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Erste Hilfe für Deine Stallapotheke – das darf auf keinen Fall fehlen

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28. März 2026
Erste Hilfe für deine Stallapotheke

Foto: pixabay.com/ Alexas_Fotos (Symbolfoto)

Eine eingetrocknete Salbe, ein Rest Verbandszeug und ein paar zerdrückte Verpackungen… Wenn Deine Stallapotheke ein ähnliches Bild abgibt, dann ist es jetzt an der Zeit, einmal gründlich aufzustocken. Wir verraten Dir, wie Du mit wenigen Handgriffen Deine Stallapotheke auf Vordermann bringen kannst.

Im täglichen Umgang mit dem Pferd zwischen Stall, Reitplatz und Koppel ist es schnell passiert. Eine kleine Macke hier, ein Stoß dort. Nicht immer muss gleich der Tierarzt anrücken. Vieles kannst Du selbst behandeln – vorausgesetzt, Du bist mit den passenden Helferlein aus der Stallapotheke ausgestattet. Dies ist ebenso wichtig, um bei größeren Verletzungen die Zeit bis zum Eintreffen des Veterinärs überbrücken zu können.

Alles an Ort und Stelle

Damit der Inhalt immer einsatzbereit ist, solltest Du zumindest jährlich die Haltbarkeit und den Zustand überprüfen und gegebenenfalls einzelne Komponenten ersetzen. Auf den ersten Blick scheint es ärgerlich zu sein, Ungenutztes zu entsorgen, allerdings bleiben Dir so im Ernstfall krümelige Salben oder feuchtes Verbandszeug erspart.

Ob es sich um eine allgemeine Stallapotheke handelt oder aber Du Dein eigenes Set für Deinen Vierbeiner hast: Wichtig ist, dass sich das Equipment an einem festen Platz befindet, auf den Du schnell und unkompliziert zugreifen kannst. Natürlich musst Du kein leuchtend rotes Schränkchen an der Boxentür befestigen. Ein Kästchen, eine Tasche oder eine Box sind genauso praktikabel und lassen sich individuell verstauen. Allerdings solltest Du unbedingt darauf achten, dass Salben, Medikamente und Werkzeuge der Stallapotheke nicht für Pferde und Kinder zugänglich sind, denen sie dann gefährlich werden könnten.

Ein verletztes Pferd wird untersucht.
Foto: AdobeStock (Symbolfoto)

Um auch in stressigen Situationen alles an einem Ort zu haben, kann es sinnvoll sein, wichtige Telefonnummern und Informationen zu Deinem Pferd zu notieren und in der Stallapotheke zu hinterlegen. Klar, vieles ist vielleicht bereits an der Boxentür notiert, an anderer Stelle hinterlegt oder lässt sich gegebenenfalls auch schnell über das Smartphone nachschauen. Doch auch bei kleinen Verletzungen soll es manchmal schnell gehen und in der stressigen Situation bist Du froh, alles an einem Ort vorzufinden.

Gut verbunden mit diesem Verbandsmaterial

Bei der kleinen Wundversorgung kannst Du auf ähnliche Produkte zurückgreifen, wie Du sie auch aus dem Erste Hilfe–Kasten für Menschen kennst. Allerdings gilt es zu bedenken, dass du für die Tiere meist größere Mengen und breitere Abmessungen benötigst.

Dies gilt etwa für Kompressen, die auf die Wunde gelegt werden. Mit Mullbinden und Pflasterband fixiert, stoppen sie Blutungen und schützen die frische Wunde vor äußeren Einflüssen. Zusätzlich können hier noch Bandagen zum Einsatz kommen, die nicht in direkten Kontakt mit der Wunde kommen sollten, diese und den Verband aber schützen. So sind Latex-Bandagen abweisend gegenüber Wasser, Urin und anderen Flüssigkeiten, die das durchlässige Verbandsmaterial durchdringen können.

Diese Tuben und Tiegel gehören in Deine Stallapotheke

Jedes Pferd hat seine ganz speziellen Bedürfnisse und auch als Pferdebesitzer hast Du sicherlich deine „Geheimrezepte“ in Sachen Wunderversorgung und Heilung. Unsere Tipps kannst dD somit natürlich ganz individuell an deinen Vierbeiner anpassen.

Desinfektionsspray und Desinfektionstücher helfen, kleine Wunden rundherum von Viren, Bakterien und anderen Erregern zu befreien, die Entzündungen hervorrufen können. Zusätzlich können diese Desinfektionsmittel auch zur Flächendesinfektion und zur Nutzung durch den Reiter eingesetzt werden.

Durch die Inhaltsstoffe brennt das Desinfektionsmittel, wenn es in offene Wunden gelangt. Daher solltest du darauf gefasst sein, dass Dein Pferd sich bei Anwendung der Flüssigkeit erschrickt oder nervös wird. Desinfektionssprays gibt es auch in der Pumpflasche, mit der es sich fast geräuschlos auftragen lässt. Dies bietet sich besonders bei jenen Pferden an, die das zischende Geräusch von Sprühbehältern aufschrecken lässt.

Um Wunden beim Pferd zu behandeln sollten immer Einweghandschuhe getragen werden.
Foto: Adobe Stock/chelle129 (Symbolfoto)

Kühlgel und Kühlcreme eignen sich hervorragend, um stark beanspruchte Sehnen, Muskeln, Gelenke und Bänder zu beruhigen, Schwellungen zu reduzieren und heiße Stellen – meist am Bein – zu kühlen. Wichtig hier ist es, die Pasten nicht auf offene Wunden zu geben und abzuklären, was hinter Schwellungen steckt.

Da nicht alle Pferde Kühlgels gut vertragen, sind Ton- und Heilerde, die mit Wasser angerührt werden, eine natürliche Alternative. Hier entsteht der Kühlungseffekt durch die Verdunstung des Wassers und die Schwellung geht durch die entzogene Flüssigkeit zurück.

Auch Wundsalbe gehört in die gut ausgestattete Stallapotheke. Es gilt allerdings nach der Art der Wunde zu unterscheiden. Schorfige, krustige Wunden, wie sie zum Beispiel auch bei Pferden entstehen, die Ekzemer sind oder unter Mauke leiden, benötigen Unterstützung bei der Wundheilung, müssen elastisch gehalten werden und im Juckreiz reduziert. Ansonsten kann es dazu kommen, dass Dein Pferd sich immer wieder schubbert und die Wunde dabei (wieder) aufreißt. Dann haben Bakterien leichtes Spiel. Es bieten sich Bepanthen oder Silbersalbe an.

Nasse Wunden ohne Verkrustung benötigen eine andere Art der Versorgung. Hier geht es zwar ebenso darum, zu vermeiden, dass Fremdkörper und Erreger sich in der Wunde festsetzen. Allerdings ist auch eine Unterstützung des Wundheilungsprozesses notwendig, der einen trocknenden Effekt hat. Zinkprodukte, die es als Salbe ebenfalls gibt, wie als Spray, sind eine gute Wahl.

Wunden beim Pferd mit einer Kompresse schützen.
Foto: Adobe Stock/henktennapel (Symbolfoto)

Diese Helfer machen Dir das Leben leichter

Das beste Material bringt Dir nichts, wenn Dir das nötige „Handwerkszeug“ fehlt, um es anzuwenden. Zusätzlich ist damit auch Deinem eigenen Schutz gedient. Mit Einweghandschuhen schützt Du sowohl Dich als auch Dein Pferd vor Bakterien. Außerdem sinkt durch den Gebrauch dieser möglicherweise die Hemmschwelle, betroffene Wundregionen (vorsichtig) anzufassen. Kleine Schwämmchen helfen Dir, Wundränder zu säubern und Flüssigkeiten aufzutragen.

Wichtig – und immer verlegt – ist eine Schere. Mit der Verbandsschere kannst Du Verbände auf die passende Größe zuschneiden und im Zweifelsfall hartnäckige Verpackungen öffnen. Ein Fieberthermometer zur Hand lässt Dich schnell herausfinden, ob sich aus kleinen Wunden doch größere Infektionen entwickelt haben und nun zu einer erhöhten Temperatur bei Deinem Liebling führen. Gerade im Sommer macht sich eine Zeckenzange ganz wunderbar in der Stallapotheke. Mit ihr kannst Du im Handumdrehen die lästigen Blutsauger entfernen, bevor diese unangenehme Folgen für Dein Pferd haben.

Tags: Erste HilfePferdegesundheitPferdehaltungPferdekrankheitenStallapotheke

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