Friesenpferde, landläufig Friesen genannt, sind eine der bekanntesten Pferderassen. Zum Markenzeichen der imposanten Rappen zählt oftmals eine lange, wallende Mähne und überdurchschnittlich viel Behang. Heutzutage zählen sie zu den beliebtesten Pferderassen, vor allem für den Freizeitbereich.

Herkunft
Ursprünglich stammen Friesenpferde aus den Niederlanden, aus der Zeit als die Spanier die Niederlande besetzten (16./17. Jahrhundert). Namensgebend ist die Provinz Friesland. Die kaltblütigen Pferde, die dort vor allem für die Landwirtschaft genutzt wurden, wurden mit den iberischen Pferde der Spanier gekreuzt. Dadurch wurde der Grundstein für die uns heute bekannte Rasse gelegt. Durch die „Veredelung“ der Kaltblüter wurden die Friesenpferde nicht mehr als reine Arbeitstiere genutzt, sondern sie wurden der Inbegriff von Eleganz und Stärke. So ist es nicht verwunderlich, dass sie ab dem 18. Jahrhundert vor allem ihren Einsatz als Zugpferd vor herrschaftlichen Kutschen eingesetzt wurden.
Eine zeitlang waren sie vom Aussterben bedroht. Mittlerweile gibt es jedoch zahlreiche Friesenzüchter weltweit, die den Erhalt dieser geschichtsträchtigen Rasse sichern.

Eignung & Interieur
Hauptsächlich werden die leichten Kaltblüter im Fahr- und Reitsport eingesetzt. Häufig sieht man sie auch bei Shows, wie beispielsweise Cavalluna, oder in der barocken Reiterei. Vor allem Freizeitreiter schätzen den umgänglichen Charakter der kräftigen Pferde. Sie sind für ihr starkes Nervenkostüm bekannt, während sie gleichzeitig unkompliziert, geduldig und sanft sind. Aufgrund der vielseitigen Einsatzgebiete sollen die Tiere robust, belastbar und ausgeglichen sein. Dadurch eignen sie sich für fast jede Sparte der Reiterei, wodurch sie zum idealen Freizeitpartner werden.

Exterieur
Friesen sind größentechnisch für jeden Reiter: ihr Stockmaß reicht von 1,5 – 1,7 Metern und sind grundsätzlich Rappen. Im Zuchtziel ist vorgeschrieben, dass bis auf einen Stern – dieser auch nur bei Stuten – keine weiteren Abzeichen erwünscht sind. Es gibt verschiedene Schattierungen der rassetypischen Färbung, dennoch ist ein tiefes Schwarz die erwünschte Farbe. Außerdem fallen Friesen durch ihre volle, leicht gewellte Mähne auf, durch den ebenso vollen Schweif und einen überdurchschnittlichen Fesselbehang (auch „Kötenbehang“).
Vom Gebäude sind Friese meist quadratisch oder hochrechteckig, sprich haben einen eher kurzen bis mittellangen Rücken. Die Gelenke der Friesenpferde sind typisch für leichte Kaltblüter groß und klar.








