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Pferdebesitzer im Frühling – endlich macht reiten wieder Spaß!

sophie by sophie
11. März 2026
Vivien-Sophie Diebold und ihr Pferd Viona baden im Frühling.

Foto: Vivien-Sophie Diebold

Die Tage werden länger, die Decken dünner und die Bodenverhältnisse besser. Der Winter ist vorbei, der Frühling da – und Pferdebesitzer können ihr Hobby endlich wieder genießen.

In der Welt der Pferdebesitzer ist der Winter oft mehr als nur eine kalte Jahreszeit – er ist eine Zeit der Herausforderungen und Nachteile. Es ist die Zeit, in der unsere Verbundenheit und Liebe zu unserem Hobby auf die Probe gestellt wird. Denn wir müssen uns durch eine Vielzahl von Unannehmlichkeiten kämpfen. Von frostigen Temperaturen bis hin zu herausfordernden Bodenverhältnissen.

Es gibt kein schlechtes Wetter – nur schlechte Kleidung!

Am Stall gibt es einen Veto für diese bekannte Floskel. Denn man steht oft vor der Frage, wie viele Schichten Kleidung wohl ausreichen, um dem eisigen Winter über mehrere Stunden am Stück zu trotzen. Es scheint beinahe unmöglich, sich so zu kleiden, dass man nicht friert und dennoch eine ausreichende Bewegungsfreiheit zu behalten. Für viele Arbeiten am Stall engen die vielen Kleidungsschichten einfach zu sehr ein und sind hinderlich. Doch egal, wie dick wir angezogen sind: Nach einem Tag am Stall kommen wir oft mit blauen Beinen und frostigen Fingern nach Hause.

Reiterin steht mit Stiefeln im Matsch.
Foto: Vivien-Sophie Diebold

Winter und Stallarbeit: Gefrorene Böden und Rutschgefahr

Der gefrorene und harte Boden ist eine echte Herausforderung. Jeder unebene Schritt schreit nahezu nach einem „Sehnenschaden“. Ohne eine Reithalle stehen nur begrenzte Möglichkeiten zum Trainieren oder Arbeiten mit den Pferden zur Verfügung. Besonders gefährlich ist es, wenn der Boden glatt ist. Und dann wären da noch die eingefrorenen Äppel beim Ausmisten. Man fühlt sich fast wie ein Archäologe, der sie erst mühsam freiklopfen muss, bevor man sie wegmachen kann.

Wasser im Winter – nichts da!

Eingefrorene Wasserschläuche sind ein ständiges Problem. Ein Tipp hierfür ist es, von Zuhause große Wasserflaschen mit in den Stall zu nehmen, um die Wasserkocher zu füllen und die gefrorenen Wasserschläuche damit aufzutauen. Ebenso ist es ein ständiger Kampf gegen eingefrorene Wassereimer, die gefühlt stündlich mit aller Kraft von einer dicken Eisschicht befreit werden müssen, um die Wasserversorgung der Pferde zu gewährleisten.

Zugefrorene Wassereimer sind im Winter ein häufiges Problem im Reitstall.
Foto: Vivien-Sophie Diebold

Alles ist gefroren und kalt

Das Eiswasser, in dem das Gebiss nach der Arbeit gereinigt werden muss, ist eine weitere Herausforderung. Vor dem Reiten erwärmen wir das eisigkalte Gebiss mit eigener, kaum vorhandenen Körperwärme – danach wird man natürlich selbst nicht mehr warm. Auch der eingefrorene Wasserhahn gehört zu den Problemen, mit denen man konfrontiert wird.

Der Winter ist auch für unser Equipment eine Herausforderung

Die nassen Schabracken und Decken trocknen einfach nicht und am nächsten Tag sind sie oft mit Eiskristallen bedeckt. Auch die Lederpflege und die Reinigung von Bürsten und anderem Equipment im Stall gestaltet sich schwierig, da die Produkte entweder steinhart, oder gänzlich gefroren sind. Daher ist im Winter die einzige Lösung, alles immer mit nach Hause zu schleppen. Eine lästige Aufgabe, die aus eigener Erfahrung eher selten bis nie erledigt wird.

Dunkelheit im Winter

Die anhaltende Dunkelheit und die kurzen Tage verstärken den Unmut und die Unlust und machen den Umgang mit den Pferden zusätzlich herausfordernd.

Hallo Frühling, Endlich!

Plötzlich, wie aus dem Nichts, beginnen die Vögel zu zwitschern, die Temperaturen werden milder und die ersten zarten Blumen sprießen aus dem Boden. Der Duft des Frühlings liegt in der Luft – ein unverkennbares Zeichen dafür, dass sich die Jahreszeiten ändern.

Pferd Viona im Frühlig auf der Weide.
Foto: Vivien-Sophie Diebold

Diese positive Veränderung tritt um Ostern herum ein, wenn auch die Zeit umgestellt wird und die Tage wieder länger werden. Es ist eine Zeit die einem zeigt, wofür man den Winter durchgestanden hat.

Tschüss Matsch und Dunkelheit!

Abends ist es nun möglich, nach der Arbeit entspannt auszureiten oder Zeit am Stall zu verbringen, selbst bis spät in die Abendstunden. Die Pferde müssen nicht mehr eingedeckt werden, der Schlamm trocknet langsam ab, und die Ponys haben keine matschigen Beine mehr. Die frostigen Temperaturen gehören der Vergangenheit an.

Hallo Fellwechsel und Tschüss, Zwiebellook!

Auch das Winterfell der Pferde verabschiedet sich langsam und sie bekommen ihr schönes, glänzendes Sommerfell zurück. Es ist eine Wohltat, endlich nicht mehr über die Kleidung am Stall nachdenken zu müssen und viele der lästigen Probleme, die unser Hobby die letzten Monate begleitet haben, sind Geschichte.

Die Zeit am Stall ist endlich wieder eine absolute Wohltat und die Sonne wird nun auch bis Oktober nicht mehr vor 19 Uhr untergehen. Unsere Zeit am Stall kann nun endlich wieder als „Quality Time“ durchgehen, nicht mehr als kleine Qual.

WIR HABEN ES GESCHAFFT!

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