Dein Pferd trägt den Schweif schief? Dann solltest Du genauer hingucken. Ein schiefer Schweif kann nämlich ein Warnsignal sein. Hier sieben mögliche Ursachen, die Du kennen solltest.
Der Schweif eines Pferdes ist im Sommer vor allem eins – ein Fliegenvertreiber. Aber er ist noch viel mehr, nämlich ein Kommunikationsmittel und auch ein Warnsignal. Vor allem ein schiefer Schweif kann gleich mehrere Ursachen haben. Diese sieben Gründe können dahinter stecken:
1. Schiefer Schweif beim Reiten
Es gibt Pferde, die ihren Schweif normalerweise ganz entspannt und gerade tragen. Doch beim Reiten tragen sie den Schweif plötzlich schief. Dafür kann es zwei Gründe geben: ein nicht ausbalancierter Sitz – oder der Sattel passt nicht.
2. Folge einer Verletzung
Ein schiefer Schweif kann auch ein Hinweis auf eine Verletzung sein, zum Beispiel eine Prellung. Auch ein Bruch der Schweifrübe, der bereits Jahre zurückliegen kann, ist als Ursache möglich. Darüber hinaus kann auch ein gebrochenes Becken der Grund sein. Dann sind die Schwanzwirbelknochen mit dem Becken in eine schiefe Richtung gewachsen.

3. Die Richtung zeigt den Schmerz
Wenn der Schweif immer in einer Richtung schief getragen wird, ist das ein Hinweis auf Schmerzen in der Kruppe oder im Rücken. Auch Arthritis kann ein Auslöser sein. Dabei zeigt der Schweif in die Richtung des größten Schmerzes.
4. Muskelverspannungen als Ursache
Die Schweifrübe ist das Ende der Wirbelsäule. Sie hat zwischen 15 bis 21 Wirbel – und natürlich braucht es Muskeln, um den Schweif zu bewegen. Sind diese verspannt, kann ein schiefer Schweif die Folge sein. Dabei gibt es mehrere Gründe für die Muskelverspannungen, zum Beispiel Stress oder eine Überbelastung.

5. Schiefer Schweif aufgrund von Spat
Spat ist eine spezielle Form der Arthrose und eine degenerative Erkrankung der Sprunggelenke beim Pferd. Das heißt: Sie ist nicht heilbar. Zu den klassischen Symptomen gehören verspannte Muskeln im Bereich des Sprunggelenks und des Rückens. Die Folge kann ein schiefer Schweif sein.
6. Wenn die Wirbelsäule blockiert
Da die Schweifrübe die Fortsetzung der Wirbelsäule ist, können sich auch Blockaden der Wirbelsäule bis in die „Spitze“ auswirken. Ist das die Ursache, musst Du dem Grund für die Blockade auf den Grund gehen. Und das kann zur Detektivarbeit werden, denn es gibt gleich mehrere Auslöser, zum Beispiel:
- Traumata durch Stürze oder Festliegen in der Box
- lange Transporte in schlecht gefederten Hängern
- Überlastung
- Bewegungsmangel
- fehlerhafter Hufbeschlag

7. Auch die Nerven können Auslöser sein
Neurologische Störungen können ebenfalls dazu führen, dass ein Pferd den Schweif schief trägt. Auch eine Ataxie, also eine Störung des Bewegungsablaufs, ist möglich. Wenn ein Pferd beim Laufen den Schweif zur Seite zieht, ist das ein Hinweis auf Ataxie.
Bei schiefem Schweif immer medizinischen Rat einholen!
Wichtig: Wenn Dein Pferd den Schweif schief trägt, solltest Du unbedingt mit deinem Tierarzt oder Deiner Tierärztin sprechen. Die Profis können die genaue Ursache abklären – und Dein Pferd dann der Diagnose entsprechend behandeln. Manchmal kann eine Physiotherapie helfen. Auch ein Chiropraktiker oder eine Osteopathin kann bei der Behandlung unterstützen. Bitte informiere Dich zu diesen alternativmedizinischen Behandlungsmethoden, denn ihre Wirksamkeit ist nicht ausreichend wissenschaftlich belegt. Chiropraktische Manöver an der Halwirbelsäule können außerdem gesundheitliche Risiken bergen.








