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Quarter Horse – 7 Fakten zu den „Westernpferden“

Anke Rottmann by Anke Rottmann
8. Februar 2022
Horsemanship und Vertrauen in Mitten der Natur

Bild: pixabay.com/Lisa Johnson (Symbolfoto)

Sie sind die Pferderasse, die weltweit die meisten Fans hat. Und sind entsprechend verbreitet: Mit über  4,6 Millionen Quarter Horses, sind sie die am häufigsten vorkommende Pferderasse auf der Welt. pferde.de hat 7 spannende Fakten für Dich gesammelt.

Das Quarter Horse ist der Bodybuilder unter den Pferden. Doch das ist nicht der einzige Grund, warum diese Rasse so beliebt ist. Der Muskelprotz auf vier Hufen gilt nämlich als besonders sensibel und gelassen. Und seine Geschichte zeigt: Auch als Eroberer sind Quarter mit dabei.

In Deutschland werden Quarter Horses immer beliebter. Was auch daran liegt, dass Westernreiten boomt: Jeder dritte Reiter ist heute ein Westernreiter. Wenn Du Dich auch für die Quarter Horses interessiert – hier ein etwas anderes Rasseporträt:

1. Quarter Horses sind die schnellsten Pferde der Welt

Ihr Körperbau ist schnell beschrieben: quadratisch, praktisch, gut. Doch den Namen verdankt das Quarter Horse nicht seinem Körper, sondern den Quarter Mile Races. Diese Rennen waren Ende des 18. Jahrhunderts in den Südstaaten angesagt. Sie gingen über eine Viertelmeile, also eine „quarter mile“.

Dank ihrer starken Hinterhand können die Quarter extrem beschleunigen und hängen damit andere Pferderassen – auch englische Vollblüter – locker ab. Übrigens: Heute ist das Quarter Race das höchst datierte Pferderennen der Welt.

Quarter Horse beim Barrel Race.
Foto: pixabay.de/Hartizens (Symbolbild)

2. Ihr Ursprung? Ein wilder Rassen-Mix…

Die Quarter entstanden zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert in den USA. Damals brachten die Einwanderer verschiedene Rassen aus ihrer Heimat mit nach Amerika. Und die wurden dort munter gemixt. Dadurch stecken in Quarter Horses Rassen wie Araber, Berber, Andalusier, irische Ponys und auch englische Vollblüter.

Bei der Eroberung des Westens spielte das American Quarter Horse eine Hauptrolle. Und zeigte seine Vielseitigkeit: Es wurde zum wichtigsten Partner der Cowboys, zog den Pflug der Farmer oder am Sonntag die Kutsche zur Kirche. Und natürlich startete es auch immer wieder bei Rennen…

Die offizielle Zucht startete dagegen erst spät: Die Stutbuchführung begann mit der Gründung der American Quarter Horse Association (AQHA) im Jahre 1940.

3. Quarter ist nicht gleich Quarter

Der weltweit mitgliederstärkste Zuchtverband, die American Quarter Horse Association, unterscheidet zwischen verschiedenen Typen des Quarter Horses. Je nachdem, wofür das Pferd eingesetzt wird, sind bestimmte Merkmale stärker ausgeprägt. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Foundation Horses – sie haben wie die alten Arbeitspferde wenig Vollblut
  • Reining Horses – sie sind etwas kleiner, sehr sportlich
  • Pleasure Horses – sie sind größer, eleganter, schmaler und haben viel Vollblut
  • Racing Horses – das sind besonders rasante und athletische Pferde

In Sachen Farbe sind Quarter Horses sehr „bunt“ – es gibt über 17 verschiedene Fellfarben. Typisch sind aber vor allem fuchsfarbene Pferde. Nur Schecken sind nicht erwünscht und werden als sogenannte Paint Horses eingetragen.

4. Die Pferde mit dem Rinder-Sinn

Sie sind ein ganz besonderer Typ unter den Quarter Horses – die Cowhorses. Sie werden kompakt und athletisch gezüchtet. Und bringen eins mit – den sogenannten Cow Sense. Das ist der Sinn oder besser gesagt der Instinkt, mit dem sie quasi wie von selbst einem Rind folgen und es treiben. Damit erleichtern sie ihrem Reiter die Arbeit mit der Herde wesentlich.

Quarter Horse und Reiter neben einem Rind.
Foto: unsplash.com/Luis Hinojosa (Symbolbild)

5. Seit 1964 sind Quarter Horses in Europa

Dass das Quarter Horse auch Europa eroberte, haben wir vor allem dem Schweizer Pferdetrainer Jean-Claude Dysli zu verdanken. Er lebte einige Jahre in Amerika und arbeitete dort auch als Cowboy. Dabei verliebte er sich in die Rasse und brachte 1964 zwei Quarter Horses auf dem Schiff mit in die Schweiz: einen Hengst und eine Stute. Mit diesen beiden Pferden begründete er sowohl das Westernreiten als auch die Quarter-Horse-Zucht in Europa. Übrigens: Jean-Claude Dysli war der Vater von Pferdetrainerin Kenzie Dysli.

6. Vom Raumschiff in den Sattel

Viele kennen ihn als Captain Kirk vom Raumschiff Enterprise. Im wirklichen Leben fliegt Schauspieler William Shatner jedoch nicht ins All – er steigt in den Sattel. Und wurde dafür von der NRHA mit dem Dale Wilkinson Lifetime Achievement Award ausgezeichnet.

Denn: William Shatner engagiert sich seit vielen Jahren für die Wohltätigkeitsorganisation AHEAD With Horses, die körperlich oder geistig behinderten Kindern den Zugang zum Pferd verschafft. Nebenbei ist er auch selbst erfolgreich im Sattel – und züchtet Quarter Horses.

7. Black Beauty war ein Quarter Horse

Das Buch kennt fast jedes Pferdemädchen, 1994 wurde die Geschichte von Black Beauty dann mal wieder verfilmt. In der tierischen Hauptrolle: Der Hengst Docs Keepin Time, Spitzname: Justin. Der Rappe wurde in Texas geboren – und ist ein Quarter Horse.

Und er ist nicht der einzige berühmte Darsteller auf vier Hufen: Auch Pilgrim aus „Der Pferdeflüsterer“ wurde von einem Quarter Horse gespielt. Und sogar in einem Ostwind-Film übernahm ein Quarter die Hauptrolle: In „Aris Ankunft“ übernahm der Hengst Iceman einige Szenen, weil er sich zum Beispiel hinknien und steigen kann. Logisch also, dass Iceman meist zu sehen ist, wenn Ostwind wild ist…

Tags: PferderassenQuarter HorseRasseportrait

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