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Pferdeklappe: Auch todkranke Pferde suchen hier Hoffnung

Anke Rottmann by Anke Rottmann
11. Februar 2024
Petra Teegen von der Pferdeklappe e.V. mit Pferd Champ.

Foto: Pferdeklappe e.V.

Eigentlich will Petra Teegen mit ihrer Pferdeklappe Pferden die Chance auf ein neues Zuhause geben. Doch dann wurde sie immer häufiger zu einer Sterbestation, weil Besitzer ihre todkranken Pferde zu ihr brachten. pferde.de sprach mit der 70-Jährigen über die Last der letzten Stunden, schwere Entscheidungen – und warum sie trotzdem nie aufgibt.

Seit zehn Jahren kämpft Petra Teegen für Pferde, gründete die erste Pferdeklappe Deutschlands. In dieser Zeit hat sie viel erlebt, sich tausendfach für ihre Schützlinge gefreut – und auch immer wieder getrauert. Und manchmal stockt auch ihr, die schon so viel gesehen hat, der Atem. Wenn ein Pony vom Hänger kommt, das einen babykopfgroßen Tumor am Hinterbein hat. Oder ein Pferd, dass so dünn ist, dass sein Fell in Falten liegt. Und diese Momente werden immer häufiger: „Die Menschen bringen ihre alten, kranken Pferde zu uns, weil sie nicht mehr können.“

Nein sagen? Das kann Teegen nicht. „Wir helfen, wenn niemand mehr hilft“, sagt sie. Das war immer ihr Motto und das gilt auch jetzt. „Obwohl es noch nie so schlimm war. Die Menschen wissen finanziell oft einfach nicht mehr weiter.“ Die Folge: Alle Plätze sind belegt, selbst die Notplätze sind vergeben. Und auch die Warteliste von Pferden, die bei ihr eine neue Chance bekommen sollen, ist lang. Dazu kommt ein neues Problem: „Die Menschen bringen ihre ganz alten, zum Teil todkranken Pferde zu uns.“

Pferdeklappe – und kein Gnadenhof

Doch für ganz alte Pferde ist die Pferdeklappe die falsche Adresse: „Wir sind kein Gnadenhof“, stellt Petra Teegen klar. Und sind Pferde zu alt, dürfen sie nach dem Tierschutzgesetz auch nicht mehr vermittelt werden. Aber genau das ist der Zweck der Pferdeklappe: „Unser Ziel ist es, dass alle Pferde wieder in gute, liebevolle Hände kommen.“ Deshalb gibt es eine Altersgrenze: Pferde bis 20 Jahre können kommen. „Für die anderen suche ich andere Lösungen“, so Teegen. „Wenn die Menschen mich anrufen…“

Verwahrlostes Pferd kommt in die Pferdeklappe.
Foto: Pferdeklappe e.V.

Denn genau das machen nicht alle. Stattdessen stellen sie ihre alten Pferde anonym auf die Weide der Pferdeklappe. Damit das nicht mehr geschieht, hatte Teegen kurzfristig die anonyme Abgabe über die Pferdeklappen-Weide geschlossen, nahm Pferde nur nach Absprache an. „Am 15. Januar haben wir sie wieder aufgemacht. Und am 16. Januar stand ein 26-jähriges Pferd da“, so Teegen.

Viele Pferde mit Lungenproblemen

Nicht nur die alten Pferde machen ihr und ihrem Team Sorgen. „Wir kriegen mittlerweile viele Pferde mit Lungenproblemen. Die Ärzte sagen dann: Schickt sie an die See. Doch auch hier haben nicht alle eine Chance. Wenn ein Pferd seit Jahren unter Asthma leiden, ist die Lunge kaputt. Da hilft keine Seeluft mehr. Und ich darf kein schwerkrankes Pferd an andere Menschen vermitteln.“

Mittlerweile kommen fast nur noch Pferde mit „Baustellen“ zu ihr. Alle bekommen die Behandlung, die sie brauchen. Das geht ins Geld. Alleine für den Tierarzt zahlt die Pferdeklappe bis zu 10.000 Euro im Monat. Wie sie das finanziert? „Wir leben ausschließlich von Spenden“, so Teegen.

Alte Ponys in der Pferdeklappe.
Foto: Pferdeklappe e.V.

Für die Menschen fährt die Hoffnung mit

Und die schwerstkranken Pferde sind nicht das einzige Problem: „Es kommen auch immer häufiger todkranke Pferde zu uns. Die Besitzer haben gerade noch die 100 Euro fürs Benzin, aber nicht die 500 Euro fürs Einschläfern.“ Die Folge: „Im letzten Jahr mussten 15 Pferde eingeschläfert werden. Der Januar war jetzt der erste Monat, in dem wir kein Pferd gehen lassen mussten.“

Dabei ist das Geld nicht der einzige Grund: „Für die Menschen fährt auch immer die Hoffnung mit, dass wir ihr Pferd retten können. Aber wir sind keine Klinik – und kein Hospiz.“ Wunder können sie nicht vollbringen, betont Teegen.  „Natürlich strengen wir uns ganz fürchterlich an und geben so schnell nicht auf. Aber auch wir haben unsere Grenzen.“ Wie bei dem sechsjährigen Pferd, das mit von Hufrehe zerstörten Strahlbeinen kam. „Dazu hatte es noch einen Herzklappenfehler. So schwer es uns dann auch fällt: Wir mussten das Pferd erlösen.“

Diese Entscheidung fällt ihr nie leicht. Das einzig Gute: Teegen ist in solchen Momenten nicht allein. „Wir sind dann immer alle dabei. Und wenn das Pferd einige Zeit bei uns war und in einer Herde war, ist auch die Herde dabei.“

Pony in der Pferdeklappe.
Foto: Pferdeklappe e.V.

Pferdeklappe: Manchmal sind die Pferde schnell vermittelt

Doch in den meisten Fällen können Teegen und ihr Team dem Schicksal ein Schnippchen schlagen. Wie bei Ruby. „Die Stute hat Shivering, schien unvermittelbar“, erinnert sich Teegen. Doch Ruby war genau einen Tag in der Pferdeklappe. „Eine Frau hatte von ihrem Schicksal gelesen. Ihr eigenes Pferd, das auch Shivering hatte, war gerade verstorben. Sie hat sich sofort in Ruby verliebt und sie genommen.“

Oder ein Pony-Schecke, gerade 78 Zentimeter groß. „Er war zwei Jahre alt und noch ein Hengst. Wir haben ihn kastrieren lassen. Seine OP-Wunde heilte wie der Blitz – und genauso schnell war er vermittelt. Eine Frau hatte gerade einen frisch kastrierten Pony-Wallach, nahm unseren Schecken. Und die beiden vertragen sich bestens.“

Foto: Pferdeklappe e.V.

Nikita galt als unvermittelbar…

Manchmal lässt das Happy End aber auch auf sich warten. Wie bei Nikita. Die neunjährige Stute kam gleich zweimal in die Pferdeklappe zurück. „Sie biss, trat. Mir ist sie auch auf den Fuß gesprungen, der war dann gebrochen“, erzählt Teegen. „Bei Nikita wussten wir wirklich nicht mehr weiter. Es war klar: Wenn sie noch einmal einen Menschen beißt, müssen wir sie erlösen. Wir hatten sogar schon das Okay.“

Aber eine Chance wollte Teegen noch nutzen. „Wir haben sie auf unsere letzte Koppel gestellt. Das ist unsere Koppel für die Pferde, die keine Chance mehr haben. Da blieb sie fast ein Jahr. Dann kam ein Mann zu uns, sah sich um. Als er Nikita entdeckte, stand für ihn fest: Sie will er haben.“ Teegen lacht. „Es war kaum zu glauben, aber bei ihm war sie sofort lieb. Jetzt ist sie bei ihm und total verträglich.“

Foto: Pferdeklappe e.V.

Pferdeklappe: Sechs Pferde, die nur im Stall lebten

Also geschehen doch Wunder bei ihr? Teegen schüttelt den Kopf. „Nein. Wir haben nur sehr viel Geduld.“ Und manchmal nehmen die Pferde ihr und ihrem Team auch die Entscheidung ab. Wie Champ, ein 21-jähriger Wallach. „Bevor er zu uns kam, kannte er nur seine Box. Da war er geboren worden, da hatte er sein ganzes Leben verbracht. Seine Hufe hatten nie auf Gras gestanden“, erzählt Teegen. In dem Stall lebten insgesamt sechs Pferde. „Sie haben sich gesehen, mehr nicht.“

Alle sechs Pferde kamen zu ihr. Drei konnten schnell vermittelt werden. Die Stuten Flicka (25) und Alisha (22) werden wohl bei der Pferdeklappe bleiben. „Die beiden geben wir nur zusammen ab. Aber auch sie kennen nichts und können nichts. Deshalb will sie auch niemand haben.“

Champ entschied: Ich bin ein Klappenpferd!

Der letzte im Bund war Champ.  „Er war ein Jahr bei uns. Dann kam er auf einen Gnadenhof. Dort haben sich alle um ihn gekümmert, er hatte es wirklich gut.“ Aber Champ war anderer Meinung. „Er fraß nicht mehr genug, rannte immer nur am Zaun entlang. Am Ende haben wir mit der neuen Besitzerin entschieden, dass Champ wieder zu uns kommt.“ Teegen stockt kurz. „Als er wieder hier war, war sofort alles gut. Als ob er entschieden hätte: Ich bin ein Klappenpferd, hier will ich bleiben.“

Champ ist jetzt im Waisenhaus. „Da sind die Pferde, deren Besitzer gestorben sind. Um ihn kümmern sich dort Anke und ihr Mann. Und den Mann liebt Champ. Das ist sein Mensch.“ Soll Champ noch einmal vermittelt werden? Teegen lacht: „Nein. Champ ist etwas ganz Besonderes. Er hat entschieden, wo er leben will. Da ist er glücklich. Und das ist das Schönste, was wir erreichen können. Dafür arbeiten wir. Wenn wir ihn sehen, wissen wir: Es lohnt sich. Jeden Tag!“

Tags: PderderettungPetra TeegenPferdeklappe

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