Mit Pferden arbeiten – das ist für viele Menschen ein Traumberuf. Entsprechend gerne erzählen sie dann auch von ihren Jobs. Nur wenn Nicht-Pferde-Menschen dabei sind, dann könne sie auch ganz still werden. Warum? Weil dann manchmal ganz eigenwillige Fragen kommen. 7 typische Fragen – und warum sie so nerven.
Wenn Reiter aufeinandertreffen, haben sie sofort ein Thema: Pferde! Und wenn dann noch Reitlehrer, Pferdepfleger, Hufschmied oder Sattler dabei sind – perfekt. Schließlich können wir sie mal kurz etwas fragen, was wir schon immer einmal wissen wollten.
Doch wie ist es, wenn Menschen mit Pferdeberufen auf einer Party auf Menschen treffen, die mit Pferden so gar nichts am Hut haben? Dann stellen sie manchmal fest, dass ihr Beruf scheinbar für Außenstehende ein Mysterium ist. Zumindest wirken die Fragen so.
Hier ein paar klassische Beispiele – natürlich mit einem Augenzwinkern!
1. Die Reitlehrerin
Von Nichtreitern müssen Reitlehrer sich so manches anhören. Das geht bei dem Wunsch „In einem Monat möchte ich am Strand galoppieren!“ los und hört mit dem „Das muss doch toll sein – Du machst alle Menschen glücklich!“ auf. Gar nicht gerne hören Reitlehrerinnen und Reitlehrer aber diese Frage, wenn sie von ihrem Stammkunden erzählen: „Wie, Du unterrichtest die Frau seit acht Jahren – und sie kann es noch immer nicht?“

Was dann hilft? Tief Luft holen und zur Gegenfrage ansetzen: „Welchen Sport machst Du? Handball? Seit zehn Jahren? Nun dann hast Du es bestimmt langsam gelernt…“
2. Der Pferdepfleger
Ganz ehrlich: In Sachen erstaunliche Fragen sind Pferdepfleger Kummer gewohnt. Aber bei einer verdrehen sie garantiert die Augen: „Du arbeitest schon wieder am Wochenende? Können die Pferde nicht so einmal für sich selbst sorgen, damit wir ausgehen können?“
Was dann hilft? Ehrlich: nichts! Wer so wenig Ahnung von Tieren hat, bräuchte einen Grundkurs in Sachen Verantwortung. Und damit will man sich doch nicht den Abend verderben, oder? Dann lieber das Thema Pferdeberufe ausklammern und auf sicheres Terrain begeben.
3. Die Pferdefotografin
Auch Fotografen sind an verblüffende Fragen gewöhnt. Wenn Pferdefotografen dann auch Nicht-Fotografen und Nicht-Reiter treffen, schütteln sie spätestens bei dieser Frage den Kopf: „Also, lächeln die Pferde dann für die Fotos?“
Was dann hilft? Zum Beispiel Humor. Und die Antwort: „Klar, dafür kenne ich auch immer die neuesten Pferdewitze.“ Wenn Du dann einen erzählen sollst, ergibt das natürlich keinen Sinn – den Witz verstehen schließlich nur Pferde…

4. Der Sattler
Häufig geht es schon damit los: Was ist überhaupt ein Sattler? Und selbst wenn Nicht-Reiter wissen, welchen Pferdeberuf Du genau ausübst: Warum ein Sattler so wichtig ist, verstehen die meisten dann doch nicht. Und das wird spätestens bei dieser Frage klar: „Du meinst, die gibt es nicht nur in klein, mittel und groß?“
Was dann hilft? Der Blick zur Bar. Und ein neues Glas Wein.
5. Die Hufschmiedin
Vermutlich jeder Hufschmied kennt diesen entsetzten Blick von Nichtreitern, wenn er erzählt, was er genau macht. Gefolgt von der Frage: „Ich kann nicht glauben, dass Du so grausam bist! Wie würde es Dir gefallen, wenn ich Dir Nägel in die Unterseite Deines Fußes hämmern würde?“
Was dann hilft? Entweder umdrehen und den nächsten Gesprächspartner suchen. Oder eine Gegenfrage: „Kennst Du Fingerschmuck? Diese Mini-Ringe, die sich manche durch die Fingernägel bohren? Tut das weh? Nein? Nun, dann hast du schon mal den ersten Teil verstanden.“ Und dann den Gesprächspartner mit Wissen in die Flucht schlagen…

6. Der Pferdetransporteur
Wer Pferde transportiert kennt die Frage „Und das ist ein Beruf?“ vermutlich. Noch besser ist jedoch diese Frage: „Und wie bringst Du die Pferde dazu, dass sie Sicherheitsgurte anlegen?“
Was dann hilft? Definitiv nur eins: Augen rollen!
7. Die Pferdehändlerin
Es gibt viele Dinge beim Pferdekauf, die Nicht-Reiter nicht verstehen. Noch schwieriger wird es, wenn die Pferde aus dem Ausland kommen. Dann kommt nämlich gerne mal die Frage: „Also, wenn Du in Spanien Pferde kauft – müssen die neuen Besitzer dann Spanisch können?“
Was dann hilft? Die Hoffnung, dass jemand die Frage gehört hat – und Dich rettet. Ansonsten hilft nur die Erklärung, dass Pferde klüger als manche Menschen sind. Und deshalb auch Deutsch lernen können…








