Für alle, die auf der Suche nach einem ganz besonderen Pferd ist, lohnt sich auch der Blick in die Augen der Vierbeiner. Denn einige Pferde weisen teils spektakuläre Augenfarben auf. Welche Rassen hier besonders hervorstechen und wie es zu diesen Variationen kommt – finde es heraus!
Die meisten Pferde haben kastanienbraune bis schwarze Augen, da die Iris der Pferdeaugen dunkel pigmentiert ist. Einige weisen auch ein helleres Braun auf, wie zum Beispiel Haflinger sowie Palominos, Falben und teilweise Füchse. Es gibt aber auch Pferde mit noch helleren Augen.
Zum Beispiel wenn eine Blesse im Gesicht des Pferdes über die Augenpartie verläuft oder es Gene in sich trägt, die das gewünschte Augenmerkmal aufweisen. Bei der Rasse Paint Horse treten je nach Zuchtziel bei der Fellfarbe „Sabino“ hellblaue oder braune Augen auf, während der Augenbereich dabei nicht zwangsläufig hell sein muss.
Pferde können auch graue, gelbe, grüne, dunkelblaue sowie violette Augen haben – aber nur ganz, ganz selten. Grau, gelb und grün sind hellere Nuancen des gewöhnlich braunen Pferdeauges. Grüne kommen größtenteils bei champagnerfarbenen Pferden vor. Blaue und violette Pferdeaugen sind meist nicht deutlich zu erkennen, da die Farbe so dunkel ist, dass das Auge komplett schwarz erscheint ohne klaren Unterschied zwischen Iris und Pupille.
Warum gibt es unterschiedliche Pferdeaugen?
Zurückzuführen ist das Vorkommen von anders farbigen Pferdeaugen also auf verschiedene Scheckungsgene aber auch auf schwächere Formen des Albinismus – also die Unfähigkeit der Zellen, Farbstoffe zu bilden – und des Leuzismus – Fehlen der farbstoffbildenden Zellen.

Es gibt zum Beispiel blauäugige Albinos mit der Fellfarbe Cremello. Sie haben in der Regel keine gravierenden Sehbehinderungen, sie aber lichtempfindlicher. Anders dagegen Tigerschecken, die für das Gen der Schecken reinerbig sind: Sie sind leider nachtblind.
Pintos können je nach Lage der Flecken und Art der fehlenden Pigmentierung hellblaue, graublaue bis normalfarbene Pferdeaugen haben, manchmal auch zwei verschiedene Augenfarben.

Häufig sieht man bei Schecken auch das sogenannte Birkauge, was entsteht, wenn sich das Bindegewebe im Iristroma verdichtet und weiße Flecken bildet. Diese Mehrfarbigkeit der Augen tritt bei Pferden oft in der Blau-Braun-Kombination auf. Erfassen die Flecken die Iris komplett und scheint das gesamte Pferdeauge weiß zu sein, spricht man von einem Glasauge, was selten vorkommt: Diese Pferdeaugen der Schecke sind dann vollkommen unpigmentiert, die Iris ist weiß bis ganz blass hellblau gefärbt bei blauer Pupille.
Das Menschenauge beim Pferd
Bekannter und bei einigen Rassen sogar gewünscht ist das Fischauge, das ähnlich dem Glasauge an der Iris weiß bis hellblau ist, jedoch eine normal dunkel gefärbte Pupille aufweist. Paint Horses, Tinker und Falklandponys haben oft solche Augen.
Ganz anders ist das sogenannte Menschenauge: Der Ring um die Iris ist weiß, das Pferdeauge aber in einem satten Braun. Sehr häufig tritt diese Augenfarbe bei Appaloosas auf aber auch bei anderen Pferderassen.








