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Plötzlicher Tod: Wie kommt es zu einem Aortenabriss beim Pferd?

Anke Rottmann by Anke Rottmann
21. April 2021
Bei einem Aortenabriss können Pferde innerhalb von Minuten sterben.

Foto: unsplash.com/Connor Wilkins (Symbolfoto)

Der dramatische Tod von Fohlenhof‘s Rock‘n Rose schockiert die Reitszene – und weckt traurige Erinnerungen an Hickstead. Der Superstar unter den Springpferden starb ebenfalls an einem Aortenabriss, mitten in einem Turnier. Doch woher kommt dieser plötzliche Tod bei Pferden? pferde.de erklärt es.

Sie ist eine der wichtigsten Lebensadern bei Menschen und Pferden: Die Aorta ist die Hauptschlagader, die das Blut vom Herz weg in die Organe und Gliedmaßen führt. Dort, wo sie der höchsten Belastung ausgesetzt ist, in unmittelbarer Nähe des Herzens, kann sie reißen oder platzen – Mediziner sprechen dann von einem Aortenabriss.

Das Schreckliche daran: Es gibt keinerlei Vorwarnung. Eben noch tobte das scheinbar topfitte Pferd über die Weide oder sprang über ein Hindernis und plötzlich ringt es nach Luft, zittert, schwankt und fällt um. Alles geht so schnell, dass kein Tierarzt mehr helfen kann: Die Pferde verbluten blitzartig, der Tod tritt innerhalb von Sekunden ein.

Aber wie kann eine Aorta reißen? Die größte Arterie besteht aus drei Schichten, durch die das Blut mit extremen Druck gepumpt wird. Dadurch können kleinere Einrisse in der innersten Gefäßschicht entstehen. So kann Blut in die äußeren Schichten eindringen, es entstehen Vorschädigen. Doch die genauen Ursachen für einen Aortenabriss sind bis heute nur selten klar. Manchmal sind zum Beispiel Aussackungen der Aorta, sogenannte Aneurysmen, vorausgegenagen. Für die Aneurysmen gibt es laut einer Studie der Klinik für Pferde der Ludwig-Maximilians-Universität München mehrere Auslöser, darunter ein stumpfes Trauma, Arteriosklerose oder Infektionen durch Parasiten, Bakterien oder Mykosen. Auch eine angeborene Bindegewebsschwäche kann Ursache für den Aortenabriss sein.

Aortenabriss kann jedes Pferd treffen

Fakt ist dagegen: Einen Aortenabriss kann jedes Pferd treffen – egal welche Rasse und welches Alter.  Nach den bekannten Zahlen gehört er zu den seltenen Todesursachen: Statistisch stirbt jährlich eines von 1.000 Rennpferden während des Wettkampfes an einer Aortenraptur, insgesamt sind pro Jahr fünf Pferde weltweit von dem plötzlichen Tod betroffen.

Ob es tatsächlich häufiger Sportpferde trifft, ob eher Hengste und Wallache sowie Vollblüter oder Pferde mit hohem Vollblutanteil betroffen sind – das alles sind Ansätze, aber keine belegten Fakten. Experten gehen nämlich davon aus, dass eine unbekannte Dunkelziffer dazu kommt. Denn bei Freizeitpferden, die plötzlich sterben, wird nur selten eine Obduktion gemacht, um die genaue Todesursache abzuklären.

Der Tod von Hickstead schockte die Reiterwelt

Ganz anders sieht es aus, wenn ein Pferd in der Öffentlichkeit plötzlich stirbt. Weltweit sorgte 2011 der Tod von Hickstead beim Springturnier in Verona für Trauer: Das Ausnahme-Springpferd, das mit dem Kanadier Eric Lamaze Gold bei den Olympischen Spielen 2010 geholt hatte, brach direkt nach der Ziellinie zusammen. Nach seinem Tod wurde der Weltcup abgebrochen.

Immer wieder sorgt der schnell Tod für Schlagzeilen. 2015 brach bei der Schlussparade der Lambacher Pferdewirte die Stute Acarda vor den Augen von 2.000 Zuschauern zusammen und starb. Todesursache: Aortenabriss. 2019 starb der 13-jährige Hengst Balougraf ESC bei den Bergisch Classics im Springparcour. 2020 brach der zwölfjährige Holsteiner Tyson im Speedparcour unter seinem Reiter Benjamin Wulschner zusammen. Die Tierärzte vermuteten ebenfalls einen Aortenabriss. „Es ist das Schrecklichste, was mir je passiert ist“, schrieb der Springreiter damals auf Facebook.

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In diesem Jahr traf das Schicksal gleich zwei Dressurpferde. Im Januar brach der zwölfjährige Rebroff von Frederic Wandres  einen Tag nach seinem Sieg im Grand Prix im amerikanischen Wellington tot in seiner Box zusammen. Und jetzt das Drama für Dorothee Schneider, die ohne Vorwarnung ihre Stute Fohlenhof‘s Rock‘n Rose während der Siegerehrung verlor. In beiden Fällen war ein Aortenabriss die erste Vermutung.

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Keine Symptome, keine Vorbeugung

Das ist das Tückische bei einem Aortenabriss: Es gibt keine Anzeichen, keine Symptome, auf die Reiter achten können. Eine Früherkennung ist ebenfalls nicht möglich. Denn auch wenn bei Untersuchungen Herz und Aortenbogen genau dargestellt werden können, wird es keine Hinweise geben, dass dort einmal etwas reißen oder platzen könnte.

Auch gibt es keine Vorbeugung. Zwar kann Stärke und Elastizität des Bindegewebes durch eine pferdegerechte Fütterung mit der Zugabe von Futterzusätzen wie Magnesium und Mangan unterstützt werden. Dazu sollte eine Übersäuerung des Pferdes vermieden werden. Doch das alles gibt keine Sicherheit, einen Aortenabriss vermeiden zu können.

Tags: AortenabrissPferdegesundheit

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