Wenn draußen die Temperaturen steigen, dann heißt es für Pferdebesitzer: aufgepasst! Denn auch robuste Pferde können bei extremen Temperaturen und größerer Anstrengung Gefahr laufen, einen Hitzschlag zu erleiden. Doch bereits ein dehydriertes Pferd gibt Grund zur Sorge. So kannst Du die Gefahr erkennen.
Das betroffene Pferd wirkt schwach, müde und schlapp. Es erholt sich nur sehr langsam nach langen Ausritten und Belastungen. Der Vierbeiner schwankt beim Gehen und weist eine erhöhte Temperatur von bis zu 39 Grad auf. Der Puls ist schwach und sehr schnell, das Tier schwitzt sehr stark. Um sicherzugehen, ob das Pferd von einer Austrocknung bedroht ist, kneifen sie dem Pferd in der Nähe der Schulterpartie in die Haut. Es bildet sich eine Falte. Dauert es nach dem Loslassen länger als drei Sekunden, bis sich die Falte zurückbildet, so ist das Pferd dehydriert.
Hitzschlag beim Pferd: Symptome
Auch bei Hitzschlag, einer Überhitzung des Pferdekörpers, erkennst Du das betroffene Pferd am unsicheren, taumelnden Gang. Der Puls schlägt schnell, die Atmung ist sehr flach. Die Körpertemperatur kann sogar auf über 40 Grad steigen, wobei eine Temperatur von 43 Grad als lebensbedrohlich gilt. Das Reittier schwitzt sehr stark und die Schleimhäute färben sich blaurot. Die Gefahr eines Kreislaufkollapses ist sehr groß, das Pferd kann stürzen und liegen bleiben. In Extremfällen wird es bewusstlos oder stirbt.
Ursachen der Hitzeprobleme beim Pferd
Eine Austrocknung findet statt, wenn das Pferd mehr Flüssigkeit verliert, als es zu sich nehmen kann. Kritisch wird es bei einem Flüssigkeitsverlust von 10 Prozent des Körpergewichts ohne ausgleichendes Saufen. Auch Durchfall, wenn langanhaltend, kann zur Dehydration führen. Das Blut des Pferdes wird dicker und kann lebenswichtige Organe nicht mit Sauerstoff versorgen. Der Stoffwechsel bricht zusammen.

Der Hitzschlag ist eine akute Wärmestauung, die bei heißen, schwülen Temperaturen auftreten kann. Die feuchte Luft kann keinen Schweiß mehr aufnehmen, der Pferdekörper kühlt nicht ab. Überanstrengung des Pferdes, Unterbringung in überfüllten und stickigen Ställen und langes Stehen in der Sonne sind mögliche Ursachen bei Hitzschlag.
Hier wird der Blutkreislauf gestoppt, die Organe werden nicht mit Sauerstoff versorgt, es kommt zu einem Kreislaufkollaps. In Extremfällen können Hitzeprobleme beim Pferd zu Nierenversagen, Hufrehe und Kolik führen.
Maßnahmen und Tipps: Hitzschlag beim Pferd richtig behandeln
Bei auffälligem Verhalten des Pferdes solltest Du es keiner weiteren Anstrengung aussetzen. Ein schattiger, kühler Platz, viel zu Saufen und etwas Gras sollten dem Pferd helfen, sich schnell zu erholen. Gras enthält neben Flüssigkeit auch lebenswichtige Mineralien, die dem Vierbeiner durch das starke Schwitzen entzogen werden. Zum Abkühlen kannst Du das Pferd mit kaltem Wasser oder feuchter Erde einreiben.
Um Austrocknung und Hitzschlag vorzubeugen, sollten Pferde zu Beginn daran gewöhnt werden, überall zu trinken. Gelingt dies nicht, musst Du bei Transporten und langen Ausritten genug Wasser mitführen. Pferde müssen zudem nach einer langen Belastung die Möglichkeit haben Salz zu lecken, da sie viele Elektrolyte ausschwitzen. Um Hitzschlag vorzubeugen sollten Pferde bei hohen Temperaturen nicht der prallen Sonne ausgesetzt werde.









