• Pferdemarkt
  • Versicherung
  • Reitbeteiligungen
  • Kleinanzeigen
  • Reiterferien
  • Magazin
No Result
View All Result
Pferde.de Magazin
Pferde.de Magazin
  • News
  • Allgemein
    • Pferderassen
    • Menschen & Geschichten
    • Kolumnen
  • Ratgeber
    • Gesundheit
    • Berufe im Pferdesport
    • Turnier
    • Zucht
  • Pferdemarkt
  • Newsletter
  • News
  • Allgemein
    • Pferderassen
    • Menschen & Geschichten
    • Kolumnen
  • Ratgeber
    • Gesundheit
    • Berufe im Pferdesport
    • Turnier
    • Zucht
  • Pferdemarkt
  • Newsletter
No Result
View All Result
Pferde.de Magazin
No Result
View All Result

Klaus Schöneich: Mit 90 Jahren noch immer täglich bei den Pferden

Anke Rottmann by Anke Rottmann
6. Juli 2025
Klaus Schöneich mit einem Pferd im Paddock.

Foto: Privat/Zentrum für Anatomisch Richtiges Reiten ARR

Schon als Kind liebte Klaus Schöneich Pferde. Doch die Liebe allein reichte ihm nicht. Er wollte einfach mehr verstehen. Dafür entwickelte er eine besondere Therapie. Mit Erfolg: Zu ihm kommen Pferde, die einmal als unreitbar galten, aber mehr noch durch falsches Training in endlosen Behandlungsschleifen landen. Und noch heute, mit 90 Jahren, steht er täglich im Rundpaddock. pferde.de sprach mit ihm über die Suche nach der richtigen Ausbildung und warum Zeit so wichtig ist…

Was ihn zum Pferd brachte? Klaus Schöneich lacht. „Ich weiß noch, als wir im Sudetenland lebten, da gehörten Pferde zum Leben dazu. Damals fuhr jeden Tag ein Kutscher mit oft wechselnden Pferden zu einer Dependance an unserem Wohnsitz vorbei. Eines Tages fragte er mich, ob ich mitfahren wollte. So begann es. Ich lernte mit meinen neun Jahren Pferde vom Bock aus kennen!“

Im Zweiten Weltkrieg flüchtete die Familie – und landete in Warendorf. „Das war damals schon die Pferdestadt Deutschlands“, so Schöneich. „Unser Nachbar hatte eine Gastronomie und einen Pferdehandel. Jeden Tag mussten seine Pferde gepflegt und zur Weide gebracht werden, da war ich ständig im Einsatz. Wenn Turniere waren, bin ich unterm Zaun durchgeklettert und habe Fritz Thiedemann und Hans-Jürgen Winkler gesehen. Sie waren damals meine Idole.“ Was ihn neben ihrer Reitkunst an den beiden Springreit-Legenden beeindruckte? „Sie waren total bodenständig.“

Klaus Schöneich neben einem schwarzen Pferd.
Foto: Privat/Zentrum für Anatomisch Richtiges Reiten ARR

Jagden, Leistungssport – und einen Verein geführt

Doch nur zusehen war Schöneich zu wenig. Er stieg auch selbst in den Sattel und lernte das, „was damals gefordert wurde“, sagt er heute. Er ging in einen Reitverein, machte seinen Trainerschein. „Wir sind viele Jagden geritten, dazu auch Leistungssport. Und ich habe dann eine kurze Zeit einen Verein geführt. Alles in allem, alles, was  schon die Leidenschaft zum Pferd beinhaltet.“ Damit drehte sich sein Privatleben um Pferde.

Doch beruflich ging er damals noch andere Wege. Nach der Mittleren Reife und dem Studium für den Textilbereich in Mönchengladbach machte er in der Textilbranche Karriere. Bis er in den 70er Jahren eine Annonce entdeckt: Stall zu verpachten. „Da habe ich von einem Tag auf den nächsten meine Karriere in der Industrie beendet und mich auf einen eigenen Stall konzentriert.“

Schöneich: Westernreiten öffnete neue Perspektiven

Damals waren viele Distance-Reiter auf seinem Hof. „Sie wollten einen Trainer für einen Kurs holen. Aber als ich gesehen habe, was er macht, habe ich die Reiter aufgefordert, einen anderen Ausbilder zu suchen.“ Als später dann die Idee kam, einen Westerntrainer für einen Kurs zu buchen, war er zuerst skeptisch. „Ich habe gedacht: Oh Gott, was wird das jetzt“, erinnert er sich lachend. „Doch als sie da waren, habe ich zugesehen – und war überrascht.“ Der Besuch hatte Folgen: „Ich habe mir danach Gedanken über meine Ausbildung von Pferden gemacht!

Klaus Schöneich unterrichtet eine Reiterin auf dem Reitplatz.
Foto: Privat/Zentrum für Anatomisch Richtiges Reiten ARR

Mit der Ausführung des traditionellen Reitens hatte er schon länger gehadert. „Ich kam immer wieder an den Punkt, wo ich dachte: Hier komme ich nicht mehr weiter.“ Das Westernreiten öffnete ihm neue Perspektiven. „Ich war dann auch fünf Jahre in Spanien und habe dort viel gelernt.“ Damals entstand das erste von fünf Büchern: „Die Grundlagen des Freizeitreitens auf Westernbasis“.

Seine Idee: Beide Reitideen miteinander verbinden

Und doch gibt es auch hier wieder diesen Punkt, an dem er denkt: „Auch hier fehlt etwas.“ Seine Idee: Warum nicht beide Reitideen miteinander verbinden. „Sie haben schließlich die gleiche Grundlage: das Pferd“, so Schöneich. Und ihm wird klar: „Man muss die Pferde am Boden arbeiten, damit sie uns verstehen. Erst wenn das Pferd durch die Bodenarbeit sich selbst trägt, kann ich in den Sattel steigen.“ Neu ist diese Idee nicht, sagt er. „Das wussten schon die alten Reitmeister. Aber in unserer schnelllebigen Zeit ist das verloren gegangen.“

Bei der Ausbildung der Pferde wird ihm bewusst, dass durch die natürliche Schiefe, die jedes Pferd mitbringt, später die meisten Probleme entstehen. Denn das Fluchttier Pferd läuft in freier Wildbahn geradeaus. Mit anderen Worten: Das Pferd kann keinen Kreis gehen. Das heißt: „Sie sind nicht dafür gebaut, enge Kurven zu laufen und dabei auch noch ein Gewicht auf dem Rücken zu tragen“, so Schöneich.

Schiefen-Therapie nach Schöneich – für die Gesundheit der Pferde

Doch genau das machen sie im täglichen Training – und tragen dabei auch noch das Gewicht des Reiters. „Ein nicht gerade gerichtetes Pferd macht sich dadurch auf einer Seite hohl, bricht auf der händigen Seite über die Schulter aus“, so Schöneich. „Das versuchen Reiter oft mit dem äußeren Zügel zu beheben. Aber das geht eben nicht auf Dauer.“

So entwickelte Schöneich seine Schiefen-Therapie, um das Pferd gerade zu richten. Die Grundlage dabei: „Wir bringen dem Pferd erst einmal ohne Reiter bei, wie es eine Kreislinie beidseitig gesund bewältigt“, so Schöneich. Dafür trainiert er mit den Pferden in einem Elf-Meter-Rundpaddock.

Sein Konzept wurde zuerst belächelt. Doch davon ließ er sich nicht beirren. Heute ist die Schiefen-Therapie nach Schöneich anerkannt. Und der Erfolg gibt ihm Recht: „Wir sind heute fast die letzte Station für Pferde, die durch Rittigkeits- und Bewegungsprobleme in Behandlungsspiralen enden“, sagt er.

Wie ein Schimmel-Wallach, der beim Reiten sein linkes Vorderbein immer in den Boden rammte. „Da gab es schon die schriftliche Aussage von tierärztlicher Seite, dass der Wallach eingeschläfert werden kann.“ Oder das Pferd, das von den Bereitern aufgegeben wurde. „Er konnte rechtsrum nichts, hatte keine Bewegung. Nach dem Training bei uns war er rechts sogar besser als links. Heute ist es ein Glanzpferd“, so Schöneich.

Schöneich: Wir gehen jedes Pferd ganzheitlich an

Dabei ist das Training nicht alles. „Wir gehen jedes Pferd ganzheitlich an.“ Kommen Besitzer mit ihren Pferden zu ihm und seiner Frau, brauchen sie alle bisherigen Beurteilungsunterlagen. „Die meisten haben eine lange Behandlungs- und/oder tierärztliche Vergangenheit“ Dazu lassen sie sich Videoaufnahmen zusenden. „So können wir eine erste Analyse machen. Und in 85 Prozent ist die natürliche Schiefe das Problem.“

Woran das liegt? „Wenn das Pferd nicht geradegerichtet wird, baut es kompensierende Muskulatur auf. Aber es braucht die Bewegungsmuskulatur, um sich gesund bewegen zu können. Die Bewegungsmuskulatur sorgt dafür, dass das Blut fließen kann und Energie in die Muskeln und Schadstoffe aus den Muskeln transportiert werden.“

Zwei braune Pferde stehen auf der Weide.
Foto: Privat/Zentrum für Anatomisch Richtiges Reiten ARR

Deshalb werden die Pferde im Zentrum für ARR in den ersten vier Wochen vom Boden aus trainiert. „Nach drei Wochen kommt dann unser Chiropraktiker und löst die letzten Blockaden.“ Und bevor ein Reiter auf dem Rücken Platz nimmt, entscheiden Klaus Schöneich und seine Frau, welche Art von Sattel für Pferd und Reiter empfehlenswert sein könnte. Nach Absprache mit der Besitzerin wird der demensprechende Sattel vom Haus aus getestet „Dazu hat der neue Sattel einen positiven Effekt beim Pferd “, so Schöneich. „Es spürt gleich, dass es jetzt anders ist.“

Schöneich: Wenn Pferde sich wohl fühlen – besser geht es nicht

Heute, mit 90 Jahren, steht Klaus Schöneich noch jeden Tag im Rundpaddock und arbeitet mit bis zu neun Pferden. Nur am Sonntag und Montag haben die Pferde, die täglich Weidegang haben, ganz „frei“. „Dann sind sie nur auf der Weide.“

Durch den Rhythmus ist für ihn und seine Frau jeder Dienstag spannend. „Dann zeigt sich, was das Pferd aus dem Training der letzten Woche mitgenommen hat.“ Dabei gibt es Streber, die sofort die gelernten Bewegungsabläufe abrufen können. Oder die Nachdenklichen, die noch einmal in Ruhe alles durchgehen wollen.

Die Momente im Rundpaddock sind es auch, die die Schöneich bis heute begeistern: „Wenn wir mit dem Pferd dort arbeiten, sind wir eine Mini-Herde. Wenn die Pferde am Anfang anhalten, gucken sie oft nach außen, weil das ihrer natürlichen Schiefe entspricht. Dann, nach zwei Wochen, fängt ihr Fell an zu glänzen. Und sie schauen dann nach innen, sie suchen Kontakt.“ Dieser Moment ist  jedes Mal etwas Besonderes: „Wenn Pferde eine Verbindung zu uns aufbauen, Vertrauen haben, sich wohl fühlen – besser geht es doch nicht!“

Und auch wenn er als Experte gilt, sagt er: „Niemand soll denken, dass er alles weiß. Wir alle müssen noch so viel lernen.“ Und er ist überzeugt: „Diese Bescheidenheit brauchen wir im Umgang mit Pferden. Denn Pferde sind ein offenes Buch. Wir müssen sie nur lesen können…“

Tags: Klaus SchöneichLetzte Hilfe für PferdePferdeliebeSchiefen-Therapie

Beliebteste Beiträge

Clamsi in der Pferdeklappe
Menschen & Geschichten

Aus Mitleid: Schlachter bringt Clamsi zur Pferdeklappe

Vielseitigkeitsreiter Harald Hertgsell verstarb nach einem Reitunfall.
Allgemein

Vielseitigkeitsreiter Herzgsell stirbt nach Sturz vom Pferd

Isabell Werth mit Wendy, dem Pferd, das sie von Andreas Helgstrand übernahm, beim Grand Prix Spécial bei den Olympischen Spielen in Paris.
Allgemein

„Kleiner bitterer Beigeschmack“: Werths Siege mit Helgstrand-Pferd Wendy

Pferdemarkt Skaryszew
Allgemein

Europas schlimmster Pferdemarkt ist wieder da

No Result
View All Result

Neueste Beiträge

Pferd schläft auf Weide

Schläft Dein Pferd genug? So gefährlich ist Schlafmangel

Frühlingsgefühle bei Pferden – 6 fröhliche Fakten

Die kuriosesten Fakten über Pferde und den Reitsport

5 Tipps für einen starken Pferderücken

Wenn Pferde ihre Zähne zeigen: 7 Fakten zum Flehmen

Gibt es wirklich nur blaue und braune Pferdeaugen?

© 2025 pferde.de Dienstleistungen GmbH

  • Impressum
  • Datenschutz
  • Cookies & Tracking
  • Presse
  • AGB
No Result
View All Result
  • News
  • Allgemein
    • Pferderassen
    • Menschen & Geschichten
    • Kolumnen
  • Ratgeber
    • Gesundheit
    • Berufe im Pferdesport
    • Turnier
    • Zucht
  • Pferdemarkt
  • Versicherung
  • Newsletter

© 2025 pferde.de Dienstleistungen GmbH