Jeder, der schon einmal auf der Suche nach dem perfekten Sattel war, weiß, wie nervenaufreibend das sein kann. Isabel Steiner, Gründerin von „Der Filzsattel“, hat einen besonderen Sattel entwickelt, der möglichst jedem Pferd passen soll.
Die Idee
Der Gedanke, so nah wie möglich am Pferd zu sitzen, weich und geschmeidig seinen Bewegungen folgen zu können, ohne dass Reiter/-in oder Ausrüstung stören, ist faszinierend. Das soll natürlich eine Definition von Reiten an sich sein, aber leider ist das in der Realität oft anders. Isabel Steiner ist Macherin und Entwicklerin der Filzsättel. Sie ist passionierte und erfolgreiche Reiterin und kann auf weitreichende Erfahrungen in der Ausbildung von Pferd und Reiter zurückblicken. Die Entwicklung des Filzsattels war eine logische Konsequenz auf dem Weg zu mehr Harmonie und Verständnis für das Pferd.
Zudem ist sie langjährige Schülerin von Bent Branderup und Reiter der Akademischen Reitkunst. Neben zehn Europameistertiteln des PPE (Paso-Peruano-Verband Europa) züchtet sie hervorragende Nachwuchspferde im kleinen Rahmen.
Pferde verändern sich – Sättel leider nicht
„Ich suchte den Markt nach, in meinen Augen, tauglichen Lösungen für dieses Problem ab und habe wirklich Vieles ausprobiert. Leider wurde ich nicht fündig, deshalb begann ich meine eigenen Ideen in einem Konzept zu verwirklichen, dass sich heute ,Filzsattel‘ nennt“, berichtet sie von den Anfängen.
Der Sattel ist auf der Ober- und Unterseite aus 100 Prozent Merino-Wollfilz gefertigt, das Mittelpolster besteht aus einem sehr scheuerresistenten Gewebe, das zum Beispiel auch bei Sitzmöbeln Verwendung findet. Innen sind Baumwolle und unterschiedliche Schäume verarbeitet, die auf der Seite zum Pferd hin fest genug sind, um den Druck vom Sitzbeinhöcker des Reiters aus gut zu verteilen, auf der Oberseite hingegen sind diese Schäume weicher, um dem/der Reiter/in ein angenehmes Sitzgefühl zu vermitteln.

Die ersten Testläufe
„Allen getesteten Pads war gemein, dass der Schenkel des Reiters einfach oben auf lag. Das Pferd wurde nur noch breiter, die Hüfte immer mehr gespreizt. Das führte dann bei allen Testläufen zu Sitzproblemen bis hin zum Stuhlsitz, sodass die Pferde sich nicht mehr über den Sitz reiten ließen“, erzählt sie von den ersten Problemen in der Testphase. Das wollte sie unbedingt vermeiden, deshalb werden die Polster im Filzsattel für den Oberschenkel anatomisch ausgeformt. Diese Taillierung entspricht dann in etwa der eines Ledersattels. Dadurch sinkt der Schenkel in den Filzsattel ein, das Bein wird so schmal wie möglich aus der Hüfte heraus am Pferd herabgeführt. Daraus entsteht ein lockerer Sitz in einer Position, aus der die Hilfen optimal gegeben werden können.
Keine festen Materialien
Da keine festen Materialien verwendet werden, können keine Druckstellen entstehen, wenn die Form des Sattels in etwa zur Form des Pferdes passt. So sollte auf die Höhe des Widerists und die Muskulatur der Schulter und der Wirbelsäule geachtet werden. Hier können je nach Pferd verschiedene Optionen angeboten werden. Bei besonderen Problemen wird auch gerne weiter getüftelt, denn meist gibt es mehrere Pferde mit den gleichen Problemen. Außerdem sollte der Sattel so bequem wie möglich für den Reiter/die Reiterin sein. Deswegen wird bei der Fertigung auf Reiterwünsche eingegangen.

Der Filzsattel kennt keine Grenzen
Der Sattel wird in verschiedenen Farben und Größen – vom Shetty bis zum Shire – hergestellt. Ganz so, wie es für Pferd und Reiter/in am Besten passt. Auch individuelle Wünsche werden erfüllt, so kann man beispielsweise Initialen, ein eigenes Logo, ein Brandzeichen oder ein anderes Motiv nach Wahl in den Sattel integrieren.
Für Therapiebetriebe bietet „Der Filzsattel“ neben Kinderreitsätteln in allen Größen, die besonders guten Halt bieten, auch Therapiesättel an.
Vom Sattel zum kompletten Sortiment
Mit der Zeit ist das Sortiment deutlich gewachsen:
- Spezielle Sattelgurte mit anatomischem, asymmetrischem Schnitt – auch als Western- oder Langgurt erhältlich
- Satteldecken, passend zum Filzsattel oder auch als Maßanfertigung für einen Ledersattel
- Steigbügeldecken
- Leckerli- und Handytaschen
- Regenschutz aus wasserdichtem, rauem Mikrofaserstoff
- Transportable Aufsteighilfe „Filzhopp“
- „Fasziletten“: handliche Massagerollen für Pferd und Reiter
- Filzschuhe








