In Nordrhein-Westfalen hatte ein Gewitter ein tödliches Ende: Ein Blitzschlag traf einen Wallach auf der Weide. Er starb sofort…
Ein Gewitter am Donnerstag, 24. Juli, endete für den 18 Jahre alten Wallach von Halterin Susanne Ebert tödlich, wie come-on.de berichtet. Auf der Weide müssen sich dramatische Szenen abgespielt haben – die Kraft des tödlichen Blitzschlags war offenbar gewaltig, das Pferd soll sogar durch die „Luft geschleudert“ sein.
Ein heftiges Gewitter tobte über Linscheid (Schalksmühle) – mit schrecklichen Folgen. Denn auf einer Weide standen neun Pferde, als der Blitz einschlug. Der Blitzschlag traf einen 18-jährigen Wallach. Und zwar so stark, dass er hochgeschleudert wurde und über den Zaun auf die nächste Weide flog, so „come-on.de“. Der Wallach war sofort tot, die anderen Pferde blieben unverletzt.
Weiterer Vorfall in NRW: Blitzschlag traf Frau an Koppel
Erst einen Monat zuvor wurde eine Frau in Nordrhein-Westfalen von einem Blitz getroffen. Die 60-jährige war mit ihrem Hund und ihrem Pferd an einer Koppel, als der Blitz einschlug und sie traf. Sie brach zusammen, ihre Tiere liefen weg.

Nach Polizeiangaben hatten Zeugen zunächst den herumlaufenden Hund und dann die Frau entdeckt. Sie alarmierten sofort den Rettungsdienst. Auch ein Rettungshubschrauber kam. Doch leider war jede Hilfe zu spät. Die leblose Frau konnte nicht wiederbelebt werden.
Italien: 33 Pferde sterben bei Gewitter
Wie gefährlich ein Gewitter auch für Pferde sein kann, zeigte erst vor wenigen Wochen ein schreckliches Unglück in Italien. Während eines schweren Gewitters bei Frosinone am 20. Mai flüchtete eine frei grasende Pferdeherde in Colle San Magno in ein kleines Wäldchen. Dort wollten die Tiere vermutlich warten, bis der Starkregen mit Hagel vorbei war. Doch dann schlugen ausgerechnet mehrere Blitze in die Bäume ein. Mit tödlichen Folgen: 33 Pferde, darunter trächtige Stuten und Fohlen, starben.
Doch warum kann ein Gewitter für Pferde so gefährlich werden? Der Grund: Sie weisen eine große sogenannte Schrittspannung auf. Das heißt: Schlägt ein Blitz in den Boden ein, breitet sich die Spannung kreisförmig von der Einschlagstelle aus und verliert dabei an Stärke. Da beim Pferd Hinter- und Vorderbeine relativ weit voneinander entfernt sind, kann der Spannungsunterschied groß werden. Und ein Spannungsunterschied bedeutet: Strom fließt. Je deutlicher der Spannungsunterschied, desto mehr Strom fließt. Daher können Blitzschläge für Pferde leider schnell tödlich enden.

Blitzschlag: So schützt Du Dein Pferd
Herrscht auch noch Starkregen, wächst die Gefahr. Der Boden kann das Wasser dann nicht schnell genug aufnehmen. Die Folge: Es bilden sich Pfützen. Diese leiten bei einem Blitzeinschlag den Strom an der Wasseroberfläche entlang. Heißt: Der Strom fließt nicht sofort in den Boden ab.
Daher raten Experten zum Schutz vor Gewitter: Gibt es auf der Weide oder im Offenstall keinen blitzgeschützen Bereich, sollten die Pferde in den Stall geholt werden. Doch auch der sollte mit einem Blitzschutzsystem ausgestattet sein, um vollständigen Schutz für Mensch und Tier zu bieten. Ausritte mithilfe von Wetter-Apps so planen, das Gewitter vermieden werden, oder die Route so auswählen, dass Ihr Euch schnell in geschützten Bereichen in Sicherheit bringen könnt. Alleinstehende Bäume solltest Du immer meiden.








