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Die richtige Huf-Pflege: 7 Tipps für wirklich starke Hufe

Anke Rottmann by Anke Rottmann
7. November 2025
Huf eines Pferdes auf einer Wiese.

Foto: pixabay.de/rihaij (Symbolfoto)

„No hoof, no horse“ sagen die Engländer – und treffen es damit auf den Punkt: Ohne Hufe gibt es keine Pferde. Und deshalb ist die richtige Hufpflege auch besonders wichtig. pferde.de verrät Dir sieben Tipps für starke Hufe.

Huf-Tipp 1: Auf Feuchtigkeit achten

Damit die Hufe geschmeidig bleiben, brauchen sie Feuchtigkeit. Fehlt sie, werden sie trocken und brüchig. Pferde, die viel auf der Weide sind, nehmen meist durch feuchtes Gras ausreichend Feuchtigkeit auf. Wenn Dein Pferd aber auf trockenen Böden steht, solltest Du nachhelfen. Wichtig dabei: Damit die Hufe wirklich ausreichend Wasser aufnehmen, reicht es nicht sie kurz abzuspritzen. Besser ist es, den Huf bis zu 15 Minuten „einzuweichen“.

Huf-Tipp 2: Täglich die Hufe auskratzen

Egal, ob Du reitest oder Dein Pferd nur kurz zum Paddock oder zur Weide bringst – einmal am Tag solltest Du die Hufe auskratzen. Denn dabei machst Du die Hufe nicht nur sauber, sondern Du kannst auch kontrollieren, ob alles okay ist.

Durch das Auskratzen der Hufe werden diese nämlich nicht nur sauber gehalten, sondern auch auf Unregelmäßigkeiten oder kleine Steine überprüft. Dabei ist es wichtig, dass kein zu starker Druck auf den Hufstrahl ausgeübt wird, um diesen nicht zu beschädigen.

Hufauskratzen Pferd
Foto: pixabay.com/Austin Thomas

Die Hufe „auskratzen“ ist von der Begrifflichkeit daher eigentlich etwas zu hart ausgedrückt – die Hufe „räumen“ ist vielleicht zutreffender.

Huf-Tipp 3: Fetten, aber nicht über-fetten

Die einen schwören drauf, die anderen lehnen es ab – beim Thema „Hufe fetten“ treffen genau die gegenteiligen Meinungen aufeinander. Der Grund: Das Fett verschließt die Hufe – so kann keine Feuchtigkeit mehr eindringen. Aber es hält dadurch eben auch die Feuchtigkeit im Huf…

Ideal ist, wenn du es je nach Saison machst. Im Herbst und Winter kannst du zu speziellen Huffetten oder -ölen greifen: Sie sorgen dafür, dass nicht noch mehr Feuchtigkeit in die Hufe eindringen, wenn dein Pferd auf matschigen Wiesen bzw. Paddocks steht. Im Sommer dagegen kannst Du auf Huffette verzichten. Wenn Du trotzdem mal glänzende Hufe haben möchtest: Den Huf erst gründlich reinigen, 15 Minuten wässern und dann die Hufaußenwand und den Kronrand einfetten.

Huf-Tipp 4: Bewegung für starke Hufe

Auslauf und Bewegung fördern die Durchblutung – und das hilft auch dem Huf. Denn: Werden Herz- und Blutkreislauf beim Pferd ordentlich in Schwung gebracht, können Nährstoffe besser transportiert werden. Und die braucht auch der Huf.

Huf-Tipp 5: Sauberkeit im Stall

Tatsächlich ist die Stallhygiene wichtig für starke und gesunde Hufe. Denn: Urin und Kot greifen die Hufe an. Steht Dein Pferd ständig auf matschigen Weiden oder Paddocks, kann die Hufkapsel aufweichen – dadurch ist sie geschwächt und Bakterien und Pilze können leichter eindringen.

Raufutter bei Hufrehe beim Pferd
Bild: Pixabay / rihaij

Huf-Tipp 6: Zusatzfutter für die Hufe

Lebenswichtige Nährstoffe sind bei Pferden auch für starke Hufe wichtig. Eine bedarfsgerechte Fütterung kann also auch die Hufe stärken – und ein Mangel kann entsprechend zum Beispiel zu brüchigen Hufen führen. Für starke Hufe brauchen Pferde unter anderem Zink, Kupfer, essentielle Aminosäuren und Biotin. Falls die Hufe deines Pferdes brüchig sind, solltest Du mit Deinem Schmied auch einmal über Futter-Tipps sprechen.

Huf-Tipp 7: Regelmäßig zur Hufpflege

Egal, ob Du auf Eisen oder Barhuf schwörst – der Huf deines Pferdes braucht regelmäßige Pflege. Denn: Wenn die Hufe zu lang werden oder aus der Form geraten, verändert sich auch der Stand der Beine. Und das schadet auch den Sehnen und Gelenken.

Der Hufschmied bringt die Hufe in die korrekte Form, das ist entscheidend für ein gutes Hufwachstum. Im Schnitt sollten die Hufe alle 6 bis 8 Wochen kontrolliert werden.

Tags: Gesunde HufePferdegesundheitPferdepflege

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