Ein Paar ließ sein krankes und abgemagertes Pferd einfach auf der Wiese liegen – bei Minusgraden. Jetzt standen sie dafür vor Gericht. Für beide gab es Bewährung…
Es ist ein Fall, der Pferdemenschen entsetzt: Ein Paar wurde in Österreich jetzt zu Bewährungsstrafen verurteilt – weil sie ihr kranke Stute über Nacht im Garten einfach liegen ließen. Dafür mussten sie sich jetzt vor dem Landesgericht Krems verantworten. Und bei der Verhandlung wurde klar: Die Stute muss entsetzlich gelitten haben.
Alles passierte am 20. Dezember 2023. Damals brach die Stute im Garten zusammen, konnte nicht mehr aufstehen. Ihr Besitzer (24) und seine Frau holten keinen Tierarzt. Stattdessen ließen sie die 23-jährige Stute bei Minusgraden einfach liegen. Eine unfassbare Entscheidung – mit tödlichen Folgen für ihr Pferd.
Tierarzt musste krankes Pferd erlösen
Denn auch am nächsten Morgen kam kein Tierarzt. Stattdessen entdeckte ein Passant die reglose Stute und alarmierte die Behörden. Ein Tierarzt konnte ihr nicht mehr helfen. Sie war zu stark geschwächt und musste erlöst werden. Für das Besitzer-Paar gab es eine Anzeige wegen Tierquälerei. Und dafür standen die beiden jetzt vor dem Landesgericht.
In dem Verfahren beschrieb ein Gutachter die Qualen, die die Stute durchlebt haben muss. Sie war schlecht ernährt, hatte nicht ausreichend Einstreu. Dazu hatte die Stute erhebliche Schmerzen durch Nervenquetschungen, weil sie sich bei großer Kälte festgelegen hatte.

Das Pferd bekam genug Futter, so das Paar
Vor Gericht zeigte sich das Paar etwas einsichtig. Sie hätten gedacht, dass die kranke Stute am nächsten Morgen wieder aufstehen würde. Und es sei ein Fehler gewesen, dass sie keinen Tierarzt geholt hätten. Doch alles andere stritten sie ab. Sie hätten die Stute geschenkt bekommen und einen neuen Platz für sie gesucht, so das Paar. Und sie hätten das Pferd ausreichend gefüttert. Sie zeigten dem Gericht auch Fotos des Stalls mit Einstreu vor. Nur kurz vor Besichtigung durch die Amtstierärztin sei ihnen das Stroh ausgegangen…
Für die Richterin waren das jedoch nur Schutzbehauptungen, berichtet „Mein Bezirk“. Und so wurde der vorbestrafte Mann zu zehn Monaten Haft auf Bewährung und 720 Euro Geldstrafe verurteilt. Seine Frau wurde zu acht Monaten auf Bewährung verteilt.








