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American Miniature Horses – 7 Fakten zu den Super-Minis

Anke Rottmann by Anke Rottmann
31. März 2022
American Miniature Horse.

Foto: Adobe Stock/otsphoto (Symbolfoto)

Sie sind winzig und sehen fast zerbrechlich aus. Doch wer glaubt, dass American Miniature Horses eher ein Spielzeug sind, irrt sich. In den Minis steckt ganz viel Power. 7 spannende Fakten zu den Miniatur-Pferden.

So manch einer mag sie belächeln. Doch darüber können Miniaturpferde nur ihre Mähne schütteln. Ihr Motto ist nämlich: Klein, aber oho. Mit ihrer freundlichen Art erobern sie immer mehr Herzen. Und zeigen: Mit Pferden kann man auch ohne Sattel ganz viel erleben.

Wenn Du mehr über die Minis wissen möchtest – hier kommt das etwas andere Rasseporträt:

1. „Spielzeug“ für des Königs Kinder

Sie heißen zwar American Miniature Horses – aber der Name täuscht. Ursprünglich stammen sie nämlich aus Europa. Dort waren kleine Pferde bei den Königshäusern schon früh begehrt – schließlich konnte der blaublütige Nachwuchs bereits in jungen Jahren in den Sattel kommen. Bereits im 16. Jahrhundert soll der Wunsch nach noch kleineren Pferden gewachsen sein. Sie sollten die Haustiere des Adels werden. Und sie mussten nicht geritten werden – die Königskinder sollten mit ihnen spielen können.

Dabei sollten die Pferde-Minis jedoch kein typisches Spielzeug sein. Ihre Aufgabe: den zukünftigen Königen Mäßigung und Verantwortung beibringen.

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2. Vom Grubenpferd zum Liebling für alle

Im 18. und 19. Jahrhundert herrschte in Europa oft Krieg – und da wurden große Pferde gebraucht. Dazu hatten die Könige als Herrscher in immer mehr Ländern ausgedient – und damit verloren auch die Mini-Pferde an Bedeutung. Die Rasse drohte sogar auszusterben. Doch einige kamen im 19. Jahrhundert nach Amerika. Dort sollten sie nicht als Spielzeug dienen – sondern in Kohleminen vor allem in den Appalachen schuften.

In den nächsten Jahren wurden die Kleinen in den USA weiter gezüchtet. Dabei wurden Shetland Ponys, Hackney Ponys, Falabellas und auch Englische Vollblüter eingekreuzt. Doch erst 1978 wurde die AMHA (American Miniature Horse Association) gegründet, die sich zu einem der größten Zuchtverbände weltweit entwickelte. Und: Seit 1987 ist die Einkreuzung anderer Rassen nicht mehr zulässig. 

Die Grubenzeiten sind für die American Miniature Horses zum Glück vorbei. Heute sind sie das „Pferd für alle“. Und tatsächlich: Bei Miniatur-Pferdeshows stehen schon Zweijährige mit „ihrem“ Pferd im Ring, kurz darauf sitzen Senioren auf dem Kutschbock und zeigen die Kraft und Geschicklichkeit der Mini-Pferde.

3. Sie sind klein – aber kein Pony…

Wenn es um das Stockmaß geht, ist klar: Die American Miniature Horses sind Ponys! Schließlich sollen sie nicht größer als 86,5 Zentimeter sein – damit sind sie die Minis unter den Minis. Doch lass Dich nicht täuschen: Sie haben nicht den typischen Pony-Körper. Denn American Miniature Horses haben gewöhnliche Proportionen von Großpferden – nur eben in winzig. Und durch ihren eleganten Körperbau sehen sie teilweise wie Mini-Araber oder Mini-Andalusier aus.

Übrigens: Um ihre Größe zu bestimmen, werden American Miniature Horses im Gegensatz zu anderen Pferde- oder Ponyrassen am letzten Haar der Mähne statt am Widerrist gemessen.

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„AMHA World Show“ direkt öffnen

4. Meistertitel in mehr als 175 Klassen

Klein, heißgeliebt – und ausgezeichnet! In Amerika gibt es unendlich viele Wettbewerbe für die Miniatur-Pferde, zum Beispiel Spring- und Trailturniere – nur ohne Reiter. Alleine die AMHA veranstaltet Meisterschaftsausstellungen in den östlichen, mittleren und westlichen Vereinigten Staaten, bei denen Teilnehmer in mehr als 175 Klassen um Meistertitel kämpfen können.

Und für diejenigen, die sich qualifizieren, bedeutet die „AMHA World Championship Show“ den ultimativen Wettbewerb. Diese Weltmeisterschaft hat es in sich: Mit durchschnittlich 3.100 Teilnehmern und mehr als 180 Klassen geht es neun Tage lang um Schleifen und Titel.

5. Panda, das Blindenführpferd

American Miniature Horses werden auch als Therapiepferde eingesetzt. Eine ganz besondere Aufgabe hat Stute Panda: Sie ist ein Blindenführpferd. Und hilft ihrer Besitzerin Ann Eddie seit fast 20 Jahren durch den Alltag. Damit ist Panda aber keine Ausnahme: Blindenponys werden gerade in den USA immer beliebter. Ihr großer Vorteil: Sie leben dreimal so lange wie Blindenhunde, gelten als belastbar und zuverlässig. Und: Als Fluchttiere sind Ponys besonders aufmerksam. Dazu können sie leicht 20 Kommandos und mehr erlernen.

Ann Eddie ist von ihrer Panda überzeugt: „Sie ist eine wundervolle Gefährtin und eine großartige Hilfe. Sie ist fast wie eine Tochter für mich. Ich will mir ein Leben ohne sie gar nicht vorstellen.“

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„Panda, a miniature horse, is a guide for the blind“ direkt öffnen

6. Sogar im Flugzeug sind die Minis dabei…

Da steht ein Pferd auf dem Flur – okay, das kennen wir. Aber da steht ein Pferd im Flugzeug? In Amerika ist das möglich. Denn als sogenannte „Emotional Support Animals“ dürfen in den USA einige Tiere mit ins Flugzeug. Dazu gehören Hunde, Katzen – und eben auch Mini-Pferde!

Seitdem sorgen die Mini-Pferde immer wieder für Aufsehen an Flughäfen – wie Flirty. Mit ihrer Besitzerin checkte die Stute erst brav am Schalter in Chicago ein, dann ging es per Flieger nach Omaha. Für ihre Besitzerin war es ein einmaliger Moment: „Flirty und ich sind geflogen! Es war eine tolle Erfahrung und ich habe viel gelernt. Sie war fantastisch und hat sich verhalten wie ein Profi“, schreibt sie auf Flirtys Instagram-Seite.

Auch für die Crew war dieser Passagier auf vier Hufen etwas Besonderes – und so gab es als Andenken natürlich ein Foto.

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7. Auch im „Guiness-Buch“ sind die Kleinen die Größten

Auch in Sachen Rekorde sind die Kleinsten ganz groß – wenn auch nicht immer gewollt. So hatte Thumbelia mal den Titel als kleinstes Pferd der Welt. Das kleinste American Miniature Horse ist nur 44,5 Zentimeter groß! Nur: Die Stute wurde kleinwüchsig geboren.

Am 2. Mai 2020 holte sich Zephyr Woods Storming Treasure den nächsten Titel – und dieser war auch geplant. Der Miniatur-Hengst ist nämlich bereits dreimaliger französischer Meister in Springwettbewerben. Da durch Corona aber viele Veranstaltungen ausfielen, entschloss sich seine Besitzerin Celia Limon für den höchsten Sprung eines Miniaturpferdes zu trainieren. Und am 2. Mai war es dann soweit: Zephyr übersprang 1,17 Meter – und schaffte damit auch den Sprung ins „Guiness-Buch der Rekorde“…

Tags: American Miniature Horses

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