Die Huflederentzündung ist im Gegensatz zu der Hufgelenksentzündung eine leichtere Erkrankung des Pferdes. Jedoch kann bei Nichtbehandlung eine Hufledererkrankung eine Vorstufe der Hufrehe sein, die tödlich enden kann. Wie lässt sich vorbeugen?
Bei der Huflederentzündung sind keine Gelenke betroffen, das Pferd selbst hat im unteren Bereich der Hufe eine Entzündung. Wie der Name schon andeutet, ist die so genannte Huflederhaut betroffen. Diese verbindet die Hornkapsel mit dem Hufbein. Bei einer Entzündung der Huflederhaut wird das Hufbein nicht mehr in seiner korrekten Position gehalten.
Die Symptome sind daher schwaches Auftreten des Pferdes, sowie ein erhöhtes Verteidigungsverhalten des Pferdes (Abwehrreaktion), wenn man versucht das Bein zu klopfen. Der Huf fühlt sich warm an, da die Mittelfußarterie stark pulsiert. Weil die typischen Symptome meist eher unspezifisch sind, muss der Tierarzt oder die Tierärztin bei betroffenen Pferden eine genauere Diagnose stellen, informiert etwa das Universitäre Tierspital Zürich.
Ursachen einer Huflederentzündung beim Pferd
Auslöser der Huflederentzündung können Überlastung und Verletzungen durch zu harten, unebenen Boden sein, sowie Verunreinigungen einer offenen Stelle im Huf. Es ist aber auch möglich, dass der Huf des Pferdes zu kurz geschnitten wurde und er sich entzündet. Indem Du Risikofaktoren eindämmst kannst Du aktiv dazu beitragen, eine Huflederentzündung bei Deinem Pferd zu verhindern.
Huflederentzündung richtig behandeln
Zur Behandlung kann dem Pferd ein entzündungshemmendes Schmerzmittel verabreicht werden. Tierärztin Dr. Regina Baum gibt Pferdehaltern darüber hinaus Tipps, wie sie ihre Partner auf vier Hufen richtig unterstützen können. Dazu gehören:
- betroffenen Huf in Eiswasser stellen – besonders im Anfangsstadium
- für weichen Untergrund sorgen – zum Beispiel durch tiefe Einstreu oder Gummimatten
- zunächst Boxenruhe, dann Schritt führen auf weichem Boden
Dem Universitäts Tierspital Zürich zufolge kann ein Pferd meist nach sieben bis zehn Tagen wieder beschlagen werden. Die Veterinäre empfehlen zur Behandlung außerdem Hufverbände mit Betadinelösung, gefolgt von trockenen Hufverbänden.
In jedem Fall sollte ein Tierarzt eine Huflederentzündung diagnostizieren und die geeignete Behandlungsmethode anordnen!








