerich hat er einen besonderen Geschmack, das kann appetitlose Pferde zum Fressen animieren.

Wichtiger Hinweis
Unsere Ratgeber ersetzen nicht die veterinärmedizinische Beratung bei Deinem Tierarzt. Sie dienen lediglich der Information und sollen einen Überblick über Krankheiten, Verletzungen und deren Behandlung liefern. Wenn Dein Tier Symptome zeigt, die auf Verletzungen, Krankheiten oder Unwohlsein hinweisen, solltest Du Dich unbedingt an eine Tierarztpraxis oder eine Tierklinik wenden.
Tags: Kräuter für PferdePferdegesundheitPferdekräuter

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