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Ganganalyse beim Pferd: 5 Fragen an eine Tierärztin

Leonie Greife by Leonie Greife
10. März 2024
Ganganalyse beim Pferd mit Sleip und Equinosis Lameness Locator.

Foto: privat

Wenn ein Pferd lahmt, gilt es, die Ursache herauszufinden. Der erste Schritt ist dann oft eine Ganganalyse – sie hilft objektiv einzuschätzen, ob das Tier wirklich lahmt. Welche unterschiedlichen Arten und technischen Möglichkeiten der Ganganalyse es gibt, und ob man sie auch selbst durchführen kann, das haben wir Pferdetierärztin Jasmin Keller gefragt.

Beim Thema Pferde und Lahmheit ist es wie mit so Vielem im Leben: Je mehr Leute drauf schauen, desto mehr unterschiedliche Meinungen bekommt man. Das kennt auch Jasmin Keller. Sie ist Pferdetierärztin und forscht an der Tiermedizinischen Hochschule (TiHo) Hannover im Bereich Ganganalyse. Dass das eigene oder ein anderes Pferd im Stall mal lahmt, kennt wohl jeder Reiter. Auch Jasmin Kellers Pferd hat erst kürzlich gelahmt. „Sie hat sich durch die Umstellung von Weide auf Paddock das Hufhorn abgerieben und sich eine leichte Huflederhautprellung zugezogen. Dadurch war sie auf beiden Seiten lahm.“ Zum Glück bekam sie das Problem mit Hufschuhen wieder in den Griff.

Warum Keller sich ausgerechnet für das Thema Ganganalyse interessiert? „Ich finde die Orthopädie an sich super interessant und sowieso das ganze Thema Sportmedizin, Rehabilitation, Prävention von Krankheiten – da passt das Thema Ganganalyse gut rein“, erzählt sie im Gespräch mit pferde.de. Und sie beantwortet uns auch gleich fünf Fragen zum Thema:

1. Was ist überhaupt die Ganganalyse?

Die Ganganalyse ermöglicht es, die Frage, ob ein Pferd lahm ist oder nicht, objektiv zu beantworten. So vermeidet man das eingangs beschriebene Szenario. Denn wo einer ein unrund laufendes Pferd sieht, sieht eine andere vielleicht schon Lahmheit. Die ersten Ansätze der objektiven Ganganalyse gab es schon 1872. Damals hat Eadweard Muybridge versucht, verschiedene Bewegungsphasen eines Pferdes im Galopp fotografisch abzulichten. Es sollte bewiesen werden, dass es einen Moment gibt, in dem sich alle vier Hufen in der Luft befinden – was 1878 auch gelungen ist. So richtig Fahrt aufgenommen hat die objektive Ganganalyse aber erst seit den 1970er Jahren mit den Möglichkeiten der neuen Technologien.

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„Die objektive Ganganalyse ist das verlängerte Auge des Tierarztes“, erklärt Jasmin Keller. Vor allem bei der Lahmheitsdiagnostik. Denn manche Lahmheit ist sehr subtil und es fällt beispielsweise schwer zu bestimmen, welches Bein betroffen ist. Durch Sensorik bekommen Tierärzte konkrete Zahlen geliefert. Und sie können vor und nach der Anästhesie – also gezielte Schmerzausschaltung am Bein – schauen, ob es eine Besserung gibt und wie stark diese ausfällt. Sensoren zur Ganganalyse ermöglichen also „das, was man eh als Tierarzt sieht, genauer zu sehen“.

2. Welche Arten der Ganganalyse gibt es?

Bei der Ganganalyse unterscheidet man zwischen der kinetischen und der kinematischen Objektivierung. Bei der ersten Varianten kommt zum Beispiel eine Kraftmessplatte zum Einsatz. Diese berücksichtigt die Kräfte, die in der Bewegung auftreten, zum Beispiel die Bodenreaktionskraft beim Auftreten des Hufes, die sich beispielsweise bei Schmerzen verändert.

Ganganalyse-Tool Sleip mit Pferd.
Foto: privat

Kinematischen Systeme messen hingegen nur eine Veränderung von Lage über eine Zeit im Raum und unter bestimmten Geschwindigkeiten. Klingt kompliziert? In der Praxis bedeutet das, dass das Pferd zum Beispiel mit drei Sensoren vom „Equinosis® Lameness Locator®“ ausgestattet wird: im Genick, an den Kreuzhöckern und vorne rechts an der Fessel. Trabt das Pferd und zeigt keine Lahmheit, messen die Lagesensoren eine symmetrische Kurvenform in der natürlichen Nickbewegung des Kopfes und der Pendelbewegung des Beckens – beide Bewegungen haben im Idealfall die Form einer Sinuskurve. Bei Lahmheit verändert sich diese Symmetrie, die Kurvenform wird asymmetrisch. Diese Kurven-Unterschiede werden nun in Millimetern gemessen und angegeben.

Pferd mit Lagesensor zur Ganganalyse auf Kreuzhöckern.
Foto: privat

3. Braucht man dafür einen Tierarzt?

Validierte Systeme zur Ganganalyse, die wissenschaftlich überprüft, sind nur für den Tierarzt zugänglich. „Das ergibt auch Sinn. Denn wenn so viele Daten und wissenschaftlich Dinge herauskommen, muss auch jemand etwas daraus lesen können“, so Jasmin Keller. Theoretisch gibt es aber auch Systeme für Pferdebesitzer. Zum Beispiel Gurte, die man umschnallen kann und die auch die Herzfrequenz und andere Werte aufzeichnen.

Die sind aber mit Vorsicht zu genießen: „Die sind nicht alle immer ausreichend validiert, sodass nicht belegt ist, wie genau die messen.“ Die Tierärztin ergänzt: „Um eine Idee vom absolvierten Training oder bestimmten Unregelmäßigkeiten zu bekommen, ist jedoch das ein oder andere System für normale Pferdebesitzerinnen und -besitzer gut nutzbar.“

4. Wann lahmt ein Pferd – und wann läuft es nur asymmetrisch?

Nicht immer ist sofort klar, wann ein Pferd lahmt und dadurch einen Leidensdruck hat – und wann es nur asymmetrisch läuft, aber trotzdem gut für Freizeit und Sport geritten werden kann. „Menschen sind ja auch manchmal asymmetrisch gebaut und stehen morgens trotzdem auf und haben Lust, sich zu bewegen“, vergleicht Jasmin Keller.

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Deshalb ist die Ganganalyse so wichtig: Sie beurteilt, ob ein Pferd wirklich lahmt oder nicht. Kommt dabei heraus, dass eine Lahmheit vorliegt, wird die klassische Diagnostik durchgeführt. Das heißt: An den betroffenen Gliedmaßen wird der Schmerz an verschiedenen Stellen von unten nach oben ausgeschaltet, um zu schauen, woher die Lahmheit kommt. Auch Röntgenbilder, Ultraschall, MRT und CT können zur Diagnose eingesetzt werden. Je nach Ergebnis, empfiehlt die Tierärztin dann die geeignete Behandlung.

5. Was kann die Ganganalyse der Zukunft?

„Ich freue mich vor allem auf die Zukunft der Ganganalyse“, sagt Jasmin Keller. Sie hofft, dass man die Methode dann schon als Präventation einsetzen kann. Wenn nämlich Reiter selbst Tools zur Ganganalyse nutzen können, um gewisse Parameter zu messen, könnten Pferdebesitzer durch kontinuierliches Monitoring künftig selbst frühzeitig Krankheiten erkennen.

Ganganalyse: Pferd mit Lagesensoren und Gyroskop vom Equinosis Lameness Locator.
Foto: privat

Eine Rolle könnte dabei auch KI spielen: Zum Beispiel, wenn man in Zukunft ein Pferd einfach nur filmen müsste und die Künstliche Intelligenz analysiert, welche Krankheit zum Beispiel das Kniegelenk betrifft und für die Lahmheit sorgt. Das sei aber noch eine „ganz futurstische“ Vision, so Keller.

Wenn durch Ganganalyse Krankheiten früh erkannt oder vermieden werden, kommt das nicht nur den Pferden zugute – es schont auch den Geldbeutel. Denn: „Orthopädische Probleme führen bei Freizeitreitern wie im Turniersport zu hohen wirtschaftlichen Kosten“, weiß Jasmin Keller. Und die immensen Tierarztkosten stellen natürlich eine große finanzielle Belastung für Pferdehalter dar – vor allem seit der Preissteigerungen durch die neue GOT.

Tags: LahmheitPferdegesundheit

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