Gebisslos reiten ist im Trend. Und dazu gehört auch das Bosal. Es kommt aus Amerika und findet auch bei uns immer mehr Fans. Hier erfährst Du, welche Vorteile diese Zäumung hat – und welche Nachteile…
Ohne Gebiss reiten heißt weicher reiten – sind die Freunde der gebisslosen Zäumung überzeugt. Und tatsächlich wird die gebisslose Zäumung oft bei der Ausbildung junger Pferde genutzt. Wer sich dafür entscheidet, hat die Qual der Wahl: Es gibt den Kappzaum, die iberische Serreta – und die kalifornische Hackamore, auch Bosal genannt.
Was zeichnet das Bosal aus? Gibt es verschiedene Stärken? Und gibt es auch Nachteile? Wir beantworten hier die wichtigsten Fragen.
Wie entstand das Bosal?
Das Bosal ist im Prinzip nichts weiter als ein umflochtener Ring aus Rohhaut. Es kam mit spanischen Einwanderern nach Amerika, wo es auch Indianer entdeckten – und veränderten. Später fand es den Weg in die Westernreiterei und wurde zum Inbegriff der kalifornischen Reitweise. Daher wird es auch kalifornisches Hackamore genannt.
Woraus besteht ein Bosal?
Ein Bosal besteht aus einem umflochtenen Rohhaut-Ring (das eigentliche Bosal), das als Nasenband dient. Dazu kommen die Zügel aus Pferdehaaren, Mecate genannt. Dazu kommt noch der Hanger, also das Kopfteil. Übrigens: Die Zügel gibt es heute auch aus Nylon oder Baumwolle – für alle, denen Pferdehaare zu kratzig sind.
Wie wirkt das Bosal?
Grundsätzlich kann man zwei wesentliche Wirkungsbereiche nennen: Den Nasenrücken und den Pferdehals. Dabei sollen vor allem die Mecate auf das Pferd „einwirken“. Kommt ein Zügel an den Pferdehals, soll das Pferd weichen. Heißt: Legst Du den Zügel rechts an, wird dein Pferd nach links weichen. Und da die Mecate leicht kratzig sind, kommt das Signal entsprechend deutlich beim Pferd an.
Gibt es verschiedene Stärken?
Ja. Bosals gibt es in verschiedenen Stärken, die in Inch gemessen werden. Dabei entspricht 1 Inch umgerechnet 2,54 Zentimetern. Dabei gilt: Je fortgeschrittener die Ausbildung des Pferdes ist, desto dünner kann das Bosal sein.
Hat diese Zäumung auch Nachteile?
Jein. Auf jeden Fall gilt: Wer mit einem Bosal reiten will, braucht eine feine Hilfengebung. Denn die Kräfte des Reiters werden bei dieser gebisslosen Zäumung auf das Genick und die Nase übertragen. Und das heißt: Wer an den Zügeln zieht, übt einfach einen sehr starken Druck auf die Nase aus.









Hallo,
Eine kleine Anmerkung. Bitte vergesst nicht das Kolumbianische Bosal. Es besteht aus Bosal (Nasenstück) und Barbada (Kinnstück). Beide Teile gibt es in verschiedenen Ausführungen und man kann sie endlos verschieden miteinander kombinieren je nach Wunsch und Zweck. Dabei kann man in beide Teile Zügel einschnallen und erwirkt somit verschverschiedene Wirkungsweisen.
guten Tag,
Das Bild ganz oben ist nicht optimal. Das Bosal ist viel zu groß für dieses Pferd. So erzielt man nicht die gewünschte Einwirkung und Kommunikation, die man in dieser feinen Reitweise gerne hätte.
Ein Bosal muss daher exakt passen.
Bitte nicht nachmachen.