Im Winter durch den Schnee galoppieren – einfach herrlich! Wenn Du Dich nach Abwechslung von der Winterarbeit sehnst, ist Ausreiten im Winter genau das richtige. Damit Du den Spaß mit Sicherheit genießen kannst, hat pferde.de neun Tipps für Dich.
Die Sonne scheint, der Schnee glitzert und Du hast überhaupt keine Lust mit Deinem Pferd in der Halle Deine Runden zu drehen? Dann geh doch einfach ins Gelände! Bevor Du los galoppierst, hier neun Tipps, damit Dein Pferd und Du auch sicher zurückkommen:
1. Ausreiten im Winter: Die richtige Kleidung
Wer im Winter ausreitet, muss tapfer sein. Denn wer schon beim Gedanken an die kalten Temperaturen bibbert, wird auf der Spaß-Skala wohl kaum nach ganz oben kommen. Wenn Dich der Blick aufs Thermometer aber nicht abschreckt, dann kann die richtige Kleidung den Ausritt unvergesslich machen. Und dazu gehören auf jeden Fall:
- Thermo-Reitstiefel, damit die Füße nicht frieren
- Ohrwärmer und wenn es passt auch noch eine dünne Mütze unter dem Reithelm
- Thermo-Reithandschuhe
- warme und schneeabweisende Reithosen und Jacken
2. Pferd beim Winter-Ausritt warm halten
Zugegeben, unsere Pferde haben im Winter dank ihres dicken Fells einen klaren Vorteil. Und sie können mit kalten Temperaturen durchaus gut umgehen. Trotzdem ist eine Nierendecke gut: Sie verhindert das Auskühlen der Nieren und der gesamten Rückenpartie und verhindert, dass der empfindliche Rücken des Pferdes Zug bekommt. Ideal ist eine wasserabweisende Decke.
3. Im Winter nur auf bekannten Wegen ausreiten
Gerade wenn Schnee liegt, heißt es: Immer schön vorsichtig sein! Neue Strecken ausprobieren? Lieber nicht. Durch den Schnee kannst Du Gräben und Unebenheiten nicht mehr erkennen, auch Eisflächen unter dem lockeren Schnee oder auf der Straße können zu gefährlichen Verletzungen führen. Deshalb: Nimm eine Geländestrecke, die Du wirklich gut kennst. Gut kennen solltest du auch die Wettervorhersage – damit Dich unterwegs nicht plötzlich ein Eisregen überrascht…

4. Langsam warm reiten
Raus aus dem Stall und im wilden Galopp vom Hof? Auf keinen Fall! Im Winter braucht Dein Pferd Zeit, um warm zu werden. Deshalb sind 20 Minuten Schritt reiten gut. So haben die Muskeln eine Chance warm zu werden und das Verletzungsrisiko für dein Pferd sinkt. Dazu kommt: Gerade tiefer Schnee ist für die Sehnen, Gelenke und Bänder anstrengend.
5. Bitte nicht übertreiben
Gerade wenn Du durch Schnee reitest, ist das für Dein Pferd ein gigantisches Muskeltraining. Auch wenn Dein Pferd schnell vorwärts will: Teile die Kräfte gut ein, damit es sich nicht übernimmt.
6. Die richtige Sichtbarkeit beim Ausreiten im Winter
Im Winter kann es schnell mal passieren, dass der Ausritt doch etwas länger dauert – und plötzlich reitest Du in der Dämmerung zurück. Deshalb solltest Du auf jeden Fall auch schon nachmittags zu reflektierenden Gamaschen und Jacken mit Leuchtstreifen greifen. Wichtig dabei: Pferd und Reiter müssen gesehen werden.
7. Die richtigen „Schuhe“ fürs Pferd
Beim Ritt durch den Schnee kann es schnell passieren, dass Dein Pferd plötzlich auf „High Heels“ läuft. Denn der Schnee stollt sich in Hufeisen auf und lässt Pferde dadurch stolpern. Barhuf-Pferde haben meist relativ wenig Probleme. Wenn dein Pferd Eisen hat, sollte der Schmied Grips oder Platten darunter befestigen, die das Aufstollen des Schnees verhindern. Auch Spikes und Stollen sind wichtig, wenn der Untergrund rutschig sein könnte.
8. Nach dem Reiten ab ins Warme
Das gilt nicht nur für Dich – sondern auch für Dein Pferd. Denn Anstrengung plus Winterfell lassen Pferde schnell schwitzen. Deshalb solltest Du am Ende des Ausritts eine Cool-down-Phase einplanen. Und zurück im Stall solltest Du Dein Pferd eindecken: Das dicke Winterfell ist oft bis in tiefe Schichten nass geschwitzt und trocknet nur sehr langsam. Die Winterdecke schützt daher vor Erkältungen.
9. Einmal Hufpflege, bitte!
Wenn Du unterwegs über Straßen geritten bist, könnte Streusalz an den Hufen haften. Das greift die Hufe an und lässt sie aufquellen. Deshalb: Nach dem Ausritt unbedingt die Hufe ordentlich reinigen.








