Kaum werden die Tage wieder deutlich länger geht sie los: die Vorfreude aufs Frühjahr. Du willst Dein Pferd zum Start in den Frühling auf ganz natürliche Weise unterstützen? Dann haben wir hier sieben Kräuter fürs Frühjahr.
Nicht nur wir freuen uns aufs Frühjahr: Auch unsere Pferde mögen diese Jahreszeit – und haben dann auch Frühlingsgefühle. Sie werden übermütig, es wird gerannt und gebuckelt. Denn nach dem dunklen Winter genießen auch sie die Sonne. Und die bringt neue Energie. Dazu werden Kreislauf, Stoffwechsel und die Durchblutung angeregt.
Dazu ändert sich bei Deinem Pferd im Frühling auch die körpereigene Hormonproduktion: Es wird weniger Melatonin produziert, dafür steigt der Serotonin-Spiegel an. Weniger Schlafhormone, mehr Glückshormone – das sorgt dafür, dass die Pferde plötzlich voller Energie sind. Und natürlich beginnt auch bald die Weidezeit mit frischem Gras.
Kurz: Es ist eine Zeit der Umstellung für uns – und unsere Pferde. Und Du kannst Deinen Liebling auf vier Hufen dabei ganz natürlich unterstützen. Mit diesen sieben Frühlingskräutern:
1. Schafgarbe für die Verdauung
Viele sehen Schafgarbe als Unkraut – dabei ist es schon seit der Antike als Heilkraut bekannt. Das große Plus: Es ist ein natürlicher Helfer für die Verdauung. Und die kann bei Deinem im Frühling ein bisschen Unterstützung gebrauchen, schließlich muss sich der Magen in dieser Zeit auf frisches Gras umstellen.

Der gesunde Mix der Schafgabe – unter anderem Bitterstoffe, ätherische Öle, Phosphate, Nitrate und Kalisalze – hilft zum Beispiel bei Blähungen. Dazu regt er Appetit und Verdauung an, wirkt leicht krampflösend und antientzündlich.
Bei der Fütterung von Schafgarbe wird eine tägliche Dosis von zehn bis 25 Gramm für ein Großpferd und die Hälfte für Ponys und Kleinpferde empfohlen.
2. Löwenzahn für den Fellwechsel im Frühling
Löwenzahn zählt zu den ältesten Heilpflanzen. Der Grund: In ihm stecken jede Menge wertvolle Inhaltsstoffe, zum Beispiel Vitamin A, B und C, Kupfer, Zink, Kalium, Eisen sowie Flavonoide und Bitterstoffe, die zur Entgiftung von Nieren und Galle beitragen. Im Fellwechsel hilft Löwenzahn, da er das Immunsystem stärkt, den Stoffwechsel anregt und die Leber- und Nierenreinigung unterstützt.

Die Fütterungsempfehlung liegt bei einem Großpferd zwischen 20 bis 40 Gramm am Tag. Wichtig: Löwenzahn wirkt auch entwässernd, dadurch kann es zu einem höheren Trinkwasserbedarf kommen.
3. Birkenblätter für die Nieren
Frühling kann für Dein Pferd auch Stress bedeuten, zum Beispiel durch den Fellwechsel. Dazu gibt es dann oft auch noch eine Wurmkur. Dann ist eine Entgiftungskur ideal – und da helfen Birkenblätter. In ihnen stecken Gerbstoffe, Saponin, Bitterstoffe, Vitamin C, verschiedene Säuren, dazu auch Mineralstoffe wie Kalium und Calcium. Dieser Mix wirkt harntreibend und regt so die Nierentätigkeit an. Dadurch wird die körpereigene Entgiftungsfunktion unterstützt. So werden Gifte und schädliche Stoffwechselprodukte besser über die Nieren ausgeschieden.

Die empfohlene Dosis für Großpferde liegt bei 40 bis 50 Gramm am Tag. Bei Kleinpferden und Ponys reicht die Hälfte.
4. Pfefferminze für die Atemwege
Studien zeigen, dass im Frühling bei Pferden die meisten Lungenerkrankungen festgestellt werden. Und bis zu 90 Prozent sind dabei auf Stauballergien zurück zu führen. Die haben die meisten Pferde bereits im Winter bekommen – durch zu wenig frische Luft, Bewegung und zu viel Staub in Heu und Stroh. Wenn auch Dein Pferd im Frühling hustet, kann Pfefferminze helfen. In ihr stecken zum Beispiel ätherische Öle, Flavonoide und Laminaceengerbstoffe. Dieser Mix wirkt schleimlösend und hilft so zum Beispiel beim Abhusten. Dazu ist Pfefferminze zum Beispiel schmerzlindernd und krampflösend.

Großpferde können 20 bis 40 Gramm täglich bekommen.
5. Ehrenpreiskraut für den Stoffwechsel
Im Mittelalter galt die Pflanze als „Wunderkraut“, heute wird sie nur noch selten verwendet. Dabei ist sie ein echter Frühlingshelfer. In ihr stecken Bitterstoffe und ätherisches Öl. Dieser Mix hilft Deinem Pferd im Frühling, weil es den Stoffwechsel unterstützt. Ehrenpreiskraut wirkt positiv auf Leber, Milz, Nieren und Blase. Dazu stärkt es die natürliche Funktion von Lungen und Bronchien. Die Pflanze ist oft in Kräutermischungen für Pferde enthalten.

6. Gänseblümchen für den „Frühjahrsputz“
Sieben Kräuter für den Frühling – da gehört auch das Gänseblümchen dazu. Denn der Frühling bedeutet auch einen „Großputz“ für den Pferdekörper: Unsere Pferde bekommen durch den Fellwechsel nicht nur einen neuen Look, sie entgiften auch ihren Körper in dieser Zeit. Was da hilft? Gänseblümchen! In ihnen stecken Saponine, Gerbstoffe, Bitterstoffe, Schleimstoffe sowie ätherisches Öl und Flavonoide. Innerlich wirkt es blutreinigend, stoffwechselanregend und verdauungsfördernd. Du kannst die Pflanze aber auch äußerlich anwenden, dann hilft es zum Beispiel bei Ekzemen.

Als Dosis sind werden bei einem Großpferd 20 bis 30 Gramm täglich empfohlen.
7. Mariendistel regeneriert die Leber
Mariendistel ist schon lange für ihre heilende Wirkung bekannt. Ihre positive Wirkung auf die Leber hat ihr sogar den Beinamen „Leberkraut“ eingebracht. Ihr Inhaltsstoff Silymarin hilft der Leber bei der Regeneration und unterstützt sie bei der Neubildung von gesunden Leberzellen.
In Kombination mit Artischocke oder Löwenzahn wird auch die Produktion von Gallenflüssigkeit angeregt. Damit unterstützt Mariendistel Pferde auch bei der Futterumstellung im Frühling. Dazu hilft sie zum Beispiel nach einer Wurmkur, weil sie den Stoffwechsel anregt und entgiftend wirkt.

Bei der Fütterung eines Großpferdes wird eine tägliche Dosis von 30 bis 50 Gramm empfohlen.








