Du willst im Herbst das Immunsystem Deines Pferdes stärken? pferde.de nennt sieben Kräuter, die Deinem Partner auf vier Hufen jetzt gut tun.
Zur Stärkung des Immunsystem Deines Pferd gibt es viele Hausmittel, auf die Du zurück greifen kannst. Zum Beispiel auf Kräuter. Sie unterstützen die Pferdegesundheit sanft und natürlich. Nur: Welche Kräuter helfen wie? Hier kommt der Überblick.
Insgesamt gilt: Du kannst die Pferdekräuter dem Futter beimengen oder über die Heuration streuen. Natürlich kannst Du Deinem Pferd auch einen Kräuter-Tee kochen.
1. Brennnessel für die Abwehrkräfte vom Pferd
Die Pflanze gehört nicht zu unseren Lieblingen – schließlich brennt nach einer ungewollten Berührung unsere Haut. Dabei hat das Kraut viel mehr positive Eigenschaften! Und die sind bereits lange bekannt: Schon in der Antike wurden Brennnesseln genutzt – als Aphrodisiakum. Und der griechische Arzt Dioskurides empfahl das Trinken von Wein mit Brennnesselsamen. Im Mittelalter halfen dann Bäder in frischer Brennnessel gegen Rheuma.
Für Pferde ist vor allem ihr hoher Vitamin C-Gehalt interessant, damit übertrumpft die Brennessel sogar Zitrusfrüchte. Vitamin C stärkt das Immunsystem Deines Pferdes. Dazu steckt in dem Kraut auch Eisen, in Verbindung mit Vitamin C unterstützt das die Bildung roter Blutkörperchen.
Dazu hemmen Brennnesseln Entzündungen, wirken harntreibend und bringen die Nieren in Schwung. So regen sie die Entgiftungsorgane an und bereiten sie auf den Futterwechsel im Herbst vor.
2. Fenchel hilft dem Pferdemagen
Sie war bereits Heilpflanze des Jahres – kein Wunder, schließlich bringt Fenchel ein wahres Gesund-Paket mit. In der Pflanze stecken Vitamin C, Provitamin A, Vitamin B1, Vitamin B12, Vitamin B9, Vitamin E, Vitamin K, Kalium, Eisen, Kalzium, Magnesium und Ballaststoffen. In den Fenchelsamen sind dazu die ätherischen Öle Anethol und Fenchon.

Vor allem im Herbst tut Fenchel den Pferden gut. Denn die Futterumstellung ist anstrengend. Fenchel entspannt die Bauchmuskulatur, wirkt blähungstreibend und fördert die Aktivität von Magen und Darm, so bleibt die Verdauung aktiv.
Und auch wenn im Herbst die Hustenzeit beginnt, helfen Fenchelsamen: Ihre ätherischen Öle verflüssigen das Sekret in den Bronchien und erleichtern das Abhusten. Dazu lockert Fenchel die Bronchialmuskeln.
3. Hagebutte hemmt Entzündungen bei Pferden
Der Herbstklassiker darf in dieser Liste der Pferdekräuter natürlich nicht fehlen. Hagebutten sind nämlich ein richtig gesunder Herbst-Snack. In den roten Früchtchen steckt etwa die 10- bis 20-fache Menge Vitamin C einer Zitrone.

Daneben enthalten sie weitere wertvolle Vitamine wie Vitamin A, B,E und K. Diese Powerstoffe wirken entzündungshemmend und stärken das Immunsystem. Dazu unterstützen Hagebutten Dein Pferd bei der Futterumstellung: Sie helfen bei Durchfall, Verstopfung – und wirken aktiv gegen Darmparasiten.
4. Mariendistel regeneriert die Leber
Die Pflanze ist schon lange für ihre heilende Wirkung bekannt. Ihre positive Wirkung auf die Leber hat der Mariendistel sogar den Beinamen „Leberkraut“ eingebracht. Der Inhaltsstoff Silymarin hilft der Leber bei der Regeneration und unterstützt sie bei der Neubildung von gesunden Leberzellen.
In Kombination mit Artischocke oder Löwenzahn wird auch die Produktion von Gallenflüssigkeit beim Pferd angeregt. Damit unterstützt Mariendistel Pferde auch bei der Futterumstellung im Herbst.

5. Schafgarbe regt den Appetit an
Schon in der Antike wurde Schafgarbe als Heilpflanze geschätzt. Für Pferde sind vor allem ihre Bitterstoffe interessant. Sie wirken leicht krampflösend, antientzündlich und regen Appetit und Verdauung an.
Dazu kann Schafgarbe vorbeugend gegen Mauke eingesetzt werden. Ihre Inhaltsstoffe kurbeln nämlich auch den Stoffwechsel im Beinbereich an. Das kann verhindern, dass die Haut an den Beinen dünner als üblich wird. So können auch Bakterien nicht so leicht in die Pferdehaut eindringen und dann zu Mauke führen.

6. Süßholzwurzel löste Krämpfe
Ihren Namen verdankt die Pflanze ihrem süßen Geschmack. In ihr stecken rund 400 verschiedene Stoffe. Besonders interessant sind die Triterpensaponine (hauptsächlich Glycyrrhizin): Sie hemmen Entzündungen und schützen die Magenschleimhaut. Dazu enthält die Süßholzwurzel Cumarin, der beruhigend und krampflösend wirkt.
Was die Süßholzwurzel zu einem guten Hausmittel zur Stärkung des Immunsystems beim Pferd macht? Durch ihren hohen Anteil an Saponinen, Flavonoiden und ätherischen Ölen kann sie die Atemwege Deines Pferdes stärken, schont den Magen und regt die Verdauung an.
7. Spitzwegerich lindert Schmerzen
Auch der Spitzwegerich war schon einmal Arzneipflanze des Jahres. Der Grund: In ihm steckt zum Beispiel Vitamin C, B-Vitamine, diverse Mineralstoffe wie Kieselsäure, Zink und Kalium. Dazu enthält der Spitzwegerich Schleimstoffe, Bitterstoffe (Iridoide) und Gerbstoffe.
Durch diese Inhaltsstoffe hat das Kraut eine schleimlösende Wirkung und beruhigt die Atemwege des Pferdes. Dazu hemmen seine Gerbstoffe Entzündungen, lindern Schmerzen und wirken blutstillend. Und: Spitzwegerich hat er einen besonderen Geschmack, das kann appetitlose Pferde zum Fressen animieren.








