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Augen auf beim Pferdekauf

pferde.de by pferde.de
27. Juni 2019
Augen auf beim Pferdekauf

Foto: pixabay.com/engin akyurt (Symbolfoto)

Wer einen vierbeinigen Freund fürs Leben sucht, der hat auf pferde.de unter vielen tollen Verkaufspferden die Qual der Wahl. Hier haben sich schon viele unschlagbare Teams gefunden. Leider mischen sich auf Onlinehandelsplattformen aller Art immer wieder mal Betrüger unter die ehrlichen Interessenten und so heißt es auch beim Pferdekauf häufig: Scheint etwas zu schön um wahr zu sein, dann ist ein zweiter Blick ratsam.

Du hast ein tolles Verkaufspferd im Anzeigenmarkt entdeckt, doch irgendwie hast Du das Gefühl „hier stimmt etwas nicht“? Wenngleich wir täglich aktiv sind, unser Portal von betrügerischen Anzeigen frei zu halten, kann es leider dennoch vorkommen, dass bei näherer Betrachtung Zweifel aufkommen, ob es sich bei dem versprochenen Traumpferd nicht doch um einen Betrugsversuch handelt.

Darum heißt es online wie offline: Augen auf beim Pferdekauf! Wir gaben Dir Tipps, wie Du schnell erkennen kannst, ob Dein Bauchgefühl Recht hat und verraten Dir, wie Du Dich in einem solchen Fall am besten verhältst.

Die Anzeige gibt Hinweise

Erste Auffälligkeiten sind bereits in der Trefferliste zu entdecken, wenn Verkaufsanzeigen sich in Titel, Preis und Inhalt stark ähneln, jedoch an verschiedenen Standorten inseriert wurden. Hier kann  etwas nicht stimmen, da dasselbe Verkaufspferd nicht an ganz unterschiedlichen Standorten zu finden sein kann!

Auch die ausgewählten Bilder können ein Indiz sein. So weisen professionelle Fotos von hochpreisigen Turnier- und Zuchtpferden, die dann jedoch in geringer Auflösung (verpixelt, abfotografiert) erscheinen leider häufig auf Betrugsanzeigen hin. Oftmals werden dann nur ein oder zwei Bilder eingestellt, nicht selten sogar dasselbe Motiv mehrmals.

In der Regel haben Pferdebesitzer jedoch eine Auswahl aussagekräftiger Fotos ihrer Lieblinge zur Verfügung, die das Pferd in verschiedenen Situationen (im Portrait, Ganzkörperaufnahme, in Bewegung,…) zeigen.

Im Winter stehen viele Pferde auf dem Paddock oder auf abgegrasten Weiden.
Foto: pixabay.com/NickyPe (Symbolfoto)

Des Weiteren sagen die Inhalte der Anzeige häufig viel über ihre Vertrauenswürdigkeit aus. Hier gilt es, den Pferdeverstand einzusetzen und Ungereimtheiten zu hinterfragen. Scheinen die in der Übersicht gewählten Angaben wahllos oder gar unrealistisch? Wird zum Beispiel der Wallach als Zuchtstute angepriesen oder ein Hannoveraner als Fünfgänger inseriert? Dann sollten auch die weiteren Angaben genau studiert werden.

Dies gilt auch, wenn die ausgewählten Eigenschaften nicht mit dem Anzeigentext in Einklang zu bringen sind. Häufig kopieren Betrüger die Texte aus anderen Anzeigen. Ist im Text von einem anmutigen Fuchs die Rede, zeigen Bild oder Infoblatt aber einen Schimmel, darf man durchaus stutzig werden. Dies gilt generell für Unstimmigkeiten im Anzeigentext. Ein Wechsel in der Ansprache („Du“ und „Sie“) oder im Schreibstil kann ein Hinweis sein, dass dieser Text aus fremder Feder stammt. Dies gilt auch für sehr holpriges Deutsch oder Englisch, wenn dies nicht zu den Verkäuferangaben passt. Möglicherweise war dann ein Übersetzungsprogramm aus dem Netz im Einsatz.

Welcher Preis ist angemessen für das Verkaufspferd?

Ein wichtiges Kriterium ist auch der angegebene Kaufpreis. Denn auch bei Pferden hat Qualität seinen Preis und ausgewachsene, topgesunde, super ausgebildete, am besten noch rein gezogene Rassepferde mit tollem Charakter – natürlich gespickt mit extravaganten Fotos – sind nicht zu einem Preis von 2.000 Euro zu haben! So gilt es, skeptisch zu bleiben, auch wenn die Verlockung groß ist.

Arabisches Pferd
Foto: pixabay.com/rihaij (Symbolfoto)

Unser Tipp: Um ein Gefühl für den Kaufpreis der jeweiligen Rasse zu erhalten, kann man im Pferdemarkt die jeweilige Rassenrubrik aufrufen  und Preise sowie Inhalte anderer Verkaufsanzeigen vergleichen. So ist es möglich, schnell herauszufinden, ob das jeweilige Angebot als seriös einzustufen ist oder nicht.

Ist das gefundene Angebot vertrauenswürdig, kannst Du die Funktion „Anbieter kontaktieren“ oder die genannten Kontaktdaten nutzen, um Näheres zum Verkaufspferd zu erfragen. Übrigens: Auch hier zeigt sich bereits, ob Vorsicht geboten ist. Sind gar keine Angaben zum Verkäufer gemacht kann es sein, dass dieser aus gutem Grunde gänzlich anonym bleiben möchte. Mittlerweile wird auch gelegentlich eine falsche (Fantasie-)Telefonnummer angegeben. Dann gilt es, wachsam zu bleiben.

Verkaufsanzeige direkt melden

Wenn Du im Pferdemarkt über eine Anzeige stolperst, die dir unseriös erscheint, dann kannst du diese direkt an pferde.de melden. Hierzu klickst Du einfach auf den Button „Anzeige melden“, der sich neben dem Warnsymbol unter der Beschreibung befindet. Wir erhalten dann eine Mitteilung und können die Anzeige überprüfen. So hilfst Du, pferde.de frei von Betrügern zu halten.

Generell gilt natürlich: Nicht jede Anzeige, die die oben genannten Kriterien aufweist, ist ein Betrugsversuch. Sachverstand, Bauchgefühl und ein offenes Auge helfen aber, sich vor Betrug zu schützen und das passende Pferd für Dich zu finden.

 

Tags: Pferde kaufenPferde verkaufen

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